Motorenhersteller Deutz arbeitet mit Start-Up Keyou an Wasserstoffantrieb

Deutz Motorenfertigung
Symbolbild | Deutz AG

Im November 2017 hat Motorenhersteller Deutz seine E-Deutz Strategie vorgestellt, nachdem das Unternehmen die Akquisition der Torqeedo GmbH bekannt gegeben hat – Weltmarktführer für elektrische sowie hybride Bootsantriebe. Die Übernahme wird als der Katalysator zur Elektrifizierung der Deutz-Produktpalette angesehen. Dabei wird Deutz umfangreiches Know-how- und Technologieportfolios in allen relevanten Bereichen der Elektrifizierung für künftige Entwicklungen im Off-Highway-Kerngeschäft nutzen.

Nun scheint Deutz in Sachen Elektrifizierung ein paar Schritte weiter zu sein. Aktuell konzentriert man sich auf die Entwicklung von CO2-freie Wasserstoffmotoren für Off- und Onroad-Anwendungen. Dies geschieht gemeinsam mit dem Münchner Start-Up Keyou, eine entsprechende Absichtserklärung beider Unternehmen wurde bereits unterschrieben. Das Start-Up selbst ist aus einer Reihe ehemaliger BMW-Mitarbeiter sowie einem portugiesischen Energieexperten entstanden.

Keyou entwickelt für Fahrzeug- und Motorenhersteller Wasserstofftechnologien, spezielle Komponenten und Brennverfahren, mit deren Hilfe konventionelle Motoren zu emissionsfreien Wasserstoffmotoren weiterentwickelt werden können. Derzeit konzentriere man sich auf konkrete Pilotprojekte mit Fahrzeugherstellern sowie Endanwendern. Zudem seien ersten Prototypfahrzeuge in der Planung, welche in der ersten Jahreshälfte 2020 zu erwarten sind. Die Serienreife streben sie für 2021/22 an.

“Wir sehen in dieser Antriebslösung eine wertvolle Ergänzung unserer Elektrifizierungs-Strategie und eine wichtige Säule für die emissionsfreie Mobilität der Zukunft.” – Frank Hiller, CEO Deutz

Hiller gibt zu verstehen, dass man eine Alternative zur Brennstoffzellentechnologie schaffe. So soll es möglich sein aus einem herkömmlichen Diesel-Verbrennungsmotor einen Antrieb auf Basis von Wasserstofftechnologie zu machen. Hierzu hat man das gemeinsame Know-How von Keyou und Deutz kombiniert, wobei Deutz einen Sechszylinder-Serienmotor sowie sein technisches Know-how mit eingebracht hat. “Die Technik ist in höchstem Maße skalierbar, sowohl On-Road als auch Off-Road, und auch in der Kombination mit dem elektrischen Antrieb in unterschiedlichen Hybridkonfigurationen einsetzbar”, so Deutz.

Quelle: Automobilwoche – Wasserstoffantrieb – Prototyp entwickelt: Start-up Keyou startet mit Deutz durch

Ein Kommentar

  1. Das passt zu Deutz. Vor kaum 20 Jahren ein Sanierungsfall. Die Deutsche Bank ,musste sie vor dem totalen Kolaps stützen. Den gesamten Landmaschinenbereich mussten die Italiener, Same übernehmen.Mit Deutz-Allis in den USA mehr Verluste als Gewinn gemacht. Die Kölner wüssten heute noch nicht wie man einen wassergekühlten Dieselmotor baut, wenn sich nicht MWM Mannheim übernommen hätten. Und jetzt auch noch am Wasserstoff herumpröbeln.

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