Europas Elektroautomarkt: Top 10 Plug-In-Hybride bis Oktober 2019

TOP 10 PHEV bis Oktober 2019

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Vergangenen Samstag habe ich bereits einen Blick auf Europa riskiert. Ein Europa, welches im Oktober 2019 auf eine ruhigere Phase der Elektroauto-Märkte zurückblickt. Dennoch sollte dies keineswegs als einleitendes Zeichen für einen Rückgang des Marktes zu deuten sein. Vielmehr als Verschnaufpause auf dem Weg für 2020 richtig Fahrt aufzunehmen. Insbesondere Plug-In-Hybride werden hierbei eine entscheidende Rolle spielen.

Automobilhersteller setzen 2020 auf Plug-In-Hybride-Offensive

Plug-In-Hybride werden wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der Erreichung der durchschnittlichen CO2-Flottenziele für Automobilhersteller spielen, die daran interessiert sind, so profitabel wie möglich zu bleiben. Daimler hat am Kapitalmarkttag Mitte November angekündigt, die CO2-Ziele für 2020 mit 50.000 PHEVs zu erreichen. Für 2021 geht man gar von einer Verdreifachung des Absatzes auf 150.000 Einheiten aus. 50.000 Plug-In-Hybride für 2020 war auch die Zahl, die Jürgen Stackman, Leiter Marketing und Vertrieb der Marke Volkswagen, Automobil-Analyst Matthias Schmidt gegenüber erwähnt hat.

Erst am gestrigen Donnerstag gab Volvo zu verstehen, dass man die Produktionskapazität der Plug-in-Hybride verdreifacht. Im Jahr 2020 hat man sich auf die Fahne geschrieben 20 Prozent des Gesamtumsatzes durch Plug-In-Hybride zu erwirtschaften. Teils getrieben durch die CO2-Flottenziele, teils aber auch durch die entsprechende Nachfrage am Markt. Dies offenbart bereits ein Blick auf die Top 10 an Plug-In-Hybride, welche bis Oktober 2019 in Europa abgesetzt wurden. Drei Modelle davon waren ein Volvo.

Top 10 Plug-In-Hybride-Zulassungen bis Oktober 2019

In unserem Artikel Absatz von PHEV doppelt so stark gewachsen wie E-Auto-Absatz in 10/2019 haben wir bereits berichtet, dass es Mitsubishi bis Oktober 2019 auf 145 Neuzulassungen bei E-Autos sowie um die 28.350 bei Plug-In-Hybride gebracht hat. Der Mitsubishi Outlander PHEV ist hierbei das Modell, welches sich für den starken PHEV-Absatz der Marke auszeichnet. Und auch mit deutlichem Vorsprung die TOP 10 der PHEV-Zulassungen anführt. Insgesamt brachte man es auf einen PHEV-Marktanteil von 19,6 Prozent.

Die darauf folgenden Modelle MINI Countryman mit 10.760 Einheiten sowie die BMW 2er-Serie mit 10.470 Einheiten brachten es im Vergleich zum Outlander gerade einmal auf 7,5 beziehungsweise 7,3 Prozent Marktanteil. Darauf folgen weitere PHEV-Modelle, welche sich mit nicht allzu großem Abstand dahinter einreihen. Auf die 2er-Serie von BMW folgen die PHEV der 5er-Serie mit 9.500 Einheiten und 6,6 Prozent Marktanteil.

Dann kommt bereits der erste Volvo in Form des XC60 welcher es auf 8.940 Einheiten bringt. Auf Platz neun und zehn des Rankings dann mit dem V60 (5.420 Einheiten) und dem XC90 (5.120 Einheiten) zwei weitere Plug-In-Hybride der Schweden. Zu dritt nehmen die Volvo-PHEV einen Marktanteil von 13,5 Prozent für sich in Anspruch. Zwischen XC60 und V60 reihen sich allerdings noch der KIA Niro (7.920 Einheiten), Mercedes E-Klasse (6.380 Einheiten) sowie Range Rover mit 5.630 teilelektrifizierten Einheiten ein.

Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report October 2019

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Mit Hinblick auf das „Klima“ nicht besonders gut, wenn man einmal annimmt, dass die meisten Käufer dieser ladbaren Hybrids, keine Lademöglichkeit zuhause haben (… sonst würden sie doch einen Voll-elektrischen wählen, oder nicht?) und daher meist mit Benzin fahren werden.
Daher: 1. stärkere Subventionierung für Installation von Ladestationen „zuhause“, d.h. auch in Wohnanlagen 2. geringere Subvention von Hybriden im Vergleich zu vollelektrischen e-Autos 3. rasche Einführung der CO2 steuer (muss im Benzinpreis spürbar sein)

Ich würde vermuten, dass es sicherlich Käufer gibt die sagen: Im Alltag (die meisten Pendeln vielleicht maximal 50km am Tag) fahre ich größten Teils elektrisch. Aber ich will auch bei Bedarf wie bisher 800km und mehr in den Urlaub fahren so wie bisher auch. Vor dem Gesichtspunkt macht die Anschaffung schon Sinn. Im Alltag fahre ich günstig elektrisch, aber auf langen Strecken muss ich mich nicht umgewöhnen und kann Sprit tanken wie bisher.

Die schwarzen Schafe gibt es aber bestimmt auch. Aber das müssen Dienstwagen sein. Als Privatmann gebe ich doch nicht zig Tausend Euro mehr für einen Hybrid aus und nutze es dann nicht.

