Bundesverkehrsminister Scheuer: Fordert mehr Tempo bei Brennstoffzelle

Scheuer fordert Tempo bei Brennstoffzelle

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gab bereits im Mai zu verstehen, dass er die Fokussierung auf rein batterieelektrische Antriebe für falsch hält: „Deswegen fördern wir vom Bundesverkehrsministerium technologieoffen. Mir ist ein Blick auf Elektromobilität zu eng – wir müssen technologieoffen bleiben“, so Scheuer. Nun fordert er mehr Tempo bei der Brennstoffzelle.

„Wir sehen viele einzelne Studien und Projekte, aber wir müssen jetzt in die Massenwirksamkeit gehen, weil jetzt müssen wir die Neugier der Bürger gewinnen“, so Scheuer im Zusammenhang mit der Forderung nach mehr Tempo bei der Verbreitung von Brennstoffzellen, die mit Wasserstoff betrieben werden. Geäußert hat er sich hierzu auf der Bundestagung des Kraftfahrzeug-Gewerbes in Berlin. Er „finde, die Eingrenzung auf nur Elektromobilität zu kurz gesprungen.“

Scheuer hält an Technologieoffenheit und Verbrenner fest

Aus seiner Sicht bräuchte man alle Mobilitätsvarianten und Antriebstechnologien, darunter zählte Scheuer auch Verbrennungsmotoren.

„Die Menschen sollen selber entscheiden, was Sie für ihre Mobilität brauchen. Und das wird nicht von der Politik auferlegt.“ – Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister

Die gleiche Meinung hatte zuvor schon der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Jürgen Karpinski, geäußert. „Im Moment ist die Stimmung gegen das Auto extrem schlecht und wir haben hier eine kleine Minderheit, die lautstark auf sich aufmerksam macht.“

Bis 2030 werden zehn Millionen Elektro-PKW benötigt, um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen, so die Meinung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Des Weiteren brauche man allerdings auch noch 500.000 Elektro-Nutzfahrzeuge und 300.000 Ladepunkte, wie er zu verstehen gab.

Im Gegensatz zu Scheuer sehen die Automobilhersteller allerdings eher die batteriebetriebene E-Mobilität an erster Stelle, wenn es um die Elektrifizierung von PKW geht. Stattdessen sollte man vor allem bei LKW und schweren Nutzfahrzeugen auf die Brennstoffzelle setzen. Einen Weg, welchen beispielsweise Freudenberg konsequent beschreiten möchte.

Quelle: Heise.de – Scheuer fordert mehr Tempo bei Brennstoffzellen

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14 Antworten

  1. “Die Menschen sollen selber entscheiden, was Sie für ihre Mobilität brauchen. Und das wird nicht von der Politik auferlegt.” – Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister
    ……..????!!!!
    ………es gibt ja schon ein paar Hydrogenautos – aber kauft sie denn niemand und warum kommen die Hersteller nicht mit meheren Modellen ? wegen dem hohen Preis ? also können die „Menschen“ doch nicht frei wählen ? ..die Politik müsste Hydrogenautos stark subventionieren – d.h. also doch nicht „technologieneutral“ (neudeutsches Unwort).

    1. Hallo Gunter,

      E-Fahrzeuge müssen auch subventioniert werden. Wer wird wohl für die Infrastruktur aufkommen müssen? Diese ist im übrigen viel kostenintensiver als jene für Wasserstoff/E-Fuel/Power to X. Die Energiewende wird ohne geeigneten Energiespeicher scheitern. Gase sind schon heute sehr gut speicherbar und auch im bestehenden Gasnetz transportierbar. Und mal im ernst, wer glaubt E-Fahrzeuge seine Klima freundlich der glaubt auch an den Weihnachtsmann, wie immer geht es um die kleinste Violine der Welt.

