Elektroautos machen Spaß – auch Verfechtern des Verbrenners

Elektroautos machen Spaß
shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 403541866
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Diese Folge des Elektroauto-News.net Podcasts steht unter dem Titel “Elektroautos machen Spaß – auch Verfechtern des Verbrenners”. Im Alltag begegnet mir immer wieder allerlei Zweifel an E-Autos und das diese gar kein Spaß beim Fahren machen können.

Daher muss eins Mal festgehalten werden. E-Autos sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern können auch Spaß machen. Und genau darauf möchte ich in dieser Folge des Podcasts eingehen.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein.

Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Skript zu Folge 030: Elektroautos machen Spaß – auch Verfechtern des Verbrenners

Ich bin Sebastian und freue mich, dass du bei der aktuellen Folge des Elektroauto-News.net Podcast eingeschalten hast. In der heutigen Folge setzen wir uns Mal wieder mit der E-Mobilität auseinander. Wie sollte es auch anders sein.

Mittlerweile sind wir bei Folge 30 des Podcasts angelangt. Sozusagen ein kleines Jubiläum. Für mich zunächst als Versuchsballon im Dezember 2018 gestartet hat sich der Podcast als feste Größe im Wochenprogramm unseres Portals etabliert.

War erst einmal geplant zwanzig Folgen aufzunehmen, um dann ein Fazit zu ziehen, habe ich mich dann doch schnell entschlossen zumindest Mal ein komplettes Jahr durch zu ziehen. Und dich, wenn möglich, jede Woche mit einer neuen Folge des Elektroauto-News.net Podcast zu versorgen.

Nachdem die vergangene Woche das e4 Testival am Hockenheimring ein Thema war und wir die Woche zuvor über Brennstoffzellen-Autos gesprochen haben, dreht sich diese Ausgabe alles um den Spaß am Elektroauto. Denn E-Autos sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern können auch Spaß machen. Und genau darauf möchte ich eingehen.

Eigene Erfahrungen sammeln und E-Mobilität erleben

Wodurch lässt sich der Spaß am E-Auto besser belegen, als durch Erfahrungen, welche man selbst gesammelt hat? Durch fast nichts. Daher vorab die Empfehlung, selbst Mal in ein Elektroauto einsteigen, fahren und begeistert sein. Denn in der Tat ist Auto fahren nicht gleich E-Auto fahren.

Über meine eigenen Erfahrungen habe ich hier im Portal sowie im Podcast schon des öfteren berichtet. Dabei ist es ganz egal, ob es nun ein verhältnismäßig kleines Fahrzeug wie der ZOE, Nissan Leaf oder smart war, welchen ich gefahren bin oder eben ein Mitsubishi Outlander, Range Rover Vogue P400e Plug-In-Hybrid als auch zuletzt der Jaguar I-PACE. Jedes dieser Elektrofahrzeuge weiß auf seine ganz eigene Art und Weise zu begeistern.

Hoher Drehmoment von Beginn an

Doch was begeistert mich bei einem E-Auto am meisten? Es gibt verschiedene Antworten auf diese Frage. Sicherlich finde ich es äußerst interessant, dass Elektromotoren einen Wirkungsgrad von mehr als 90% aufweisen und das nahezu im gesamten Arbeitsbereich. Im Vergleich dazu kommen Verbrennungsmotoren maximal auf einen Wirkungsgrad von 40%, allerdings auch nur in einem sehr eingeschränkten Drehmoment-Drehzahlbereich.

Der hohe Drehmoment, bei selbst kleinen Drehzahlen, sorgt dafür, dass Elektroautos bereits aus dem Stand heraus mit hohen Beschleunigungswerten anfahren können. Das Schleifenlassen der Kupplung und mehrmaliges Schalten, wie man es von herkömmlichen Motoren kennt, entfällt vollständig.

Rekuperation erhöht die Reichweite

Strom geben macht daher natürlich noch mehr Spaß, aber auch Bremsen. Denn E-Motoren haben auch den Vorteil, dass diese beim Bremsen elektronisch in einen Generatorbetrieb geschaltet werden können. Die dadurch entstehende Bremsenergie wird dann genutzt, um den Akku aufzuladen.

In der Fachsprache wird dies als “Rekuperation” bezeichnet. Hierdurch ergibt sich in Verbindung mit den hohen Wirkungsgraden ein deutlich geringerer Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu den konventionellen Fahrzeugen.

Sprich, wenn ich bremse gewinnt mein E-Auto an Reichweite. Sicherlich nicht sonderlich viel, aber ein paar Kilometer kommen so im Alltag schon zusammen.

Leise und Wartungsarm im Alltag unterwegs

Zwei weitere Punkte gibt es noch, welche mir Freude und Spaß beim E-Auto fahren bereiten.

