University of Waterloo: Saubere Brennstoffzellen bald günstig genug, um Verbrenner vollständig zu ersetzen

Brennstoffzellen können Verbrenner ablösen

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Forscher der University of Waterloo gaben zu verstehen, dass aktuelle Fortschritte bei der Brennstoffzellen-Technologie diese so günstig machen, dass man künftig damit alle Verbrenner auf der Straße ersetzen könnte. Die Aussage beruht auf einer neuen Brennstoffzelle, welche mindestens zehnmal länger hält als die bisherige Technologie. Eine Verbesserung, welche die Brennstoffzelle an sich attraktiver macht, vor allem aus wirtschaftlicher Sicht für die Einführung auf dem Massenmarkt.

„Mit unserem Designansatz könnten die Kosten vergleichbar oder sogar billiger sein als bei Benzinmotoren. Die Zukunft ist sehr vielversprechend. Das ist saubere Energie, die blühen könnte.“ – Xianguo Li, Direktor des Fuel Cell and Green Energy Lab bei Waterloo

In einem ersten Versuch konzentrierten sich die Forscher der University of Waterloo auf die Weiterentwicklung von Hybridfahrzeugen, welche auf einen E-Motor in Verbindung mit einem Verbrenner setzen. Diese sollten durch den Einsatz der weiterentwickelten Brennstoffzelle effizienter und kostengünstiger als die bisherige Lösung daherkommen. Hierzu habe man den Verbrenner-Motor durch eine Brennstoffzelle ersetzt, welche eine konstante und nicht schwankende Strommenge abgeben kann.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Zellen, die aus der chemischen Reaktion, wenn Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser kombiniert werden, Strom erzeugen, viel einfacher und damit viel billiger sein können. „Wir haben einen Weg gefunden, die Kosten zu senken und dennoch die Erwartungen an Langlebigkeit und Leistung zu erfüllen“, sagt Li, Professor für Maschinenbau und Mechatronik. „Wir erreichen wirtschaftliche Ziele und bieten gleichzeitig Null-Emissionen für eine Transportanwendung.“

Die Forscher erhoffen sich, dass die Einführung von Brennstoffzellen in Hybridfahrzeugen zu einer Massenproduktion und niedrigeren Stückkosten führen wird. Das könnte den Weg für den Austausch von Batterien und Verbrenner-Motoren ebnen, indem es eine erschwingliche, sichere, zuverlässige und saubere Stromquelle bietet. Aus Sicht von Li sei dies ein „guter erster Schritt, ein Übergang zu dem, was die Antwort auf den Verbrennungsmotor und die enormen Umweltschäden sein könnten.“

Eine Ansicht, welche man bei Audi teilt.  Denn für diese sei für das typische Langstreckenauto in Zukunft auch eine Kombination von Batterie und Brennstoffzelle denkbar. „Wenn wir das serienmässig hingekriegt haben, ist es die Ablösung vom Verbrennungsmotor“, so Audis Entwicklungsvorstand.  Aber auch Unternehmen wie Freudenberg, ElringKlinger, Toyota und Volkswagen.

Neben Li arbeitet an dem Projekt der Forscher Hongtao Zhang, einem ehemaligen Postdoc sowie dem Waterloo Mathematikprofessor Xinzhi Liu und Jinyue Yan, einem Energieexperten und Professor in Schweden. Ein Papier über ihre Arbeit, Verbesserung der Lebensdauer der Brennstoffzelle für Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen durch strategisches Energiemanagement, erscheint in der Zeitschrift Applied Energy.

Quelle: ScienceDaily – Clean fuel cells could be cheap enough to replace gas engines in vehicles

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Was bringt es den eine billige Brennstoffzelle zu haben wenn Wasserstoff nicht aus regenerativer Energie wirtschaftlich herstellbar ist? Denn zur Zeit wird mehr als 90% des Wasserstoff der außerhalb der Industrie genutzt werden kann per Dampfreformation hergestellt. Wenn regenerative Energie eingesetzt werden soll und mit Hydrolisator gearbeitet wird verschlechtert sich die Effektivität immens.
Dann fährt ein H2-Auto mit selben Energieeinsatz nur 30-50% so weit wie ein Eauto mit Batterien.
Der jetzige Preis pro Kg 0,95€ ist ohne Gewinn, die Tankstellen kosten 1,5 Millionen ( abzüglich 500.000 Förderung ).
Was das heißt kann sich jeder selber ausrechnen.
Selbst der optimistischste Rechner kommt gerade mal mit Wasserstoff zum jetzigen Preis wirtschaftlich in die Nähe von Diesel.. gerade so.
Mal von der Abhängigkeit von den Tankstellen der Ölmultis abgesehen, auch die neue Abhängigkeit von den Gasherstellern Linde etc. wird wieder in ein quasi Monopol enden.

Warum gibt man nicht der Technologie mit Flusszellen-Batterien eine Chance? Das Unternehmen Nanoflowcell testet diese bereits erfolgreich mit seinen Modellen Quant und Quantino:
https://t1p.de/965h
https://t1p.de/ro8i

E-Mobilität, Wasserstoff, etc. ist alles zu kurz gesprungen. Wenn man ein Problem löst, entstehen als Nebeneffekt fünf neue usw. Wir müssen analog zur chinesischen Ein-Kind-Politik die Weltbevölkerung sukzessive verringern. Bei nur noch einer Mio. Menschen wird dann plötzlich auch CO2 kein Thema mehr sein. Das wird dann der Regenwald wegatmen. Also hört auf mit Euren fruchtlosen Zu-kurz-gesprungen-Ideen.

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