Das sehe ich anders, bin seit 8Mon Besitzer eines Outlander PHEV. Ich habe exakt dieses Model gewählt da ich Besitzer einer PV- Anlage bin und somit meinen PHEV hauptsächlich mit eigenem grünem Strom betanke. Für einen BEV reicht meine Anlage (8,1KWp + 10KW Speicher) bei weitem nicht aus !
Aktueller Stand 9980km gefahren, 446L getankt, 1139kW geladen (73% Solar) ergibt einen Gesamtverbrauch von 4,47L/100km. Im Vergleich zu meinem vorherigen Modell Ford S-Max über 50% Benzineinsparung bei 0% Nutzwerteinschränkung! Fahre jetzt allerdings deutlich verbrauchsbewußter.

Ich liebe meinen Outlander phev mit 2.5 Liter Durchschnitt auf 30000 km dank der Anhängerkupplung brauch ich auch keine Angst haben mit meinem Wohnanhänger jährlich in den Urlaub zu kommen. Und im Alltag fahr ich 100% Elektrisch mit der Kraft der Sonne

Hybride verlängern nur die Ölreserven. Am Ende werden wir trotzdem 100% des vorhandenen Öls verbrennen. Das ist einfach keine richtige nachhaltige Alternative.

Hybride bewirken bei 99% der Leute kein Umdenken ihrer Fahrweise. Ihre Autos werden nie einen Stromstecker sehen. Solange der Diesel/das Benzin noch so günstig ist wird bei 99% immer die bequeme Art gewählt und diese ist mit dem Verbrennermotor fahren. Dann gibt es keinerlei Umstellung im Alltag. Der Mensch verlässt nur äusserst ungern den Status Quo. Mit dem Hybrid kann er den Status Quo ohne Probleme beibehalten. Am Ende wird doch wieder Alles Öl verbrannt.

Die Autofirmen brüsten sich mit der Einhaltung der gesamten Grenzwerte. Alles Paletti. Eigentlich ist es aber nur Selbstbetrug. Es mindert ausserdem die Innovationsfähigkeit der Autohersteller. Schade dass uns die Möglichkeit genommen wird uns zu verändern.

Ich verfolge den Outlander PHEV schon lange. Ist an sich ziemlich genau das Konzept, das ich suche. Hoher Sitz, lokal fast ausschliessliche mit Strom, trotzdem langstrecken-fähig, nicht übermässig breit (!) und auch Anhängerkupplung. Und ja, ich kann zuhause laden, habe sogar noch eine PV-Anlage auf dem Dach.
Wenn er mich optisch nicht immer an eine Badewanne erinnern würde, hätte ich ihn schon lange gekauft. Aber das ist ja nicht durch das Konzept bedingt und liesse sich eigentlich ändern.

Auch wenn Plug-In-Hybride (PHEVs) wegen des erhöhtem Gewichts und dem zusätzlichen Wartungsaufwand für den Verbrennungsmotor, Nachteile gegenüber reinen BEVs haben, sind Sie doch für viele Autofahrer eine gute Übergangslösung bis die Ladeinfrastruktur und Batteriekapazität soweit optimiert wurden, dass auch Langstrecken problemlos und OHNE vorherige Planung mit den BEVs zurückgelegt werden können.
In Abhängigkeit des persönlichen Nutzungsprofils, ist dieser Zeitpunkt früher oder später erreicht.
Zunächst werden wohl auch einige auf Plug-In wechseln um den günstigeren Steuersatz für FirmenPKWs nutzen zu können.
Ich persönlich fahre einen i3 (60Ah) ohne Range Extender. Das Auto meiner Frau (Verbrenner) verwenden wir nur noch für Fahrten über 100km – zum Glück kommt das sehr selten vor 🙂
Zweifler werden durch Nutzung von PHEVs vielleicht überzeugte Elektrofahrer und beim nächsten Auto dann zu einem reinen BEV greifen.
Ich denke Sie haben Ihre Daseinsberechtigung und glaube, dass der Mehrverbrauch durch das erhöhte Gewicht durch den Anteil an rein elektrischen Fahrten im Durchschnitt mehr als aufgehoben werden wird.

Ich habe mir nach einem überzeugenden Probefahrt-Wochenende einen Mercedes-Benz E 300 de T als neuen Geschäftswagen bestellt. Diese Diesel-Hybrid ist wie maßgeschneidert für mich. Fahrt zur Arbeit 15 km einfach, d.h. ich kann bei normalen Arbeitstagen rein elektrisch fahren. Zuhause wird mit PV-Anlage und 10 kWh Speicher geladen oder eben in der Firma kostenlos. Die längeren Strecken zu Geschäftsterminen oder am Wochenende oder im Urlaub mit dem Langstrecken-Diesel deutlich sparsamer als beim Benzin-Hybrid. Dann mit R33-Diesel betankt, der 20% weniger CO2 ausweist und schon leiste ich persönlich einen nennenswerten Beitrag zur CO2-Reduzierung ohne mich einschränken zu müssen.
Als Nebeneffekt in Großstädten wie München oder Berlin, wo ich öfters privat bin, einfacheres und oft kostenfreies Parken auf entsprechenden Parkplätzen mit Ladesäulen. Bin noch nie so bequem und mit gutem Gewissen Auto gefahren und die E-Klasse ist einfach super (Komfort, Sicherheit, Ökologie).

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