BorgWarner formt Joint-Venture mit Batterie-Startup Romeo Power, gegründet von Tesla- und SpaceX-Ingenieuren

BorgWarner investiert in RomeoPower und damit in E-Mobilität
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BorgWarner, Automobilzulieferer, der sich auf Antriebsstrangkomponenten konzentriert, expandiert durch eine neue Investition in Romeo Power, ein Start-up-Unternehmen für Batteriepakete, das von ehemaligen Tesla– und SpaceX-Ingenieuren gegründet wurde.

Die Unternehmen haben ein neues Joint-Venture gegründet, um Batteriemodule und Akkupacks zu entwickeln und zu verkaufen. BorgWarner wird mit 60 Prozent die Mehrheit am gemeinsamen Joint Venture halten und beteiligt sich außerdem mit 20 Prozent an Romeo Power Technology. Dort wird das Unternehmen zudem zwei Aufsichtsratssitze besetzen. Der Abschluss dieser Vorhaben wird voraussichtlich noch im zweiten Quartal dieses Jahres erfolgen.

“Das Joint Venture wird nicht nur eine gute Ergänzung unseres schon heute starken Portfolios für Antriebslösungen darstellen, wir erwarten zudem, damit die Angebotslücke zwischen Herstellern von Batteriezellen und Käufern von Hybrid- und Elektrofahrzeugen zu schließen.” – Joel Wiegert, President und General Manager, BorgWarner Morse Systems

Der Serienunternehmer Michael Patterson, Romeo Power-Gründer und CEO, leitet das Unternehmen, aber das Engineering-Team wird von Porter Harris geleitet, der als Lead Designer mehrerer Weltklasse-Akkupacks anerkannt ist, wie zum Beispiel für die Falcon 9 Raketenbatterien von SpaceX, Cargo Dragon Spacecraft Batteries und Crew Dragon Spacecraft Batteries. Harris gibt zu verstehen, dass man die Erfahrung mit Energiespeichersystemen für Luft- und Raumfahrtanwendungen genutzt habe, um das System von Romeo aufzubauen:

“Wir haben Technologien angewendet, die für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt entwickelt wurden, und wir haben sie verbessert, um Produkte zu entwickeln, die neue Wege für EVs und stationäre Energiespeicher beschreiten.”

Romeo Power entwickelte ein modulares Batteriepack-System mit zylindrischen Lithium-Ionen-Zellen. Hierzu sei angemerkt, dass die meisten Elektroautos auf der Straße heute Pouch- oder prismatische Batteriezellen, mit Ausnahme der Fahrzeuge von Tesla, die zylindrische Zellen verwenden, nutzen. Nun erhält das Start-Up einen Schub durch das Investment von BorgWarner. Sowie das gemeinsam gegründete Joint-Venture.

Die beiden Unternehmen gaben in der entsprechenden Pressemitteilung zu verstehen, dass die künftig gemeinsam hergestellten Batteriemodule und Akkupacks voraussichtlich über eine intelligente Steuerung mit eigenen Algorithmen und ein eigenes Wärmemanagement zur aktiven und passiven Kühlung verfügen sollen. Gemeinsam wird man sich zunächst auf Sportwagen und Pkw mit Hybrid- und Elektroantrieb fokussieren und in diesem Bereich das bestehende Produktportfolio des Zulieferers ergänzen. Das Portfolio von BorgWarner besteht bisher unter anderem aus Elektromotoren, Leistungselektronik, Batterieheizern, der E-Achse iDM und Bordladegeräten.

“Dank der Größe und Ressourcen von BorgWarner wird Romeo mit dem Joint Venture einen großen Schritt im E-Mobilitätssektor gehen können.” – Michael Patterson, Gründer und CEO von Romeo Power Technology

Das Start-Up Romeo Power zeigt sich aber nicht nur wegen der Zusammenarbeit mit BorgWarner selbstbewusst. Man gibt auch zu verstehen, dass die eigene Technologie den Wettbewerb übertrifft:

  • Höchste Energiedichte: Die Romeo Power-Technologie bietet die höchste Energiedichte von 25 Prozent und bietet eine deutlich höhere Reichweite.
  • Schnellste Ladezeiten: Mit der höchsten thermischen Leistung ist die Technologie für die schnellsten Ladezeiten optimiert und verkürzt die Standardladezeiten der Batterie um 15 Prozent auf 30 Prozent.
  • Höchste Sicherheit: Alle Designs sind mit einer inhärenten thermischen Abschwächung ausgestattet und verfügen über eine mehrfach fehlertolerante Soft- und Hardware zum Schutz vor Kreuzzellvermehrung.

Quelle: BorgWarner – Pressemitteilung vom 07. Mai 2019

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