Mit dem autonom agierenden Elektro-Bus durch die Stadt. Schweden macht’s vor.

Mit dem autonom agierenden Elektro-Bus durch die Stadt. Schweden macht's vor
Scania

Scania beschäftigt sich nicht erst seit gestern mit der Zukunft der Mobilität. Ganz im Gegenteil, man scheint schon ganz schön weit zu sein. Wie sonst könnte man es sich erklären, dass der Nutzfahrzeughersteller Scania und der skandinavische ÖPNV-Betreiber Nobina mittlerweile einen vollautonom fahrenden Elektro-Linienbus im Echteinsatz auf regulären Straßen in Schweden testen?

“Die Technologie ist jetzt reif für den Einsatz in Alltagsanwendungen auf öffentlichen Straßen.” –  Karin Rådström, Head of Buses and Coaches bei Scania

Erst im vergangenen Jahr hat Scania, im Rahmen einer groß angelegten Studie, mehrere Wege in eine Zukunft ohne fossile Emissionen in den kommenden Jahrzehnten erkundet, angefangen bei der vollständigen Elektrifizierung bis hin zu einem Portfolio verschiedener Antriebsstrangtypen. Mit dem aktuellen Pilotprojekt scheint man einen Teil davon im Alltag zu testen.

Neben dem Pilot-Projekt hat sich das Unternehmen mit dem Batterie-Start-up Northvolt zusammengetan. Um in Zukunft gemeinsam die Entwicklung und Vermarktung von Batteriezellen für schwere Nutzfahrzeuge voranzubringen. Die Zellproduktion von Northvolt wird in Skellefteå, Schweden aufgebaut und soll Ende 2020 die Produktion aufnehmen.

Test des autonom agierenden Elektro-Bus soll wertvolle Erkenntnisse liefern

Mit dem Test des  autonom agierenden Elektro-Bus erhofft man sich zahlreiche Erkenntnisse, die zu einer großskaligeren Anwendung führen könnten. Der Pilotversuch wird in zwei Phasen gestartet: Zuerst ohne Passagiere und dann mit Pendlern an Bord. Man verlässt sich hierbei aber nicht gänzlich auf den autonom fahrenden Bus. So wacht ein Sicherheitsfahrer über den Betrieb des Fahrzeugs und hilft den Fahrgästen.

12 Meter lang kommt der Linienbus vom Typ Scania Citywide LF daher und soll das schnell wachsende Wohngebiet von Barkarby etwa 20 Minuten vom Zentrum Stockholms entfernt mit einer nahen U-Bahn-Station verbinden. Auf der fünf Kilometer langen Teststrecke befinden sich vier Haltestellen, der erste Kilometer wird rein autonom zurückgelegt. Man erwartet, dass etwa 300 Fahrgäste täglich den Service nutzen. Geladen werden sollen die Busse dann im Depot.

eHighway mit Scania Oberleitungs-LKW als weiteres Projekt am Laufen

Über einen Test der etwas anderen Art haben wir Dezember 2018 berichtet. Zu diesem Zeitpunkt haben die Funktionstests für die anstehende Inbetriebnahme des eHighways – ein Teilstück der A 5 im Süden Frankfurts am Main, wo zum ersten Mal ein Oberleitungs-Lkw auf einer deutschen Autobahn unterwegs ist, gestartet. Im ersten Halbjahr 2019 finden weitere Testfahrten statt, Scania liefert die Oberleitungs-LKW dafür.

Quelle: Vision-Mobility.de – Scania und Nobina testen vollautonomen Elektro-Bus

Ein Kommentar

  1. 5 km Fahrstrecke, 4 Haltestellen, Wahnsinn!!! Da muss man natürlich mindestens 2 Jahre testen um so wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.

    Diese werden dann in Deutschland in einem 5-jährigen Test auf 10 km mit 8 Haltestellen auf ihre Tauglichkeit auf größeren Strecken überprüft, ob man das auch wirklich hochrechnen kann.

    Das wird dann von Prof. Dr. Köhler, dem Lungenfacharzt angezweifelt. Das sind bloß zufällige Korelationen und keine Kausalitäten! Erst ein Mal muss überprüft werden, ob das auch auf Strecken gilt von 13,43 km mit 9,2 Haltestellen, an denen auch Mal keine Fahrgäste aus oder einsteigen.

    Und dann auch noch das Wetter. War das häufig gleich? Dann muss das unter anderen Bedingungen überprüft werden.

    Vorschlag:

    TESLA Software rein und meinen Taschenlampen-Akku (reicht für die 5 km) rein und 1 Woche Test reicht völlig.

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