BASF fasst Lausitz für Aufbau einer Batterie-Fabrik ins Auge

Ammoniakanlage am Standort Ludwigshafen
Symbolbild | BASF SE

Dass die BASF auf dem Batteriemarkt mitspielen will zeichnet sich als zunehmend realistischer ab. Geht es nach einem Bericht in der Automobilwoche spielt die BASF mit dem Gedanken, in der von der Braunkohle geprägten Lausitz, eine Batterie-Fabrik zu eröffnen. Aktuell werde der Bau einer Produktionsanlage für den Standort Schwarzheide geprüft, dies teilte der Geschäftsführer der BASF Schwarzheide GmbH, Jürgen Fuchs, mit.

Standort Schwarzheide für BASF in Europa von großer Bedeutung

Nach Angaben des Chemie-Konzerns ist der Standort Schwarzheide eine der größten Produktionsstätten der BASF in Europa. Derzeit werden am Lausitzer Standort unter anderem Basislacke und Kunststoffe für die Automobilindustrie, Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel und Schaumstoffe für Sportschuhe und Matratzen hergestellt.

Im vergangenen Jahr hatte BASF nach eigenen Angaben 148 Millionen Euro in die Instandhaltung und Erweiterung von Produktionsanlagen und die Modernisierung der Infrastruktur investiert.

BASF investiert in grüne Energie

An seinem Standort in Südbrandenburg will die BASF zudem langfristig einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Mit diesem Investment soll unter anderem das das standorteigene Kraftwerk modernisiert werden. Hierdurch wird es nicht nur möglich erneuerbarer Strom in der Produktion einzusetzen, sondern man sei auch in der Lage den Strom ins Netz mit einzuspeisen.

Vor diesem Hintergrund plant das Unternehmen, in größerem Umfang neue Stellen zu schaffen. Eine genaue Zahl nannte das Unternehmen noch nicht.

BASF denkt über nachhaltige Beschaffung von Batterie-Materialien nach

Brudermüller zufolge wird „viel zu wenig beachtet“, wie es um die Verfügbarkeit der Batteriematerialen in Europa steht und der dafür notwendigen Rohstoffe, also Nickel, Kobalt und Mangan. „Diese Materialien stehen heute stark unter der Kontrolle der Chinesen, deshalb sollten wir uns für die Zukunft den Zugang sichern“, sagte Brudermüller. Vor allem in Russland gebe es viel Potenzial, was die Rohstoffe betrifft, weshalb BASF hierbei mit dem russischen Bergbauunternehmen Norilsk Nickel kooperieren will.

Für die BASF ist die Entwicklung der Automobilindustrie in Richtung E-Mobilität eine Gute. Denn dies bedeutet, dass der Wert der Chemieprodukte im Auto steige und damit auch der potenzielle Umsatz der BASF in den Fahrzeugen. Man werde sich hierbei allerdings nicht nur auf die Batterie konzentrieren, denn beispielsweise auch Lacke, die die Strahlung reflektieren, könnten ein Thema sein.

Quelle: Automobilwoche – Batterieproduktion in der Lausitz: BASF prüft Fabrik in Schwarzheide

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