Das erwartet Tesla von der Zukunft – ein Ausblick

Tesla Ausblick in die Zukunft - das ist geplant
Tesla

Mit der Veröffentlichung des IV. Quartalsberichts für 2018 wagt Tesla nicht nur einen Rückblick auf das vergangene Jahr, sondern gestattet auch einen Ausblick in die Zukunft. Welcher sicherlich noch relevanter für den langfristigen Erfolg des Automobilherstellers sein wird.

Produktionsrate des Model 3 soll weiter steigen / Bruttomarge stabil auf 25% gehalten werden

Priorität hat für Tesla der Ausbau beziehungsweise die Steigerung der Produktionsrate des Tesla Model 3. Im Laufe des Jahres 2019 soll diese schrittweise weiter wachsen und bis zum Jahresende eine anhaltende Rate von 7.000 Einheiten pro Woche erreichen. Man plant damit die Produktion des Model 3 2019 auf voller Produktionsrate zu fahren.

Gemeinsam mit der neu entstehenden Gigafactory in China will man bis Ende 2019 10.000 Fahrzeuge pro Woche (nachhaltig) produzieren; 7.000 in den USA, 3.000 in China. „Vorbehaltlich unerwarteter Herausforderungen mit der Gigafactory Shanghai streben wir zwischen dem vierten Quartal 2019 und dem zweiten Quartal 2020 eine jährliche Model-3-Produktion von über 500.000 Einheiten an, heißt es hierzu im Quartalsbericht.

Während die Anzahl der produzierten Model-3-Fahrzeuge im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal steigen sollte, werden die Auslieferungen in Nordamerika im ersten Quartal geringer sein, als im Vorquartal. Begründet wird das damit, dass die Fahrzeuge erstmals nach Europa und China ausgeliefert werden.

Die Auslieferung in die nicht heimatlichen Märkte werden dazu führen, dass eine Differenz zwischen Produktions- und Absatzrate erwartet wird. Für das Model S und X geht man davon aus, dass die Absatzzahlen im ersten Quartal 2019 leicht unter dem ersten Quartal 2018 liegen werden. Ausschlaggebend ist hierbei sicherlich die planmäßige Reduzierung der bundesweiten EV-Steuergutschrift zum 1. Januar 2019.

Für das Model 3 hat man sich zum Ziel gesetzt eine Bruttomarge von 25% in 2019 zu erreichen. Signifikante Kostensenkungen in Kombination mit einer besseren Fixkostenabsorption und einem sorgfältigen Management sollen dies gewährleisten. Für das Model S und X möchte man an der derzeitigen Bruttomarge festhalten.

Umsätze von stationären Tesla-Batteriespeichern sollen steigen

Die Energieerzeugungs- und Speicherumsätze sollten 2019 deutlich steigen, vor allem aufgrund des Batteriespeichergeschäfts. Man erwarte, dass die Zahl nachrüstbarer Solarsystemen im ersten Quartal saisonbedingt leicht unter dem Wert des vierten Quartals liegen wird. Die Bruttomarge des Energiegeschäfts sollte allerdings wachsen, da sich die Energiespeichermarge gegenüber dem derzeitigen Niveau weiter verbessert hat.

Dienstleistungs- und Sonstige Geschäfte wachsen weiter / Kosten sollen sinken

Tesla zeigt sich zuversichtlich, dass die Dienstleistungs- und Sonstiges Geschäft weiter wachsen werden. Was vor allem am prognostizierten Gebrauchtwagenabsatzes im Jahr 2019 festgemacht wird. Auch in diesem Bereich wird die Verbesserung der Bruttomarge angepeilt. Für das Unternehmen steht fest, dass die Betriebskosten 2019 um weniger als 10% steigen werden, was angesichts des Umsatzwachstums im Jahr 2019 zu einer massiven Hebelwirkung führen wird.

Positiv hat sich auch die Tatsache ausgewirkt, dass etwa 70% der Model-3-Kunden ihr Fahrzeug ohne Probefahrt gekauft haben. Einen Weg, den man weiter verfolgen möchte, um neben laufenden Automatisierungsprojekte die Kosten spürbar zu senken.

Man gehe zudem davon aus, dass die im ersten Quartal ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen die Kosten jährlich um rund 400 Millionen US-Dollar senken werden. Die Lücke zwischen Produktion und Lieferung im ersten Quartal wird zu einem vorübergehenden, aber vorhersehbaren Einbruch im Geschäft führen. Daher erlegt sich Tesla für das I. Quartal lediglich das Ziel auf einen positiven Abschluss zu erzielen.

45 bis 65% Wachstum in 2019 geplant

Insgesamt erwartet man bei Tesla für 2019 360.000 bis 400.000 Auslieferungen zu erreichen. Vergleicht man dies mit dem vergangenen Jahr 2018, entspricht dies einem Wachstum von rund 45% bis 65%. In jedem Quartal nach dem ersten Quartal 2019 geht man bei Tesla von einem positiven Ergebnis aus, sowie einem positiven Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Investitionen). Investieren wird man im Jahr 2019 rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Wobei diese zum überwiegende Teil auf den Ausbau der eigenen Kapazitäten und die Entwicklung neuer Fahrzeuge entfallen wird.

Des Weiteren sollen damit die Hauptprojekte wie Gigafactory Shanghai, Model Y und Tesla Semi Truck weiterentwickelt werden. Zum Model Y gab Tesla zu verstehen, dass sich dieses etwa 75 % seiner Komponenten mit Model 3 teilt. Dies wirkt sich entsprechend auf die Kostenstruktur des Fahrzeugs aus und erlaubt es schneller zur Serienreife zu bringen.

Quelle: Tesla – Pressemitteilung vom 31. Januar 2019

3 Kommentare

  1. Hallo Sebastian

    In den letzten beiden Quartalen hat Tesla jeweils rund 90.000 Autos verkauft. Das sind 360.000 annualisiert. Die Prognose für 2019 (laut Tesla) lautete jedoch für 360.000 bis 400.000 Autos.

    Das ist ein sequenzielles Wachstum zwischen null und 11%, verglichen mit der Ausstiegsrate von 2018.

    Wie kommst Du darauf dass Tesla bis 65% dieses Jahr wachsen wird?

  2. tja, das ist eben eine Firma. warum auch soviel exportieren wenn es für den heimischen markt kaum reicht. Marktanteile in einem Inlandmarkt von über 50% ist immer positv. die Entschuldigung: wir arbeiten zu 80% für china und Fernost und können auf den heimmarkt verzichten ist hochtrabend und tödlich.

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