Elektrotransporter StreetScooter wird bidirektional und CCS-ladefähig

StreetScooter

Der Aachener Elektronutzfahrzeughersteller StreetScooter und die Broedersdorff & Koenzen GmbH haben eine Kooperation im Bereich bidirektionales Laden bekanntgegeben. Demnach fanden Anfang Mai die abschließenden technischen Abstimmungen zur Implementierung des CCS-biDirect Ladesystems statt. Dabei wurden letzte offene Fragen zum Einbindung der CCS-Buchse in die StreetScooter-Karosserie geklärt.

Gemeinsames Ziel ist es, die neue bidirektionale Ladetechnologie nach CCS-Standard in die StreetScooter-Fahrzeuge zu integrieren. Das wäre ein großer Schritt für CCS. Denn bidirektionales Laden vermochten bislang nur Fahrzeuge, die mit dem japanischen Chademo-Standard mit einem Gleichstrom-Lader verbunden werden, etwa der Nissan Leaf.

Die von Broedersdorff & Koenzen und der Hochschule Osnabrück gemeinsam entwickelte bidirektionale Gleichstromladesäule mit autarker intelligenter Ladesteuerung geht aus dem F+E Vorhaben „lokSMART Jetzt!“ hervor. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Smart Grid Anwendungen zu entwickeln und frühzeitig in die konkrete Umsetzung zu bringen. Bidirektionales Laden zwischen einem stationären Pufferspeicher und der Fahrzeugbatterie ermöglicht die effiziente Bewirtschaftung eines Elektrofahrzeugs als Energiespeicher. Zuletzt stellte das Förderprojekt die bidirektionale DC-Ladesäule auf der Hannover Messe vor. Die Markteinführung der Säule ist für September 2019 avisiert.

Geld verdienen mit Elektroautos

Das biDIRECT-System kann mit jedem bestehenden Hochvoltspeicher kombiniert werden. In „lokSMART JETZT!“ kommen sowohl TESVOLT-Speicher als auch individuell gefertigte Hochvoltspeicher zum Einsatz. Zudem kann bei der Auslegung einer neuen Anlage der Stationärspeicher kleiner dimensioniert werden, was erhebliche Investitionskosten spart. Insbesondere für Flottenkunden, die auf den Einsatz von erneuerbaren Energien setzen, entstehen große Einsparpotenziale durch die Steigerung des Eigenverbrauchsanteils bzw. durch einen höheren Autarkiegrad.

Gleichzeitig werden automatisch Lastspitzen ausgeregelt und so die Verteilnetze entlastet. Mit diesem V2G-System ist auch die Teilnahme am Regelenergiemarkt technisch darstellbar – das Münchner Technologieunternehmen The Mobility House etwa setzt einen Nissan Leaf im Primärenergieregelmarkt ein und erwirtschaftet mit dieser Anwendung gut 20 Euro pro Woche, was aufs Jahr gerechnet 1000 Euro ausmacht.

Besonders energieintensive Unternehmen und Handwerksbetriebe können von bidirektionalen Ladesystem profitieren. Neben laufenden Feldtests wird das System in die Lieferfahrzeugflotte des Elektropioniers “Ihr Bäcker Schüren“ in Hilden implementiert und im gewerblichen Umfeld erprobt. Ziel ist es, das System nach Abschluss des F+E-Vorhabens in die Serienanwendung zu überführen.

Quellen: StreetScooter – Pressemitteilung // lokSMART // Electrive – StreetScooter werden bidirektional & CCS-ladefähig

2 Kommentare

  1. ich als physiker halte die von der bundesregierung , verordnete akkubetriebene emobilität für ökolgischen schwachsinn, die vollkommen zu lasten der Entwicklungsländer geht ,aber gott sei dank machen diesen unnsinn andere länder nicht .

  2. als Physiker ist es natürlich möglich seine Meinung kundzutun. Jedoch spiegelt die Meinung eines Menschen nicht die Meinung vieler wieder.
    Keiner verordnet Menschen dazu mit Wasserstoff, LPG, Akku oder Dieselbetriebenen Fahrzeugen zu Fahren. Jeder kann hier frei auswählen. Ich fahre einen 2,7 Liter Diesel, und der passt zu meinem Fahrerprofil. in ca. 10 Jahren ändert sich dieses Profil, und ich könnte mir vorstellen ein M3 von Tesla zu Fahren. Verpflichtet werde ich aber zu nichts. Die Entwicklungsländer werden sich dank Speicher und Solarer Energien zu Großen Stromexporteuren mausern. In 10 Jahren wird sich viel geändert haben auf der Welt.

    und pauschal aus Ihrer Sicht von unsinn zu reden ist nicht zielführend. für wen das mehr oder weniger sinn macht ist hier schwer zu beurteilen. Durch Stellenabbau in der Deutschen Industrie kann zumindest ein kleiner Teil des Fachkräftemangels behoben werden, das ist schon mal gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.