Vom Diesel zum Elektroauto für unter 8.500 Euro

Vom Diesel zum Elektroauto

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Erst vergangene Woche hat unserer Artikel Audi S5 Karosserie trifft auf Tesla Model S Elektroantrieb für Aufsehen gesorgt. War dies doch ein überzeugendes Beispiel dafür, dass auch aus einem Verbrenner ein E-Auto werden kann. Und das Beste aus beiden Welten in sich vereint.

Das französische Start-Up Transition-One nimmt sich genau solchen Umbauten an. Aus alten Diesel-Fahrzeugen bauen diese E-Autos. Das Ganze soll es zudem für unter 8.500 Euro geben. Des Weiteren profitieren die Franzosen von Fördermittel, welche beim Preis in Abzug gebracht werden. Dann kostet der Umbau von Diesel zu Elektroauto “nur” noch um die 5.000 Euro.

Natürlich fällt der Umbau eine Spur kleiner und vielleicht auch weniger elegant als beim Audi S5 oder andere Verbrenner, welche bereits ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben oder stark limitiert aufgelegt wurden, aus. Aber dennoch hat man im Anschluss ein E-Auto mit Akkus, E-Motor sowie einem vernetzten Dashboard-Monitor am Start.

Transition-One schreibt sich auf die Fahne Verbrenner wie: Citroen C1, Peugeot 107, Fiat 500, Toyota Aygo, Renault Twingo II und den Volkswagen Polo in ein Elektroauto umbauen zu können. Ganghebel und Getriebe kommen weiterhin zum Einsatz, beziehungsweise müssen nicht verschwinden, um Platz zu machen. Der Tank allerdings verschwindet, dort werden zwei Akkus untergebracht, ein weiterer im Motorraum.

Um seine Technologie zu demonstrieren, hat Firmengründer Aymeric Libeau einen Renault Twingo, Baujahr 2009, zum E-Auto mit 180 Kilometer Reichweite umgebaut. Die Batterien sollen von einem Händler, der Tesla-Ersatzteile verkauft, stammen.

Technisch sei das “Retrofitting” kein Problem. Problematisch sind da schon eher die rechtlichen Hürden. Entsprechende Zulassungen für die zu Elektroautos umgebauten Diesel steht noch aus. Ende des Jahres soll diese erteilt werden. Ab September wolle man Vorbestellungen annehmen.

Neben Sicherheitsbedenken, wie sich die Konstruktion bei Unfällen verhält,  könnten auch bei der elektrischen Verkabelung und den verbauten Akkus Probleme auftreten, so Markus Lienkamp von der Technischen Universität München. Sein Tipp: “Mein Ratschlag wäre, den Verbrennungsmotor solange wie möglich zu fahren und dann ein Elektroauto zu kaufen.”

Quelle: futurezone – Start-up baut für 5000 Euro Diesel-Fahrzeuge zum E-Auto um

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8 Antworten

  1. Warum nicht Hybrid Plug In?
    Und dicke Förderung
    Gründe:
    1. Tankstellen vorhanden
    2. E -Betrieb in der Stadt und Umgebung
    3. LADEN BEI Nacht zu Hause bei da. 50 %, Tag bei Arbeitgeber
    4. Kein Langstrecken-problem
    3 Halbierung CO 2
    Kleine B atterie

  2. Nicht machen, sagt Herr Lienkamp, der selbst kein E-Auto fährt. Warum soll ein Umbau unsicherer sein? Habe selbst einen gewandelten A2 und bin damit sehr zufrieden. Hat aber doppelt soviel gekostet. Wäre erfreulich, wenn es langsam günstiger wird. TÜV ist übrigens kein Problem: es wurde für Umbau sogar ein vereinfachtes Verfahren erlassen. Auch die Förderung kann inzwischen für Umbauten beantragt werden.

    1. Guter Kommentar! War auch mein Gedanke!
      Gibt es übrigens TüV Infos zum vereinfachten Verfahren?
      Auch “Förderung für Umbauten” bitte verlinken. Gibt bestimmt viel Interessenten.

  3. Die Firma DesignWerk in der Schweiz baut grundsätzlich jedes Fahrzeug um, aber nur auf rein elektrisch.
    Ich bin nicht Automech und bin daher nicht genau mit all den physikalischen Details vertraut, aber ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass eine vorgängige Entledigung aller Verbrennerteile Sinn macht. Und das ist eine ganze Menge.
    Dann kann man auf grüner Wiese die 3 wichtigsten Bestandteile ( Batterie, Elektromotor, Power/Lade Elektronik ) einbauen. Die Batterie natürlich am Besten im Unterboden, um den Schwerpunkt möglichst tief zu halten.

    Sicher ist es wichtig, die Kennlinien Elektromotor – Batterie – Leistungselektronik genau zu kenne, um die Abstimmung möglichst gut hinzukriegen, etc.

