Ralf Speth, CEO JLR: “…nicht die Frage, wie viele Autos ich produzieren, sondern wie viele Batterien ich einkaufen kann.”

Jaguar Land Rover sehen eher Batterieverfügbarkeit als Problem; nicht Fahrzeug-Produktion
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Anfang Januar haben wir berichtet, dass Großbritanniens größter Automobilhersteller Jaguar Land Rover rund 4.500 Arbeitsplätze abbauen wird. Hauptsächlich in seinem Heimatmarkt. Notwendig wird dieser Job-Abbau durch einen Nachfrageeinbruch der eigenen dieselbetriebenen Fahrzeugen sowie einer Verlangsamung des Absatzes in China. Mitte April weiß man mittlerweile mehr.

Im exklusiven Interview mit der Automobilwoche gab Ralf Speth, Vorstandschef JLR, zu verstehen, dass die Umbaumaßnahmen des Unternehmens im vollen Gang seien. “In 2018/19 trennten wir uns von 2500 Zeitarbeitskräften und zu Beginn des Jahres starteten wir ein freiwilliges Abfindungsprogramm, das von 2500 Mitarbeitern angenommen wurde.” Diese Maßnahmen wurden mittlerweile abgeschlossen, was es Jaguar Land Rover erlaubt, mit einer neuen, schlankeren Organisation, ins neue Fiskaljahr zu starten.

Das im Besitz von Tata Motors-Unternehmen hat Pläne zur Kostensenkung und Verbesserung des Cashflows um 2,5 Milliarden Pfund vorgestellt, darunter die „Senkung der Beschäftigungskosten und des Beschäftigungsniveaus“. An E-Autos wird man dennoch festhalten, wie die aktuellen Pläne, als auch unser Bericht aus dem November 2018 zu vermitteln weiß.

“Wir reduzieren Investitionen und Aufwendungen, nehmen Komplexität heraus und straffen in vielen Bereichen. Wir packen überall da an, wo man die Wirtschaftlichkeit kurzfristig verbessern kann.” – Ralf Speth, Vorstandschef Jaguar Land Rover

Aus Sicht von Speth spielt auch die Verfügbarkeit von Batterien eine wichtige Rolle. Hatten wir so zuletzt, in ähnlicher Weise von Steffen Cost KIA gehört. Speth seinerseits gibt zu verstehen: “Bei Elektrofahrzeugen stellt sich mir nicht die Frage, wie viele Autos ich produzieren, sondern wie viele Batterien ich einkaufen kann. Die Nachfrage nach Batterien im Markt ist derartig groß, dass für die nächsten Jahre die Lieferfähigkeit schlicht limitiert sein wird.”

Quelle: Automobilwoche – EXKLUSIV – Interview mit CEO Speth: Kostenprogramme bei Jaguar Land Rover erreichen Ziele (Paywall)

3 Kommentare

  1. Die Frage lautet nicht wie kann ein E Autohersteller möglichst viele Batterien einkaufen. Sondern wie kann man diese besser vor Ort selber herstellen.

  2. Richtig eine Sicherstellung der Batterieverfügbarkeit durch zügige Errichtung inländischer Produktionsstätten und Weiterentwicklung speicherintensiver und sicherer Akkuzellen macht Europas Autoindustrie unabhängiger vor Lieferengpässen aus dem Ausland! Die Nachfrage an E-Autos wächst rasant und such wenn ein E-Mobil sich schneller und kosteneffektiver Produzieren lässt, ohne einen entsprechenden Akku bzw. die passende Ladeinfrastruktur nutzen hohe Produktionszahlen der Hersteller nichts!

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