Elektroautos sind leise. Dies ist der erste Punkte. Denn im direkten Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren überzeugen E-Fahrzeuge mit einer sehr niedrigen Lautstärke. Selbst beim Fahren mit hohen Geschwindigkeiten, werden Fahrer und Insassen mit einer niedrigen Geräuschkulisse verwöhnt.Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Effekt wegen der zunehmenden Abrollgeräusche noch gegeben, aber nicht mehr ganz so durchschlagend.

Unschlagbar sind dann aber auch die Gesichter Außenstehender, wenn man mit einem Schiff wie dem Mitsubishi Outlander oder Range Rover Vogue P400e Plug-In-Hybrid beinahe lautlos ums Eck rollt.

Der letzte Punkt betrifft die eigene Geldbörse. Denn diese wird durch ein E-Auto geschont. Zumindest in puncto Wartungskosten.

Die Wartungsfreiheit von Elektroautos zeichnet sich schon dadurch aus, dass Baugruppen wie Tank, Benzinpumpe, Öl, Öltank, Auspuffsystem, Anlasser, Lichtmaschine, Starterbatterie, Katalysator sowie Schaltgetriebe gänzlich fehlen. Alles Bauteile, bei denen schonmal kein Schaden auftreten kann.

Auch die Bremsen werden beim E-Auto deutlich weniger beansprucht, da hier die Rekuperation der Bremsunterstützung zum Tragen kommt. Dies wirkt sich wiederum auf die Bremsbeläge und deren Lebensdauer aus. Alleine vom Service-Aufwand und möglichen Folgekosten siegt das Elektrofahrzeug deutlich gegenüber Diesel und Benziner.

Verfechter der E-Mobilität / Erfahrungen aus deren Leben

Aber nicht nur ich selbst habe meine Freude an E-Autos. Auch anderen geht es so: Händlern, Veranstalter und Hersteller. Beispiele hierfür gibt es wahrlich genug.

Louis Palmer lebt E-Mobilität seit gefühlter Ewigkeit

Beginnen wir doch bei Louis Palmer, Gründer der WAVE-Trophy. 2011 mit 23 Teilnehmern gestartet ist die WAVE im vergangenen Jahr auf über 150 Teilnehmer angewachsen, welche bei zwei Rallyes in Österreich und der Schweiz elektrifiziert unterwegs waren.

Das Besondere dabei, es waren nicht nur E-Autos, sondern auch Elektro-Motorräder und E-Bikes am Start. Und wie Louis im Gespräch zu verstehen gab, wird man einige dieser Teilnehmer auch 2019 wieder sehen. Wer eine solche Begeisterung und Freude für E-Autos an den Tag legt wie Louis zeigt wahrlich, wie viel Freude und Spaß E-Autos im Alltag, als auch bei einer E-Rallye machen können.

ZhiDou GreenGo – E-Autos aus China

Aber nicht nur Veranstalter sind von E-Autos in verschiedensten Ausprägungen begeistert. Die Marke ZhiDou GreenGo hat mich mit Jerry Ringshausen ins Gespräch gebracht. Dieser vertreibt in Österreich die E-Fahrzeuge, welche unter einer chinesischen Elektroauto-Marke, welche ihrerseits zur Geely Holding gehört, vertrieben werden.

Trotz dessen, dass die E-Autos aus China kommen, liegt die Lieferzeit gerade einmal bei fünf bis zwölf Wochen. Klar könnte man sagen, dass sind auch ein bis drei Monate, vergleicht man es allerdings mit anderen, gängigen Modellen, erscheinen die ZhiDou GreenGo-Lieferzeiten äußerst human. Und Jerry versteht es zu vermitteln, warum und weshalb die recht kleinen E-Autos von ZhiDou GreenGo Spaß im Alltag vermitteln. Auch hier kann ich dir nur empfehlen in die Podcast-Folge hineinzuhören.

Microlino denkt Verkehr etwas anders

Microlino denkt Verkehr etwas anders. Daher stammt auch der Ursprung des E-Autos, welches eben nicht der zigste SUV ist, sondern ein praktischer E-Flitzer aus der Stadt. Ein E-Auto, welches mit den späteren Kunden entwickelt und weitergedacht wird. Dies gab Merlin Ouboter, einer der beiden Geschäftsführer hinter dem Microlino, in unserem gemeinsamen Interview im Podcast zu verstehen.

Von den Anfängen, über den ersten Prototyp und entsprechende Reservierungen, bis hin zur Entwicklung in Italien und späteren Serienfertigung in Deutschland, haben wir uns ausführlich unterhalten. Und auch Merlin ist einer dieser Kandidaten, der E-Mobilität lebt und seine Freude daran hat.

