e.GO Mobile plant 2021 mit Umsatz in Milliardenhöhe – 2023 sollen 100.000 Autos im Jahr produziert werden

e.GO nimmt Fahrt auf
e.GO Mobile AG

In einem Interview mit dem Handelsblatt (Paywall) hat sich der Aachener Professor Günther Schuh über den aktuellen Stand seines Projektes e.Go ausgelassen. Bereits im Oktober haben wir berichtet, dass sich der e.Go Life verzögert und Auslieferungen frühestens im April 2019 beginnen. Dies hat Schuh bestätigt.

April 2019 steht als Zeitpunkt der Markteinführung des e.GO Life

Eigentlich war vorgesehen, das erste Serienfahrzeug des Start-ups ab November 2018 in der Version e.GO Life 60 First Edition zu produzieren und ab Dezember 2018 auszuliefern. Der Prozess für die allgemeine Fahrzeugzulassung (Homologation) mit den neuen Komponenten sei gut im Zeitplan, die neue Fabrik in Aachen Rothe Erde sei weitgehend betriebsbereit. Ausgelöst durch den Dieselskandal hätten sich aber die Corporate Governance Regeln vieler weiterer Zulieferer geändert, wodurch sich die Produktion des e.Go Life abermals verzögert hat.

Schuh sieht die Produktion des e.Go Life gar nicht als Herausforderung, sondern den richtigen Verkaufspreis zu finden. „Die eigentliche Kunst ist doch, Elektromobilität so anzubieten, dass sie nicht teurer ist als der normale Verbrennungsmotor“, einen Ansatz den e.Go Mobile mit dem eigenen E-Auto umsetzen möchte. So hält Schuh weiterhin an der Aussage des Unternehmens „Elektromobilität ohne jegliche Abstriche oder Aufpreise“ fest.

e.Go Life: 104 km Reichweite ab 16.000 Euro

Der e.Go Life startet, je nach Ausstattungsvariante, bei knapp 16.000 bis knapp 20.000 Euro. Bekanntermaßen handelt es sich um ein eher kleines E-Fahrzeug, welches mit 3,3 Meter Länge und einer Breite von 1,7 Meter aufwarten wird. Dennoch sind vier Sitzplätze vorgesehen und neben dem Gewicht mit Batterie von 850 bis 880 Kilogramm, können bis zu weitere 350 bis 420 Kilogramm an Gewicht transportiert werden.

Rein elektrisch soll das E-Fahrzeug im realen  Stadtbetrieb 104 km (mit 14,9-kWh-Batterie) bis maximal 158 km (mit 23,9-kWh-Batterie) unterwegs sein. Bei 114- bis 135 km/h wird sich die Maximalgeschwindigkeit des E-Autos bewegen. Von null auf 50 Stundenkilometer braucht der e.GO Life 7,7 bzw. 3,4 Sekunden. Zum Laden an der Haushaltssteckdose sollte man 5,4 bis 9,4 Stunden einkalkulieren. Mit einem Typ 2-Stecker sind es 3,8 bis 6,9 Stunden.

Dass diese technischen Daten des E-Autos aus Aachen zu überzeugen wissen, zeigt sich unter anderem dadurch, dass man noch vor Beginn der Serienfertigung die zu fertigende Serienstückzahlen verdoppeln wird. Und Geld wird man bereits in der ersten Generation des Elektroautos verdienen, so zumindest die Aussage von Schuh.

Erste Jahresproduktion des e.Go Life bereits verkauft

Bislang liegen 3.200 Bestellungen für den e.Go Life vor. Genauso viele Bestellungen wie das Unternehmen zunächst Fahrzeuge produzieren kann. Sollte man heute seinen e.Go Life bestellen, wird man bis 2020 mit der Auslieferung warten müssen.

e.GO Mobile wird sich auch künftig auf den urbanen Raum fokussieren und Fahrzeuge mit überschaubarer Reichweite anbieten. Trotz diesem Nischenansatz sieht Schuh das Potenzial 400.000 Autos zu verkaufen. Bis 2021 sei daher angepeilt zum Milliarden-Unternehmen zu werden. “In 2023 machen wir vier Milliarden Euro Umsatz und bauen 100.000 Autos im Jahr.” Als Schlüssel für den Erfolg von e.GO Mobile sieht Schuh, dass man bei dem Startup trotz großer Ziele realistisch bleibe. “Alle glauben, dass die Batterie morgen billiger wird. Aber das wird nicht passieren, es geht physikalisch nicht. Das sind Naturgesetze”.

Und dennoch wagt das Team um Schuh einen Blick über den Tellerrand und konzentriert sich auf weitere Fahrzeuge und Alternative Antriebstechnologien. So sollen unter anderem ein autonomer Kleinbus und Wasserstoff-Systeme in der Pipeline stehen. Bald werde es zudem einen ersten Ausblick auf das “Silent Taxi” geben, bei dem es sich um ein Luft-Taxi handeln soll.

Quelle: Ecomento.de – e.GO Mobile: “2023 machen wir vier Milliarden Euro Umsatz und bauen 100.000 Autos im Jahr”

2 Kommentare

  1. Ja, aber gut, dass jemand diese Nische in Angriff nimmt. Und positiv, dass es jetzt einige Startups für e-Autos in Deutschland gibt (siehe auch Sono-motors).

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