      1. Nur bei einer Milchmädchenrechnung.
        Ansonsten würde man bei Wasserstoff/E-Fuel/Power to X etc. nämlich die Kosten für die zusätzlichen Kraftanlagen mit einrechnen müssen, womit ohne Subventionierung die Preise bei 20 bis 30€ pro 100km liegen würden.

      2. Hans sie haben keine Ahnung, davon aber reichlich. Eine Steckdose zu Hause falls nicht schon vorhanden kosted mit ein paar 100 Euros. Eine Ladestation im Parkhaus ein paar 1000 Euros, eine Schnellladestation einige 10’000 Euros. Eine einzige Wasserstofftankstelle kostet mindestens 1Mio Euro. Merken sie was? Gas ist nicht gleich Gas. Aber was nuetzt das ganze Argumentieren? Kaufen sie sich ein Wasserstoffauto und leben sie mit dem Loch in ihrem Geldbeutel. Knallgas, fuer Knallkoepfe.

        1. 1+
          Richtige Argumente für Wasserstoff:
          Nur für Reiche, explodiert gut, Schnelles Tanken nur für den Ersten.
          Teuere Wartungen und teuere Technik.
          Klingt doch hervorragend!

        2. Ja sie haben Volkommen Recht und Sie scheinen der Main-Stream gewachsen zu sein.
          Darf ich ihr Kommentar noch etwas dazufügen.

          „Die Öl-Lobby wird elegant in eine Brennstoffzellen Wasserstoff Monopol UMGETAUFT“
          Mfg Waldemar Bernhardt

      3. Hallo Hans!
        „E-Fahrzeuge müssen auch subventioniert werden“
        -> Wasserstoffantrieb ist auch E-Antrieb, nur ein anderer Engerieträger
        .“..Diese (doe Strominfrastruktur) ist im übrigen viel kostenintensiver als jene für Wasserstoff/E-Fuel/Power to X“
        -> Diese Aussage ist erstens falsch, zweitens mehrfach widerlegt und drittens aber sowas von falsch…
        „Gase sind schon heute sehr gut speicherbar und auch im bestehenden Gasnetz transportierbar“
        -> Strom kann ich in den Stromnetzen transportieren. Versuchen Sie mal, H2 durch ein Erdgasnetz zu pressen….aber bitte vorher in Deckung gehen!
        „Und mal im ernst, wer glaubt E-Fahrzeuge seine Klima freundlich der glaubt auch an den Weihnachtsmann“
        -> Klimafreundlicher als Verbrenner. Und dabei sind BEV gegenüber HEV im Vorteil.
        Wasserstoff wird seinen Part finden, als genereller „Stromspeicher“ oder für schwere Nutzfahrzeuge (LKW, Traktoren), Schiffe oder Flugzeuge. Aber nicht mehr für PKW….zumindest nicht in den nächsten 10…15 Jahren.
        Das Leute immernoch so einen Quatsch verbreiten….

  2. Wer kann schon von sich behaupten, die Vor- und Nachteile und Kosten aller denkbarer Fahrzeugvarianten zu kennen und diese daher abwägen zu können? Also bitte ein wenig zurückhaltender bei der Kritik anderer Kommentare…
    Alle konkurierende Technologien und Lösungen sind zudem noch stark im Fluss und daher kann derzeit überhaupt kein endgültiges Urteil gefällt werden, was sich langfristig durchsetzen wird.
    Ich finde es daher richtig, wenn durch das Verkehrsministerium die Sicht wieder technologieoffener wird … und vermute, dass je nach Verwendung unterschiedliche Lösungen optimal sein werden:
    Für kleine Fahrzeuge im Kurzstreckenbereich ist sicher das Akku-Elektroauto das ökologischste: es bleibt einfach im Aufbau, ist ein Leichtgewicht, ist preiswert und kann vielfach auf dem „heimatlichen“ Parkplatz geladen werden.
    Je mehr Energie für eine Transportaktion benötigt wird, desto riesiger, schwerer und teurer wird das Fahrzeug durch den Akku – und das proportional zur erforderlichen Energiebedarf! Da gibt es sicher einen Punkt, an denen ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle leichter und billiger ist und auch schneller wieder betankt werden kann – also ökonomischer UND ökologischer ist.
    Daher sollte die Erprobung der Brennstoffzellen-Technologie bei LKW zuerst und besonders gefördert werden.
    Durch die Betriebserfahrungen, Verbesserungen und die Preisentwicklung wird die Brennstoffzellen-Technologie dann sicher immer attraktiver für „normale“ Langstrecken-PKW. Bis man das erreicht hat, werden wohl „klassische“ Verbrennungsmotor-PKW weiter im Einsatz bleiben…
    Fakt ist: Elektro-PKW mit 2 Tonnen und mehr Gesamtgewicht sind sowohl für die Straßen als auch für die Umwelt eine riesige Belastung … die nicht der Sinn aller Forschung und Entwicklung sein kann.

