Elektroauto VW ID.3 wird ab Herbst 2020 auch in Dresden montiert

VW montiert den ID.3 in Dresden

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Volkswagen verstärkt seine E-Offensive: Der ID.3 wird neben dem Fahrzeugwerk Zwickau auch in der Gläsernen Manufaktur in Dresden montiert. Das hat Gunnar Killian, Personalvorstand der Volkswagen AG, während einer Betriebsversammlung in Dresden mitgeteilt. Der ID.3 ist das erste Modell neuester Generation, das Volkswagen im Rahmen seiner weltweiten E-Offensive auf die Straße bringt.

Die Gläserne Manufaktur, wo zuletzt das Elektroauto e-Golf und zuvor die Luxuslimousine Phaeton produziert wurde, soll als Center of Future Mobility weiterentwickelt werden. Dort sollen innovative Technologien zusammen mit Partnern aus der Industrie und Startups entwickelt und erprobt werden. Die Fortführung neuer Geschäftsfelder wie der funktionalen Erprobungsstation wird forciert. Die Auslieferung von Fahrzeugen soll deutlich gesteigert, der Standort als attraktive Besucher-und Kundendestination gestärkt werden.

„Mit der Entscheidung, die ID. Familie nach Dresden zu bringen, ist der Standort in Sachsen zukunftsfest. Die Beschäftigtenzahl bleibt stabil. Wir erhöhen zugleich das Tempo bei der Elektromobilität. Wir brauchen die Manufaktur als wichtiges Schaufenster, um unsere Kunden bei der Elektromobilität und Digitalisierung mitzunehmen.“ – Gunnar Killian, Personalvorstand der Volkswagen AG

Thomas Aehlig, Betriebsratsvorsitzender der Gläsernen Manufaktur, nennt die Montage des ID.3 ab Herbst 2020 „eine sehr gute Nachricht für die Mannschaft“. Der Standort habe damit eine nachhaltige Beschäftigungssicherung der Stammbelegschaft und eine positive Zukunftsperspektive erreicht. Damit die Produktion des ID.3 wie geplant starten kann, sei in den kommenden Wochen und Monaten eine umfassende Qualifizierung der Belegschaft notwendig.

„Die Unsicherheit nach dem Ende des Phaeton hat nun ein Ende gefunden. Mit der vorübergehenden e-Golf-Montage hat sich die Dresdner Mannschaft hervorragend auf die Zukunft der E-Mobilität vorbereitet und ist bestens gerüstet für unsere ID. Familie. Damit wird der Standort nachhaltig ausgelastet, und die Beschäftigung ist sicher. Dafür haben wir uns als Gesamtbetriebsrat in den letzten Jahren immer wieder stark gemacht.“ – Jens Rothe, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen Sachsen

Nach Zwickau steht Dresden also als weiterer Montage-Standort für den ID.3 in Deutschland fest. Im Herbst 2020 sollen dort die ersten Fahrzeuge auf Basis des Modularen Antriebs-Baukastens (MEB) vom Band laufen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch der Einsatz anderer Modelle der ID. Familie denkbar.

Um die Gläserne Manufaktur zukunftsfähig auszurichten ist ferner geplant, neue Geschäftsfelder in den Bereichen Fahrzeugauslieferung, Insourcing sowie das funktionale Erproben von Fahrzeugen im Dreiländereck Polen, Tschechische Republik und Deutschland auf- beziehungsweise auszubauen. Besonders der Auslieferungsstandort Dresden wird mit dem gezielten Fokus auf Elektrofahrzeuge ausgeweitet. Derzeit werden pro Jahr rund 1300 Fahrzeuge an Kunden aus Deutschland übergeben. Diese Zahl soll in den nächsten Jahren signifikant gesteigert werden. Damit wird für rund 380 Mitarbeiter die Beschäftigung gesichert.

Genau zwei Wochen vor der Mitteilung zur Entscheidung für Dresden startete die Serienproduktion des ID.3 im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Konzernchef Dr. Herbert Diess in Zwickau. Der Konzern plant, bis 2029 bis zu 75 reine E-Modelle und dazu etwa 60 Hybridfahrzeuge auf den Markt zu bringen. Bis 2029 will Volkswagen konzernweit rund 26 Millionen Elektrofahrzeuge verkaufen und dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen. Rund 33 Milliarden Euro will der Konzern allein für die Elektromobilität ausgeben.

Die Gläserne Manufaktur wurde bereits in den vergangenen Monaten durch innovative Geschäftsfelder wie den „Future Mobility Incubator“, dem Startup-Gründerprogramm von Volkswagen, und den „Future Mobility Campus“, ein Lernlabor für Aus- und Weiterbildung, die Ausweitung der Fahrzeug-Auslieferung, das Testfeld für die Produktion 4.0 sowie das „Software Development Center Production“ zukunftsfähig ausgerichtet. Diese erfolgreiche Transformation soll nun mit Hochdruck weiter vorangetrieben werden.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 18.11.2019

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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