Deutscher Tesla-Fahrer erreicht eine Million Kilometer mit Model S

Tesla Model S knackt 1 Mio km

Copyright Abbildung(en): Teddy Leung / Shutterstock.com

Wer zufällig auf Twitter dem Tesla-Fahrer Hansjörg von Gemmingen folgt, hat in den letzten Wochen einen ganz besonderen Countdown miterleben dürfen. Er postete in regelmäßigen Abständen den Kilometerstand seines Model S. 996.000, 997.000, 998.000, 999.000… Bis am 28. November die beachtliche Zahl von einer Million rein elektrischer Kilometer erreicht war. „What a journey! 1 Million electric km driven with my Tesla Model S“ setzte er in die Twitter-Welt.

Emobly hat mit dem Tesla-Fahrer, der jedes Jahr im Schnitt an die 150.000 Kilometer abreisst, gesprochen und einige Details aus dem Leben eines Elektroauto-Vielfahrers gesammelt. Der Akku, soviel vorweg, ist nicht mehr der ursprünglich verbaute. Der erste musste nach 290.000 getauscht werden. Ihm folgte ein Leih-Akku von Tesla, der für 250.000 Kilometer im Wagen verblieb. Der aktuelle Rekordakku hat bereits 460.000 Kilometer in den Zellen und weist trotz der hohen Laufleistung eine beachtliche Restkapazität von 86 Prozent auf.

Auch der Motor musste bereits viermal getauscht werden, wir erinnern uns an eine ganze Reihe von Berichten über Konstruktionsfehler der ersten Motorgenerationen von Tesla. Der aktuelle Motor kam bei Kilometer 320.000 ins Auto. Von Gemmingen sagt von sich, er sei sparsam und materialschonend unterwegs und rufe selten mehr als 60 kW Leistung ab – obwohl ihm sein Model S P85 mehr als das fünffache davon zur Verfügung stellen würde.

Die Reparaturliste sei trotz der Million Kilometer überschaubar, wie Emobly schreibt. Motor und Akkus wurden bereits erwähnt. Auch die Vorderachse, Teile der Akkukühlung, Touchscreen samt Computer, Türgriffe und die hinteren Stroßdämpfer mussten ersetzt werden, zum Teil griff dabei noch die Fahrzeuggarantie. Zudem ist in dem Millionen-Tesla die nunmehr dritte 12-Volt-Batterie verbaut. Angesichts der gefahrenen Kilometer sind die dabei entstandenen 13.000 Euro Reparaturkosten verschmerzbar.

Hansjörg von Gemmingen hat übrigens bereits ein weiteres Reichweitenziel vor Augen: Er will mit seinem Tesla Model S P85 zwei Millionen Kilometer schaffen. Der Countdown läuft…

Quelle: Emobly – Erster Tesla erreicht eine Million Kilometer

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13.000€ Reparatur auf 1. Mio. Km „verschmerzbar“ ?
Das ist doch extrem wenig!

Wer fährt denn 600km pro Tag? Nürburgring Testfahrer? Blablabla..

Eine Million Kilometer, für einen Pkw ist das schon sehr beeindruckend, auch wenn es für mich eine Horrorvorstellung ist, so viel fahren zu müssen. Für einen Zeitraum von rund zehn Jahren bin ich um die 70.000 Kilometer pro Jahr Auto gefahren, selbst das könnte ich mir heute nicht mehr vorstellen. Ich hatte mal einen Golf 2, der es mit dem ersten Motor (der unverwüstliche 1,9-Liter-Benziner mit 90 PS) und dem ersten Getriebe auf rund 350.000 Kilometer gebracht hat.

Vor allem ist die Akkulebensdauer überzeugend, das hätte ich absolut nicht gedacht. Bei den Motoren muss Tesla anfangs ziemlichen Mist gemacht haben, denn die sollten eigentlich endlos leben. Mehr bewegliche Teile als die beiden Lager der Welle gibt es ja an einem Drehstrommotor nicht, das ist ja neben dem nahezu perfekten Wirkungsgrad das geniale daran. Schadhafte Isolierungen sind allerdings ein klassisches Problem bei Elektromotoren.

Mal zum Vergleich: Die erste Generation der ICE-Züge (ICE 1) hat inzwischen rund 14 Millionen Kilometer „auf der Uhr“, jeder dieser Züge fährt im Schnitt 500.000 Kilometer pro Jahr. Die haben alle noch ihre ersten Motoren und ihre ursprüngliche Leistungselektronik, und die werden nun seit 28 Jahren richtig „hergenommen“ – mehr als konstruktiv geplant, weil die Wagen damals viel zu schwer geraten sind. Man rechnet aktuell aber sogar damit, dass sie noch bis zu zehn weitere Jahre im Einsatz bleiben. Könnte gut sein, dass dann einige Exemplare weit über 20 Millionen Kilometer gelaufen sind. Die Kaffeemaschinen im Bordrestaurant fallen halt immer wieder mal aus …

Anschaffung: 105.000 Euro, Reparatur: 13.000 Euro = 118.000,00 für 1.000.000 km = 11,8 ct./km (Tesla-Strom: 0,00 Euro, Zusatzstrom 0,45 Euro = Schnitt 0,23 Euro/kwh x 210 Watth/km = 0,04 Euro/km, + Versicherung und Steuerfreiheit = Gesamtkosten von ca. 0,20 Euro/km !!!

Habe nichts von Reifen gelesen, sollten auch noch so um die 8.000 Euro sein. (sind in den 0,20 aber schon drin)

Dr hat zwar den Strom für umme bekommen, zahlen tun den dann aber andere, das gleiche gilt für den Anteil Mineralölsteuer den zahlen dann halt die anderen Steuerzahler. alles in allem eine Milchmädchenrechnung.

nicht vergessen was mit den alten Batterien und Motoren passiert. Das mit 13000 glaube ich eher weniger. Die Sachen die auf Garantie getauscht sins kosten auch geld ( auch wen nicht den Besitzer sondern den Hersteller und unsere Umwelt) so schlägt ein Batterie tausch bei Tesla mit ca 22000-30000 Euro, über recycling schweigen auch alle. Dazu kommt die Zeit zum laden. Eine Arbeitsstunde Schlägt hier mit ca 90 Euro +. Oder man fährt langsamer muss weniger Laden ist aber länger unterwegs Zeit= Geld. Alle diese Faktoren werden gezielt ignoriert. Nur die schönen Aspekte dargestellt.

Sie schreiben in einem elektroauto Blog und stellen solche Behauptungen auf? Warum lesen sie nicht die Artikel? Da müssten sie so Blödsinn nicht schreiben.

Der hat mit Sicherheit mehr Schadstoffe erzeugt als ich mit meinen 15000 Dieselkilometer!

Aus Ihrer Sicht muss das so sein, damit Ihre veraltete Weltanschauung nicht zusammenstürzt. Nicht bemerkt, die Neuzeit ist angebrochen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Hat mal ein kluger Mann gesagt, der auch recht behielt, – 🙂

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