    @Fritz: Die Ladeinfrastruktur braucht es natürlich in jedem Fall und es ist schon auch Aufgabe des Staates, deren Aufbau zu steuern.
    Ich weiß nicht, wie belastbar ihre Kostenangaben für Wasserstofftankstellen sind; aber diese sind erstens derzeit nur „Einzelstücke“ und die Kosten reduzieren sich sicher gewaltig, wenn mehrere „Tanksäulen“ an einem Ort stehen und eine Serienproduktion einsetzt. Zweitens können in der gleichen Zeit wesentlich mehr Fahrzeuge für die nächsten 500km mit Energie versorgt werden, als an einer „Strom-Tanke“ – entsprechend reduziert sich ebenfalls der Investitionsbedarf …

    Fazit: Es wäre zwar wirklich schön, wenn man alle Kapazitäten auf die Durchsetzung nur einer Lösung konzentrieren könnte, aber aktuell und wahrscheinlich auch langfristig wäre das falsch!

    1. Faktisch falsch.
      Die Wasserstofftankstellen werden nicht einfach gedoppelt wie Tankschläuche an Spritsäulen…
      Die benötigte Kompression auf ca. 800-900bar pro Tankanschluß ist nur durch dopplung aller Komponenten möglich. Ansonsten tankt der 1 schnell und die beiden Nächten stehen an
      den H2-Zapfern 40-60 min.
      Nur wenn die teueren Kompressionen gedoppelt werden ist sowas sinnvoll.
      Und dann kostet es auch doppelt. Und dann ist noch das Versorgungsproblem.
      Pro Zapfstelke ist nur Vorrat H2 für ca. 40 Pkw -Betankungen. 1x pro Woche rollt ein Tankwagen an. Mehr Wasserstoff ist eine Gefahrenquelle. Wasserstofftankstellen werden übrigens nur Genehmigt wenn 2km zu bewohntem Flächen eingehalten werden…..

      1. Leider auch falsch!
        Die Realität: In Dresden gibt es eine funktionierende H2-Tankstelle auf der Wiener Straße – mitten in der Stadt, d.h. in „bewohnten Flächen“!
        Ich hoffe, der Rest ihrer anderen Fakten ist belastbarer.
        Ich bleibe dabei: Auch der Preis für Kompressoren wird fallen, sobald es danach eine größere Nachfrage gibt und es dann auch mehr Anbieter dafür geben wird.

        Wie geschrieben – da steht alles noch am Anfang und es wird sich noch viel bewegen!
        Es macht keinen Sinn, bestimmte Alternativen von vornherein auszuschließen und im konkreten Fall sollte die H2-Technik zuerst bei Fahrzeugen mit großem Energiebedarf (LKW) entwickelt werden.
        Es geht um die Findung der ökologischsten Variante(n) für die Zukunft – d.h. in 10 bis 20 Jahren und NICHT um eine fertige Lösung für heute. Vielleicht setzen sich tatsächlich zukünftig andere Systeme durch, aber auch dann werden die Entwicklungen zur Brennstoffzellen-Technik nicht umsonst sein … und es wichtig, dass die (deutsche, europäische) Industrie sich moderne Geschäftsfelder für die Zukunft erarbeitet.

