BaFin gibt Sono Motors Community-Beteiligungsprogramm frei

BaFin gibt Sono Motors Community-Beteiligungsprogramm frei

Copyright Abbildung(en): Sono Motors

Anfang Dezember haben wir berichtet, dass es derzeit fraglich ist, ob der SION von Sono Motors noch vom Band laufen wird. Trotz der Tatsache, dass es den Sion mit fast 10.000 Vorbestellungen nach Schweden zieht. Schon kurz darauf wurde bekannt, dass mittlerweile bereits 10.000 angezahlte Reservierungen für deren erstes Solar-Elektro-Fahrzeug vorliegen. Doch all dies scheint nicht für die Serienreife Produktion des SION auszureichen. Nun soll es die Community richten.

Vergangene Woche haben wir uns hierzu mit Jona Christians, Gründer und CEO von SONO Motors, ein wenig ausgetauscht. Gut drei Tage später gibt es weitere Neuigkeiten von Sono Motors. So konnten diese mitteilen, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Prüfung des Community-Beteiligungsprogramms des Unternehmens positiv abgeschlossen hat. Damit können ab sofort, neben den bestehenden Reservierern eines Sion, auch zukünftige Reservierer an den Gewinnen des Unternehmens partizipieren.

Community-Pool lässt Beteiligung an Unternehmensgewinnen sowie möglichen Verkaufserlösen zu

Wie bereits in einem der vorherigen Sono Motors Artikel erwähnt wird es Reservierer des E-Autos nun möglich sein mit dem sogenannten Community Pool anteilig Bezugsrechte an den Unternehmensgewinnen sowie möglichen Verkaufserlösen zu erzielen. Dafür verzichten die Gründer von Sono Motors vollständig auf ihre Gewinnbezugsrechte und bringen ihre sämtlichen verfügbaren Bezugsrechte von 64.07 Prozent in den Community Pool ein.

“Wir verstehen uns als wertebasiertes und verantwortungsvoll handelndes Unternehmen, das eine neue Art Unternehmertum repräsentiert. Dazu gehört die Wertschätzung unserer Unterstützer, die wir nicht als Kunden sehen sondern als integralen Bestandteil von Sono Motors. Sie machen dieses Projekt möglich und setzen damit ein öffentliches Zeichen für die dringend notwendige Verkehrswende und eine zukunftsfähige, ressourcenschonende Mobilität.” – Jona Christians, CEO und einer der Gründer von Sono Motors

Dies sei auch mit der Grund dafür, dass man sich entschieden habe, etwas an die Community zurückzugeben und dieses Unternehmen weiter gemeinsam mit der Community auszubauen, so Christians weiter. Mit diesem Schritt wird das Unternehmen zum ersten Automobilhersteller weltweit, der sich vorrangig durch die Gemeinschaft finanziert und einen Großteil der Gewinne auf die Community überträgt. Die Beteiligung erfolgt über ein Punktesystem, das sowohl den Zeitpunkt der Reservierung als auch die Anzahlungshöhe miteinbezieht. Damit wird sichergestellt, dass die bisherigen Unterstützer besonders berücksichtigt sind.

Sono Motors aktueller Stand der Lage

Innerhalb von nur zwei Wochen sind durch die Erhöhung von Anzahlungen bestehender Unterstützer und durch neue Reservierungen bereits 13 Millionen Euro in die Funding Kampagne geflossen. Für das angebotene Darlehen haben sich bisher rund 1.000 Interessenten registriert. Die Community-Funding Kampagne endet am 30. Dezember 2019. Bis dahin soll die Schwelle von insgesamt 50 Millionen Euro erreicht werden, um das Projekt Sion weiterführen zu können.

“Wir haben eine enorm starke Community, die sich in außerordentlicher Weise hinter uns stellt. Mit solchen Unterstützern lässt sich viel erreichen und solche Unterstützer braucht ein Projekt wie unseres auch.” – Jona Christians, CEO und einer der Gründer von Sono Motors

Quelle: Sono Motors – Pressemitteilung vom 16. Dezember 2019

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7 Antworten

  1. Thomas, es ist einfach solche Floskeln von sich zu geben.
    Aber, wenn man die Welt ändern will, dann muss man etwas tun und auch mal ein Risiko eingehen.
    Was diese Community bis jetzt geleistet hat (13,5 Mio) ist gigantisch.

    1. Sono Motors hat aber nichts geleistet. Die Patente sind wertlos. Der Prototyp ist ein umgebauter BMW i3. Andere Ergebnisse sind nicht vorzuweisen und für die neuen technischen Herausforderungen (z.B. vorgeschriebene Fahrassistenten) bietet Sono auch nichts. Dazu ist deren Konzept, die gesamte Verkehrslogik umzukrempeln absurd. Die angedachte Technik, z.B. Batterie ist heute schon zu klein. Wie das Unternehmen kostengünstig produzieren will, ist mir auch ein Rätsel. Es müssen tausende Autos kostenlos gebaut werden. Dazu braucht Sono ja bis Ende des Jahres 50 Millionen Euro. Damit irgendwann mal ein Auto fährt, sind nochmal 205 Millionen Euro nötig.

  2. Absolut begeistert war und bin ich vom Konzept des Sono. Allerdings wundert es mich doch sehr, mit welcher offensichtlichen Blauäugigkeit die Verantwortlichen an ihr Projekt herangegangen sind, was die Finanzierung angeht. Wenn sich kein Investor findet, der das gesamte Konzept übernimmt und zur Serienreife bringt, wird es nach meiner Einschätzung sang und klanglos untergehen. Hier zu investieren, halte ich für einen Privatanleger zu riskant. Sorry, aber das ist die Realität. Vielleicht ist Elon Musk dran interessiert. Wenn die Plattform kompatibel ist, könnte Tesla im Handumdrehen einen preiswerten Kleinwagen stemmen, falls sie diesen noch nicht in der Pipeline haben.
    Schade, ich war von Sono überzeugt. Aber nun ist der Zug wohl abgefahren.

  3. Wie will den Sono so den Anschluss an die mit hohem Tempo laufende E Mobillität noch schaffen ? Ohne die Namen zu nennen, gibt es viele alteingesessene Firmen die sich bereits am Schwanz der Marktführer befinden und den Anschluss (nie) mehr finden werden.

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