ElectReon lädt Renault Zoe während der Fahrt induktiv auf

Copyright Abbildung(en): ElectReon

Das israelische Unternehmen ElectReon Wireless hat einen Renault Zoe erfolgreich während der Fahrt induktiv aufgeladen. Während des Tests auf einem 20 Meter langen Abschnitt mit eingebetteten Spulen in einem Straßenabschnitt in der Küstenstadt Beit Yanai in Israel hat ElectReon eine Energieübertragung von 8,5 kW mit einem Wirkungsgrad von mehr als 91 Prozent nachgewiesen. Das Unternehmen geht davon aus, bei weiteren Tests in den kommenden Wochen die Leistung auf mehr als 15 kW steigern zu können.

ElectReon Wireless gibt an, dass die in Israel erzielten Ergebnisse einen wichtigen Meilenstein im Hinblick auf ein großangelegtes öffentlich-privates Testprojekt in Schweden darstellen. Mithilfe der ElectReon Wireless-Technologie soll dort eine 1,6 km lange Teststrecke eingerichtet werden. Auf der Fahrt zwischen dem Flughafen und dem Stadtzentrum von Visby an der Westküste der schwedischen Ostseeinsel Gotland sollen künftig Elektroautos induktiv laden können. Das Budget für das Projekt beläuft sich auf 116 Millionen schwedische Kronen (rund 11 Millionen Euro). Der Projektstart ist für November dieses Jahres geplant.

Mit seiner Technologie, die das Laden von Elektroautos während der Fahrt über in die Fahrbahn eingebettete Spulen ermöglicht, hat sich ElectReon zu einem Innovationstreiber im Bereich des induktiven Ladens entwickelt. Die Spulen sind für die Verkehrsteilnehmer unsichtbar acht Zentimeter unterhalb der Fahrbahnoberfläche eingebettet und werden nur aktiviert, wenn ein Elektroauto über sie hinweg fährt. Die Lösung ist mit allen Arten von Elektrofahrzeugen kompatibel, einschließlich Busse und LKWs. Die notwendigen Teile, die in einem PKW fürs induktive Laden erforderlich sind, sollen weniger als zwölf Kilogramm wiegen.

ElectReon habe auch bereits damit begonnen, seine Technologie in zwei Elektrobussen und einem Schwerlast-LKW zu installieren. Das Upgrade des Lkw soll im Dezember abgeschlossen sein, bevor im ersten Quartal 2020 Testfahrten in Schweden geplant sind. Die Busse werden voraussichtlich im Februar 2020 fertig sein und im April 2020 auf Straßen in Schweden und in Tel Aviv in der Nähe der Universität getestet.

ElectReon Wireless ist bereits an mehreren Kooperationen mit seiner induktiven Ladetechnologie beteiligt. Im Sommer 2018 gaben die Israelis eine Partnerschaft mit der Herstellerallianz Renault-Nissan-Mitsubishi bekannt. Weitere Partnerschaften wurden unter anderem mit dem israelischen Busunternehmen Dan und dem französischen Unternehmen Hutchinson geschlossen.

Quellen: Globes – ElectReon soars on successful electric road trial // NoCamels – Israel’s electreon wants to transform global transport with wireless smart road tech

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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1,6 km Teststrecke für 11 Mio. Euro. Das sind 6.875€ pro Meter Teststrecke.
Laut Finanzministerium NRW kostete 2014 1 Meter Straße den Steuerzahler in NRW 11.300€.
Quelle: rp-online.de/nrw/landespolitik/nrw-was-kostet-eigentlich-ein-meter-strasse_aid-19935783

Insofern scheint es eine zumindest finanziell realisierbare Variante.

Ich gehe davon aus, dass die Teststrecke auf einer bereits existierenden Straße gebaut wird, insofern stimmt ihre Rechnung nicht.

Und wie oft werden die deutschen Autobahnen und sonstige Straßen aufgerissen um einen neuen Belag drauf zu ziehen ? In diesem Zusammenhang dann „ein paar Drähte verstecken“ sollte mit geringem Aufwand machbar sein. Die Fahrt mit dem E-Auto zur Autobahn wäre locker möglich, die Langstrecke auf der Autobahn ohne lange Pausen fürs Laden durchführbar und man verlässt die Autobahn mit vollem Akku. Das halte ich für eine Lösung die auch kleinere Akkukapazitäten erlauben und damit günstigere E-Autos ermöglichen.

Und mit welcher Geschwindigkeit ist das Auto gefahren?
Könnten die Kondensatoren genutzt werden um eine Batterie zu laden?
Wieviel Energie können die Kondensatoren speichern?
Aus welchen Materialien bestehen sie und mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Braucht man dann überhaupt noch Batterien?

Kondensatoren spielen bei dieser Technik keine Rolle. Schauen Sie sich zum besseren Verständnis am besten erst einmal folgendes Video an:
https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=GNPXLk9ILgw

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