Allein das Beispiel dieser drei Akteure sollte aufzeigen, dass E-Mobilität Freude entfachen und Spaß machen kann. Egal welche Berührung man mit E-Autos hat. Man muss sich eben nur darauf einlassen.

Verfechter des Verbrenners lassen sich durchaus überzeugen

“Elektromobilität hat nicht nur einen Vernunftfaktor, sondern macht ganz viel Spaß.” – gab erst vor kurzem Skoda-Entwicklungschef Christian Strube in einem Interview mit Autogazette zu verstehen. Die wichtigsten Erkenntnisse seinerseits haben wir in einem Artikel bereits aufgegriffen. Dennoch sollte die eingangs erwähnte Aussage gerade in unserer heutigen Podcast-Folge nicht fehlen.

Für Kunden, die lange Strecken, aber dennoch auch elektrisch fahren wollen, sei ein Plug-in-Hybrid „eine sinnvolle Angelegenheit“, gab Strube im Interview zum Besten. Dennoch sieht auch Strube diesen Antrieb nur als Übergangslösung zu einer Verbrenner-freien Mobilität. Wann die Autowelt so weit sei, ließe sich allerdings noch nicht sagen, meint Strube: „Denn wir befinden uns gerade am Start des E-Mobilitätszeitalters.”

Aber auch echte Verbrenner-Fans wie Oliver Blume, CEO Porsche scheinen sich von der E-Mobilität überzeugen zu lassen. Blume macht dies am ersten eigenen E-Auto von Porsche fest.

Denn, dass sich der Porsche Taycan wie ein echter Porsche fährt, weiß Blume nach seiner Testfahrt auf der Rennstrecke in Italien zu bestätigen. Insbesondere der tiefere Schwerpunkt gegenüber dem Porsche 911, durch die Batterie im Unterboden, wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten aus. Der Taycan liegt hierdurch satter auf der Straße. „Zudem regeln wir fünfmal schneller als ein Verbrenner, haben keine Kupplung und keine Kardanwelle,“ so Blume weiter. In Verbindung mit dem Fahrwerk-Know-how sei dies ein Riesenvorteil für Porsche, vor allem bei der Fahrdynamik in den Kurven.

Welche Argumente gegen E-Mobilität gibt es da eigentlich noch?

Shownotes & Outro

In die Shownotes habe ich dir noch ein paar Links und Ressourcen rund um die Freude an der E-Mobilität gepackt, die dir dabei helfen, das ganze ein wenig zu vertiefen.

Bevor die Folge zu Ende ist, noch eine Bitte. Sollte dir diese gefallen haben, dann freue ich mich über eine Bewertung bei iTunes, Spotify und Co. Oder eben dort, wo du unseren Podcast hörst.

Und nun, bis zum nächsten Mal!

3 Kommentare

  1. Warum kaufen den die Autofahrer diese Autos nicht. Oder sagen wir mal so selten? Diese Argumente müssten bei jedem Autohändler aufgehängt und den Verkäufern an den Rücken geklebt werden.

  2. Anmerkung: Rekuperieren können nicht nur E Autos. Das kann jeder Hybrid auch, dank einem Generator mit Batterie wenn auch nur mit 48 Volt. Dieser Stromgewinn ist nicht so winzig wie dargestellt. Bei einer Passberabfahrt kann ein Diesel einfach “abriegeln“ und braucht dann praktisch keinen Treibstoff. Ein E Auto einschliesslich PHEV kann aber bei der gleichen Strecke spielend 15 KWh zusätzlich in die Batterie einspeisen. Was heisst das in der Praxis? Dieser Fahrer hat unten angekommen gratis ca 7 Liter Sprit mehr im Tank, oder anders gerechnet ein 10 er Euroschein mehr im Geldbeutel. ( Vorausgesetzt dass die Batterie vor Passabfahrt nicht ganz voll geladen ist)
    Folglich ist E Autofahren nicht nur bei Unterhalt und Wartung viel günstiger als ein reiner Verbrenner sonder auch in den Strom und Spritverbrauchskosten. Regional sind auch Steuer- und Versicherungen billiger als bei reinen Verbrennern.

  3. Wir werden in ein paar Jahren über Themen diskutieren wie:

    WLTP-Verbrauch vor Rekuperation: 12-15 kwh/100km
    WLTP-Verbrauch nach Rekuperation: 6-10 kwh/100km

    Akku-Pack 1/2/3 für ein Fahrzeug (modular zu Hause in der Garage nachrüstbar)

    Anhänger und Auto als jeweils bidirektionale Lade-Konfiguration
    Akku-Packs im Kleinanhänger, Wohnwagen, mobile Ladestationen auf Volksfesten etc.

    Laden über Fahrbahn
    Laden über Konduktion
    Laden über Induktion

    Reichweiten von 2000 oder 3000 km

    Anmerkung: Der Verbrenner ist mausetot!!!

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