e.GO Life weiterhin hinter Zeitplan – bis Weihnachten “nur” 500 E-Autos ausgeliefert

e.GO Life weiterhin hinter Zeitplan - bis Weihnachten "nur" 500 E-Autos ausgeliefert

Copyright Abbildung(en): e.GO Mobile AG

Richtig rund scheint es bei der e.GO Mobile AG nicht zu laufen. Ursprünglich war geplant 4.300 E-Autos bis Ende des Jahres auszuliefern. Bis Weihnachten 2019 konnte man das 500 Kundenfahrzeug ausliefern. Damit liegt man deutlich unter der Zielmarke, welche man sich im Frühjahr gesetzt hat. Diese wurde zwar auf 600 E-Fahrzeuge bis Ende 2019 verringert. dennoch ist fraglich, ob diese erreicht werden kann.

Leicht hinter Plan aber dennoch positiv gestimmt

Anfang November teilte man uns hierzu mit, dass alle ausgelieferten e.GO Life First Edition bereits Serienfahrzeuge sind. “Wir produzieren jetzt 2- 3 Monate lang noch 50 Fahrzeuge pro Woche um die Supply Chain zu stabilisieren. Danach nähern wir uns der Kammlinie. Der Verkauf der frei konfigurierbaren Varianten des e.GO Life 60 und des e.GO Life 40 startet Anfang 2020”, so das E-Auto-Start-Up aus Aachen.

“Bis Jahresende sollen weiterhin 600 Fahrzeuge an unsere Kunden übergeben werden”, so das Start-Up Anfang November. Mit oben aufgeführtem Fertigungszeitplan wäre dies theoretisch noch zu schaffen, wenn nicht die Feiertage wären. Daher darf man derzeit davon ausgehen, dass e.GO Mobile AG leicht hinter dem gesteckten Fertigungsziel für 2019 bleibt. Dennoch scheint man auf gutem Weg zu sein und sich enger am Plan zu bewegen, als dies die Monate zuvor der Fall war.

Preiskampf bei e.GO Life erfordert Preiserhöhung

Nicht so erfreulich ist die Tatsache, dass die kommenden e.GO Life zu höheren Preisen auf den Markt kommen werden. Die Preise der drei Varianten e.GO Life 20, 40 und 60 erhöhen sich zukünftig um jeweils 2.000 Euro, wie wir Ende November berichtet haben. Die verzögerten Straßenfreigaben mehrerer Zulieferkomponenten erhöhten den Entwicklungs- und Materialaufwand für den e.GO Life erheblich.

Bereits Anfang November haben wir berichtet, dass wegen des um künftig 1.000 Euro höheren Eigenanteils e.GO-Gründer Günther Schuh sogar die Existenz seines noch jungen Unternehmens gefährdet sieht. Denn schließlich arbeitet e.GO Mobile mit knallhart kalkulierten Margen und bietet das Einstiegsmodell seines Erstlings Ego Life schon ab 15.900 Euro an. Die e.GO Life First Edition wäre sogar ab 11.900 Euro inkl. Umweltbonus zu haben.

Quelle: LinkedIn – e.Go Mobile AG

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5 Antworten

  1. Der soll mal nicht so weinen der Herr Schuh, …. sein Unternehmen ist gefährdet,…. ja bei der Chaoten Politik die das ganze Jahr über gefahren wurde wäre jedes andere Unternehmen auch gefährdet. OMG, was ein Chaos, zuerst kein ESP und keine Reku, und dann an den Minister-Präsidenten von NRW das erste Auto übergeben. Ein Armutszeugnis war dass, aber kein Meilenstein. Das was dort dieses Jahr gelaufen ist, ist ein Armutszeugnis sondergleichen für den Professor Schuh mit Erfahrung im Startup. Kann man sich ja nur die Haare raufen, unglaublich. Aber aufregen lohnt gar nicht, es ist M.E. Zulieferer gesteuert!!! Nächstes Jahr, wenn die Drillinge auf dem Markt sind, darf er auch endlich produzieren. Der, der hier die Fäden zieht heißt nicht Schuh.

    1. Ich gehe auch davon aus, das e.Go ausgebremst wurde. Die Aussage mit dem Armutszeugnis finde ich übertrieben. VW bekommt seine Software für den id.3 auch nicht auf die Reihe, trotz 80 Jahre mehr Erfahrung und Grössenordnungen mehr Geld für die Entwicklung.

  2. Das hört sich für mich leider genauso an: just in dem Moment als ein aufgehübschter e-UP bestellbar ist, sind auch die Bedenken der Zulieferer von e.GO zerstreut und sie liefern ihre Produkte im Serienstand aus. Seltsam, oder?
    Sandwich-Positionen sind immer blöd, aber als Makrele im Haifischbecken ist das Überleben heldenhaft aber fraglich.

    Anderer Punkt: warum in aller Welt gibts keine serienmäßige Schnellladefunktion?
    Mangelnde Kapazität des Speichers ist im Kurzstreckenbetrieb verkraftbar und sogar vorteilhaft, aber unötige Einschränkungen der Maschinenverfügbarkeit eben nicht.

    Leute wie Professor Schuh sind extrem wichtig für unsere Industriekultur und auch dafür, dass es sich alteingesessene Schwergewichte in der Automobilwelt nicht zu gemütlich machen.

  3. Ich stimme dem letzten Kommentar zu.
    Dieses Land wird durch Lobbyismus regiert und willentlich blockiert und jeder, der seinen Unternehmertraum verwirklicht sehen möchte und sich damit in die Schlangengrube ( Millionen- Kredite durch Bankstergnade )legt, verdient unser aller höchsten Respekt ! Wäre ich nicht seit Jahren nur prekär beschäftigt und bezahlt, hätte ich auch schon einen e-Go Life bestellt

  4. Prof. Schuh sollte in der Zeit, nachdem die Produktion des e-Go Life konstant läuft mal ein Buch veröffentlichen, in dem er uns einen Einblick gewährt, was alles so schief gelaufen ist. Quasi das Buch zum e-Go Life. Könnte man jedem Käufer mit in das Handschuhfach legen.

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