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Chinesische E-Auto Start-Ups im Blick: Das haben sie 2018 geleistet

Mann schaut in die Nacht
Photo by Alessio Lin on Unsplash
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Gerade in China spielen Elektroauto Start-Ups eine wichtige Rolle, wenn es darum geht die E-Mobilität voranzubringen. Aus diesem Grund werfen wir in diesem Artikel einen Blick auf das Liefervolumen einzelner Start-Ups aus China, um deren Entwicklung zu bewerten.

Hierfür konzentrieren wir uns auf die angekündigten Liefermengen. Bei einigen Start-Ups kann auf tatsächliche Zahlen zurückgegriffen werden. Bei anderen blicken wir auf die Planzahlen, als Basis der Bewertung.

NIO

Ende September 2017 war noch die Rede davon, dass das chinesische Elektroauto-Start-up NextEV ab 2018 einen siebensitzigen Elektro-SUV unter die Leute bringen will. Das ES8 getaufte, fünf Meter lange Elektro-Schiff, das unter dem Markennamen Nio angeboten wird, soll eine Systemleistung von 240 kW (326 PS) und 420 Nm Drehmoment freisetzen können – dies ermögliche den Spurt auf 100 km/h in nur 4,4 Sekunden.

Das chinesische Start-Up gab am 27. November bekannt, dass bereits 10.000 NIO ES8 in 2018 vom Band liefen. Laut dem Unternehmen sind alleine im Zeitraum vom 18. Oktober bis 18. Dezember insgesamt 3.089 ES8 ausgeliefert worden.

Mitte Dezember 2018 wurde dann der NIO ES6, ein vollelektrisches SUV mit 510 Kilometer Reichweite ab 45.800 Euro, angekündigt. Quasi der kleine Bruder des ES8. Auch hier kann man sich sicher sein, dass der NIO ES6 in 2019 noch die 10.000 Marke überschreitet.

Neben dem NIO ES6 und ES8 macht die Marke vor allem mit seinen 18 Batteriewechselstationen, die mehr als 2.000 Kilometer Schnellstraße abdecken, von sich reden.

Yudo

Obwohl YUDO AUTO weniger bekannt ist als NIO, WM Motor und XPENG Motor, ist es das erste Elektroauto-Startup in China, dass die Volumenlieferung erreichte. Bis Ende des 12. Dezember hat der Autohersteller über 9.300 π1s und π3s ausgeliefert.

Sitech

Ebenfalls ein eher unbekanntes Start-Up aus China ist Sitech. Diesem ist es gelungen, dass bis zum 27. Dezember 4.000 DEV1-Roll-Off vom Band gelaufen sind. Genutzt für die Produktion hat man die Produktionslinie im FAW Car-Montagewerk in Changchun.

Erwähnenswert ist hierbei vor allem die Tatsache, dass das Fahrzeug in dieser Stückzahl gerade einmal 57 Tage zuvor das Licht der Welt erblickt hat. Bis Ende des 24. Dezember hat das Start-up mehr als 3.000 Fahrzeuge übergeben. Wenn das Start-Up das Tempo beibehält, dann sollte das Ziel von 40.000 Fahrzeugen pro Jahr zu erreichen sein.

WM Motor

WM Motor hat Ende September mit der Volumelieferung des EX5 begonnen. Bis Ende November hat das Startup Fahrzeuge in 18 Städten in China ausgeliefert und 39 Verkaufs- und Serviceniederlassungen in 26 Städten eingerichtet.

Allerdings war das Unternehmen nicht in der Lage, das Lieferziel von 10.000 Einheiten in 2018 zu erreichen. Bedingt sei dies durch die extreme Komplexität des Lieferprozesses, wie Freeman Shen, Gründer, Chairman und CEO von WM Motor, zu verstehen gab.

Wie im April 2018 bekannt wurde, plante das Unternehmen, das im Jahr 2015 gegründet wurde, die jährliche Kapazität in der kürzlich in Betrieb genommenen Fabrik in Wenzhou mit der Investition auf künftig 200.000 Einheiten zu verdoppeln.

Ende September erfolgte dann die Mitteilung, dass das Start-Up mit dem Zulieferer BorgWarner eine strategische Kooperation eingegangen ist. Gerade einmal ein paar Wochen später macht WM Motor wieder von sich hören. So ziele man darauf ab in einer neuen Finanzierungsrunde weitere rund 288 Millionen Dollar einzusammeln, um das eigene Wachstum zu finanzieren. Man kann sich sicher sein, dass wir 2019 noch mehr von WM Motor hören werden.

Hozon Auto

Der NETA N01, der am 26. November auf den Markt kam, wurde zuvor als offizielles Fahrzeug für die Regierung von Tongxiang, einer kreisfreien Stadt in der Provinz Zhejiang, eingesetzt. Derzeit liegt das Auftragsvolumen bei über 50.000 Einheiten. Das Gesamtliefervolumen des NETA N01 wird voraussichtlich rund 1.200 Einheiten erreichen, begrenzt durch die unzureichende Stromversorgung mit Akkus.

XPENG Motors

Erst Mitte Dezember hat Xpeng Motors aus China sein erstes kommerzielles Elektroauto-Modell vorgestellt, den Xpeng G3. Er trägt Tesla-Gene in sich, wie wir bereits berichtet haben.

He Xiaopeng, Vorsitzender von XPENG Motors, erklärte, dass ab März 2019 eine groß angelegte Lieferung mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden soll, nachdem die Kapazität von Dezember bis zum Frühjahr erhöht werden

Um die pünktliche Lieferung zu gewährleisten, ist das Startup bereit, vor dem Frühjahrsfest 15 Direktverkaufsstellen in einigen sogenannten First- und Second-Tier-Städten wie Beijing, Shenzhen, Guangzhou und Hangzhou zu eröffnen. Mittlerweile sind 70 Offline-Direktvertriebsstandorte geplant, die 2019 in 30 chinesischen Städten in Betrieb genommen werden sollen.

Quelle: InsideEVs – Let’s Look At Some EV Sales Figures For Chinese Startups

3 Kommentare

  1. Wenn China nicht zu weit weg wäre würden sicher Kunden diese Autos selber hierher holen. Bis man in Europa so weit ist, sollte überlegt werden ob nicht Importeure daran denken sollten ganze Autos zu importieren . Mindestens bis man auch hier in der Lage ist günstiger zu produzieren. Das müssten Start uper sein, weil die ganz Grossen dies bekämpfen.
    Wohlverstanden man redet von Gesamtautos. Im Autoteile Bereich läuft dies jetzt schon.

  2. Ich würde mir sofort ein Auto auch China kaufen, wenn es hier bloß ein einigermaßen funktionierendes Händlernetz geben würde. In Deutschland wird Elektro ja blockiert von der Politik und der Industrie. Die deutsche Autoindustrie setzt dafür ja lieber auf Schummelsoftware anstatt zukunftsweisend zu entwickeln. Die merken es ja erst (und jammern dann), wenn die Chinesen und überholt haben.

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