  3. Tut mir leid es ist alles falsch es gibt ein motor der ist schon da keiner will ihn zulassen alle Erfinder werden etweder entfernt oder landen dort wo Sie niemand findet
    Es gibt Motoren siehe YouTube die fahren mit Wasser leider keiner will das ich sehe die Möglichkeit nur wenn es kein Öl mehr gibt.
    Der erste Erfinder war ein Rumäne mut eul liter Wasser 5000 km sowas darf die Industrie nicht erlauben auch die autogasautod werden nicht angeboten da kostet ein Liter Gas 60 cent
    Nein die Lobby qird ummer versuchen auch die Arabische Welt alles zu verhindern was der Unwelt Gut tut
    Für Elektro sterben Menschen in Spdamerika in Afrika das kommt alles zurück
    Wir brauchen den Wagen noch lange die Züge sind zu klein um alle zu transportieren
    Ich bin überzeugt es kommen eines Tages Autos mit sonnenenergie mit Solar elektro aber die laden beim Fahren auf
    Solange es aber noch leute gibt die nucht wollen andere Techniken zulassen wird die Umwelt weiter zerstört aber es kann auch kalt werden das Wetter ändert sich wieder
    Ich fahre einen normalen Wagen und es wird natürlich auch übertrieben aber es gibt Menschen die kein Auto kaufen können mit kleiner Rente und die Züge sind nich zu teuer auch in anderen ländern für Familien aber man muss auch Euro 4 eine chance geben mit Umbau.
    Ich denke schuld war der Betrug mit dem abschalten der Filter
    Warum haben die Amerikaner bessere Feinstoffwerte in den Wagen?????
    Wir Deutsche werden imner nachteilig behandelt auch es gibt viele andere Faktoren wo die Umwelt belastet wird
    Heizung Landwirtschaft Schuld sind die geossen Konzerne due alles dafüt tun motoren die gut zu verbieten wer möchr schon haben das man umweltfreu auto föhrt mit Wasser oder Gas oder Soilar hat um steom zu sparen
    Gut das ist meine meinung in YouTube gibt es viele Erbeuerungen auch informationen übet Erfinder die leider entfernt wurden!!!!!!!

  4. Seit 8 Monaten (14’000km) fahre ich meine Model 3 long range und habe noch nie an einer öffentlichen Ladestation oder einem Supercharger geladen. Gefahrene Distanzen zwischen 50km und 500km. Ich warte nie bis mein Tesla geladen ist. Ich arbeite, schlafe, esse, treibe Sport, kaufe ein usw. Es gibt 5000 Chargehotels in ganz Europa. usw. usf.

    Wie ist es möglich, dass ein Schweizer das tun kann ?
    Was ist so schwierig zu verstehen, das jedes Haus eine potenzielle Ladestation ist, die auch noch mit Solarpanels ausgerüstet werden kann, wenn man es nur will ?
    Wieso warten die Deutschen immer nur auf den Staat und dass jemand kommt, der einem sagt, was man tun muss ?
    Wieso lässt man es sich in Deutschland immer noch gefallen, dass die Autohersteller mit Kohle ohne Ende, immer noch den Staat um Geld bitten wenn es z.B. um Ladeinfrastruktur geht ? Wann steht ihr endlich gegen diese Lobby auf ?

    Generell, was treibt Menschen immer wieder dazu Techniken zu favorisieren, die eine wesentlich schlechtere Energieeffizienz beim laden haben als BEV, im Aufbau viel komplexer sind und auch noch mehr Wartung benötigen, um nur mal bei diesen 3 Punkten zu bleiben ? Kann mir jemand aus der Brennstoffzellengemeinde dies erklären ?

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