Baden-Württemberg macht sich für Batteriezellenforschung stark

Ulm als künftiger Standort für Batteriezellenforschung

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Bis zu 185 Millionen Euro stellt das Bundesland Baden-Württemberg zur Verfügung, wenn Ulm für die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geplante Forschungsfertigung Batteriezelle berücksichtigt wird. Aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann sei Baden-Württemberg „perfekt aufgestellt für die Ansiedlung der geplanten Forschungsfertigung Batteriezelle. Auf engem Raum haben wir alle notwendigen Kompetenzen und Partner konzentriert“.

„Mit dem industriellen Umfeld und der vorhandenen Forschungsexzellenz am Standort Ulm decken wir die Wertschöpfungskette der Batteriezelle vollständig ab,“ so Kretschmann weiter. Der Aufbau und der Betrieb der Forschungsfertigung sollen durch die Fraunhofer-Gesellschaft erfolgen. Die Federführung bei der Bewerbung haben das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

„Die Batterietechnologie ist eine Schlüsseltechnologie und für die Sicherung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen unentbehrlich. Um international nicht den Anschluss zu verlieren, müssen wir uns jedoch ständig weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, dass wir bis zum Jahr 2030 rund 30 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Batteriezellen aus deutscher und europäischer Produktion bedienen. Baden-Württemberg muss dabei Vorreiter sein.“ – Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin

Kretschmann spricht sich ebenso positiv für eine deutsche Battereiezellenforschung aus. Aus seiner Sicht wird „neben der Elektrifizierung des Verkehrs in allen Wirtschaftsbereichen eine verstärkte Nachfrage nach batterieelektrischen Speichern, angefangen bei Werkzeugen, über Haushalts- und Gartengeräte hin zu Medizinprodukte, erwartet.“ Ebenso spiele auch die stationäre Speicherung mit Batterien in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle.

Vonseiten der Bundesregierung geht man davon aus, dass sich der Bedarf nach mobilen und stationären Stromspeichern bis 2030 mehr als verzehnfachen wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung plant im Rahmen des Dachkonzeptes Forschungsfertigung Batterie daher die Errichtung einer Forschungsfertigung Batteriezelle.

Nach einem landesweiten Screening und der Bewertung aller Vorschläge zur Standortansiedlung hat sich gezeigt, dass Ulm die Anforderungen der Gründungskommission optimal erfüllt. „Ulm ist bundesweit einer der wesentlichen Batterie-Hotspots. Der Standort bietet aufgrund des hervorragenden Forschungsumfeldes, der optimalen Infrastruktur und der zentralen Lage im süddeutschen Raum ideale Voraussetzungen“, sagte Hoffmeister-Kraut. „Durch die Nähe zu den dort ansässigen Forschungseinrichtungen und Unternehmen können wir von Beginn an von Synergieeffekten auf allen Ebenen profitieren.“

Im Erfolgsfall wird die Landesregierung Grundstück und Gebäude, einschließlich der notwendigen Finanzierung, bereitstellen. Im Standortbewerbungsprozess wird ein Finanzbedarf für die Erstimmobilie von bis zu 105 Millionen Euro und weiteren 80 Millionen Euro für eine Erweiterung nach drei Jahren erwartet. Um eine verbindliche Bewerbung abgeben zu können, will die Landesregierung kurzfristig 100 Millionen Euro aus dem aktuellen Nachtragshaushalt zur Verfügung stellen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg – Baden-Württemberg bewirbt sich als Standort für Batteriezellenforschung

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