Bundesverkehrsminister fordert „Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und am Supermarkt“

Bundesverkehrsminister fordert Lademöglichkeiten zu Hause

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Erst Mitte März gab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu verstehen, dass man bis 2030  zehn Millionen Elektro-PKW benötigt, um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen. Des Weiteren brauche man allerdings auch noch 500.000 Elektro-Nutzfahrzeuge und 300.000 Ladepunkte, wie er zu verstehen gab. Und genau an diesen Ladepunkten setzt seine aktuelle Forderung an.

Der Bundesverkehrsminister fordert eine Milliarde Euro vom Bund, um „Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und am Supermarkt“ aufzubauen. Denn nach aktuellen Daten des  Verkehrsministeriums laden E-Autofahrer mehrheitlich zu Hause oder am Arbeitsplatz. Daher sei gerade die noch spärliche Versorgung mit Ladestationen ein großes Hemmnis für die Ausbreitung von E-Mobilität. Stand Ende 2018 gab es gerade einmal 16.100 Ladepunkte, laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), im Bundesgebiet.

„Wir wollen für die Bürger Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur Hälfte fördern. Dafür brauchen wir sofort eine Milliarde Euro. Das muss sich im Bundeshaushalt abbilden.“ – Andereas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Bis zu 3.000 Euro soll der Staat pro Ladestation an Förderung zur Verfügung stellen. Eine Schnellladestation solle mit 30.000 Euro bezuschusst werden. Vonseiten der Grünen und der BDEW wird die Bezuschussung begrüßt, aber diese verlangen auch weitere Schritte.

So sei laut Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer: „Noch wichtiger als eine Förderung wäre, wenn die Bundesregierung endlich bürokratische Hemmnisse für Ladesäulen in Tiefgaragen und Parkplätzen beseitigt.“ Wer darauf wartet, dass es endlich einen gesetzlichen Anspruch auf eine Ladesäule in einer privaten Tiefgarage gibt, wird sich wohl noch länger gedulden müssen. Es sei frühestens nach der Sommerpause mit dem Abschlusspapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu rechnen, die derzeit über das Thema diskutiert.

„Damit die in Aussicht gestellten Fördergelder auch wirklich fließen können, muss sichergestellt werden, dass jeder Mieter und Wohnungseigentümer eine Ladesäule einbauen kann, wenn er es möchte und die Finanzierung sicherstellt.“ – Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung

Quelle: Tagesschau.de – Eine Milliarde Euro für E-Ladestationen

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Diese Forderung entspricht genau dem, was ich schon lange bemerkt habe, nämlich , dass das Laden hauptsächlich zuhause, am Arbeitsplatz und beim Einkaufen im Supermarkt stattfinden wird. Aber ….. sollte man sich mit dem Ausbauen nicht ruhig Zeit lassen ?…. ich referiere hier auf den Bericht von Alexander :“Tesla, ein unbequemer Weckruf für Deutschland. Alle Mann an Deck!“… was hier… Weiterlesen »

Robert, ich denke daß das laden auch und in zukunft zuhause am wichtigsten ist. ich fahre täglich 80km zur arbeit und zurück bei den aktuellen Verbräuchen von 11,2 kwh (Hyundai Ionic) und bis ca. 14,5 kwh für die meisten derzeit erhältlichen e-Fahrzeugen muß nur soviel laden um die tägliche Strecke zurücklegen zu können was bei der normalen Haushaltststeckdose 220V ldeleistung… Weiterlesen »

Hier in Spanien ist die gesetzliche Regelung für Parkplätze in Gemeinschaftsanlagen eindeutig.
Derjenige der einen Ladepunkt einrichten möchte kann dies suf eigene Kosten machen. Man braucht nur die Comunidad zu informieren.
Die Genehmigung ist zwangsläufig. Warum ist das in D nicht möglich ????

Weil dann der typische CSU Wähler (motzender Landwirt und Vermieter/Miteignetümer) dann böse wäre …

Ein weiterer Treppenwitz der Geschichte! Ausgehend von falschen Zahlen: „16.100 Ladepunkte“… – tatsächlich sind es über 45.000 (Stand 31.12.2018) Die Fakten: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/statistik/Deutschland/ Hier sind nur öffentlich zugängliche erfasst, die auch gemeldet wurden. Die Dunkelziffer wird auf rund 10 % geschätzt. Darüber hinaus gibt es lt. den Verkaufsmeldungen verschiedener Wallboxen-Lieferanten mindestens weitere 15.000 private Ladestationen. Alleine aus den Projektankündigungen für 2019… Weiterlesen »

Ich halte die Diskussion über zu wenig Ladepunkte auch für unsinnig, denn damit bekommt man nicht die Vorstellung aus den Köpfen der Menschen, dass ein E-Auto an die Tankstelle muss. Das herkömmliche „Tanken“ ist eh nur bei Langfahrten akzeptabel. Wenn man nach 400 km mal 30 min pause machen muss um die letzten 200km zurücklegen zu können ist das akzeptabel.… Weiterlesen »

Wer eine Garage sein eigen nennt, kann auch die Kosten für das Elektrokabel stemmen! Nach dem Geschenk für Betuchte beim Baukindergeld der nächste Unsinn aus der CSU heraus …

Moin Moin, ich muss zugeben, ich denke auch immer über eine eigene Lademöglichkeit in unserer Sammelgarage der Wohnungsbaugenossenschaft nach. Aktuell haben wir hier in Hamburg den Luxus, dass wir derzeit ca. 8.000 Elektroautos und knapp 900 öffentliche Ladepunkte haben (Januar 2019). Wobei eine Vielzahl von den eAutos bereits an der eigenen Steckdose geladen wird. Daher findet man (noch) reichlich freie… Weiterlesen »

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