    Hybrid ist sicher eine Möglichkeit, um den CO2 Ausstoss sehr zu reduzieren, zumindest meint man das. Fakt ist aber, dass die Erdölreserven mit Hybriden einfach 20-30 Jahre länger zur Verfügung stehen. Am Ende werden dann aber wird der CO2 Gehalt halt 20-30 Jahre später denselben Zustand erreicht hat. Also nur eine Selbsttäuschung darstellt.

    Der Leading Reichweite Standart, der von Tesla vorgegeben wird, liegt bei 500km und wird in den kommenden 1-2 Jahren auf demselben Level liegen wie alle anderen Verbrenner, ob Diesel oder Benzin. Laden kann ich den rein Elektro eh auch zu Hause und im Office und es gibt bereits 5000 Hotels in ganz Europa, die Lademöglichkeiten anbieten und diese erst noch kostenlos. Aldi, Lidl, Ikea McDonalds und Co sind heute, zwar noch etwas limitiert, mit Lademöglichkeiten unterwegs. Viele Parkhäuser in Innenstädten stellen ebenfalls eine limitierte Anzahl Ladestationen zur Verfügung. Hinzu werden in den kommenden paar Jahren unzählige andere städtische, industrielle oder sportliche Betriebe/Anlagen hinzukommen.

    Mit diesem Ladeangebot und diesen Reichweiten hat sich jede Reichweitenangst bis 500km eh erledigt. Tesla, Ioniq und Andere, haben brereits und werden in den kommenden Jahren ihr Schnellladenetz bis 350kW recht ausbauen, so dass Fahrten bis 1000km, vielleicht 10-15 Minuten länger dauern als bei Diesel/Benzin Tankstellen.

    Alle grösseren Distanzen würde ich eh entweder mit der Bahn oder mit dem Flugzeug überwinden.

    Festkörperbatterien, werden die Reichweiten drastisch erhöhen ( Höhere Density, weniger Gewicht, weniger Platzbedarf, kostengünstiger ).

    Alle vor 10 Jahren noch bestanden Hürden werden fallen und reine Elektromobilität wird zum Normalfall werden. Wenn wir Europäer es nicht schaffen sollten, werden es Tesla, die Chinesen und die Inder machen. Meine Hoffnung ist, dass Alle Ihren Beitrag leisten. Meine Zuversicht ist, dass es kein Retour mehr gibt.

  4. Der Sion von sono motors soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 in Produktion gehen.
    Interessant für viele die täglich um die 40 km fahren und Kofferraum/Platz benötigen.
    Schaut ihn euch an!

  5. Die E Autos sind ohnehin noch zu teuer im Vergleich zu Verbrennern. Eigen umbau soll billiger werden? Bleibt doch auf dem Boden. Die Argumente von Markus müsst ihr den Autoverkäufern erzählen.

  6. Es war schon immer so, der Kunde wird beeinflusst etwas zu kaufen bei dem andere verdienen. Egal ob Verbrenner oder Elektroauto, die Wirtschaft verdient daran immer. Ein Aufruf zum Verzicht auf individuelle Mobilität in den Städten würde viel Lebensqualität bringen, aber weniger Umsatz.
    Wenn Du Automechaniker oder Auto-Verkäufer bist, denkst Du darüber anders nach, als ein Städter ohne Fahrerlaubnis. E-Autos verhindern die Abgase und den Lärm in den Innenstädten, aber keine Staus.
    Ich werde jetzt den Einbau einer privaten Ladestation in der Tiefgarage für meinen Stellplatz bei der Eigentümergemeinschaft beantragen. Mal sehen, ob die Eigentümergemeinschaft etwas dagegen hat, auch wenn die dafür nichts bezahlen muss. Der Gesetzgeber lässt sich mit der Zulassung der Gesetzesvorlage dafür noch sehr lange Zeit.

    1. Bin auch in einer Hauseigentümergemeinschaft ( 8 Parteien, also nicht gerade gross ) und bin der Einzige, der ein Elektroauto fährt.

      Natürlich wollte ich, da eine Ladestation einrichten und habe das auch beim Elektrizitätswerk beantragt und bewilligt bekommen. Handwerklich konnte ich den FI-Schalter, die Zuleitung, die Steuerung und die Steckdose selber montieren. Das Elekrizitätswerk hat alle Messungen durchgeführt und die Anlage abgenommen.
      Die Anlage läuft sogar auf meinen eigenen Stromzähler.

      Schon nach ein paar Tagen haben sich die ersten Eigentümer gemeldet und sich rückversichert, dass sie ja keine Stromkosten bezahlen müssen. Die Anlage hätten sogar andere Eigentümer nutzen können und sogar noch gratis. Aber nein das wollte keiner, nur schon aus Trotz. Uhhhh Strom ist gefährlich und sooooo teuer.

      Aussagen wie “… wenn dann das Haus abbrennt …” und vieles mehr musste ich mir anhören und das war 2011. Alles läuft bis jetzt super gut.

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