Audi plant Hybridauto mit Wasserstoffantrieb

Audi plant Hybridauto mit Wasserstoffantrieb
North Monaco / Shutterstock.com
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Das Thema Wasserstoffautos nimmt in diesen Wochen wieder deutlich an Fahrt auf. Nach der Aussage von Audi-Chef Bram Schot, künftig auch Brennstoffzellenautos auf die Straße zu bringen, äußerte sich nun ein weiterer Audi-Manager zu diesem Thema: „Wir beschäftigen uns intensiv mit Brennstoffzellen-Hybriden“, sagte Audis neuer Entwicklungsvorstand Hans-Joachim Rothenpieler in einem Interview mit der Automobilwoche. Er findet, dass „die Kombination von Wasserstoff und Verbrennungsmotor für große Autos, die auf langen Strecken – etwa 600 bis 800 Kilometer – eingesetzt werden, eine interessante Option ist“.

Brennstoffzellen-Hybride könnten schneller eine wichtige Rolle beim Erreichen der Flottenziele spielen als viele glauben“, sagte Rothenpieler dem Fachblatt. Vor allem Hersteller großer, schwerer Autos – wie eben Audi – haben keine Chance, künftige CO2-Grenzwerte mit Verbrennungsmotoren erreichen zu können. Viele Hersteller arbeiten deshalb intensiv daran, möglichst schnell möglichst viele Elektroautos auf den Markt zu bringen.

Innerhalb des Volkswagen-Konzerns ist Audi mit der Entwicklung von Wasserstoffantrieben betraut. Die Brennstoffzelle sei, so Rothenpieler, „der nächste logische Schritt der E-Mobilität“. Interessant ist nun der neue Ansatz, dass die Ingolstädter die Brennstoffzelle als saubere Antriebsvariante in einem Hybridauto ansehen, das ist bislang neu in der Branche. Audi erhoffe sich dadurch ein Alleinstellungsmerkmal, so die Automobilwoche.

Neben Audi arbeiten auch Mercedes-Benz, BMW und Opel an Wasserstoffautos. Die Konkurrenz aus Asien, Toyota mit dem Mirai und Hyundai mit dem Nexo, hat bereits Modelle auf dem Markt.

Quellen: Ecomento – Audi-Entwicklungsvorstand: „Wir beschäftigen uns intensiv mit Brennstoffzellen-Hybriden“ // Efahrer – Audi will sich intensiver mit Waserstoff-Hybriden beschäftigen

17 Kommentare

  1. Oh je,
    Schade Audi… Hybrid mit Diesel und Wasserstoff ist genau die Kombi die GAR KEINER braucht.

    Wasserstoff ist zu teuer und mit vielen Nachteilen für die
    Verbraucher und Diesel…. will keiner mehr.

    Aber da ja Wasserstoff drin steckt gibts schöne Fördermillionen . Aus Steuergeldern.

    1. Artikel nicht verstanden…

      „Hybrid aus Brennstoffzelle und Batterie-Antrieb“
      „Akkus für kurze, Brennstoffzellen für lange Strecken“

      Viele Grüße…

  2. Der Wasserstoff Hybrid ist logisch, da die Brennstoffzelle keine Spitzenleistung bringen kann.
    Die Beschleunigungsleistung eines Audi muss aus einer ordentlichen Batterie kommen. Und im Kurzstreckenbetrieb kann man dann billigeren Strom tanken.
    Ökologisch natürlich fragwürdig und sauteuer. In diesem Kundensegment aber wohl egal, hauptsache man ist “überlegen” unterwegs.

  3. Spannend wäre 1 Verbrennungsmotor mit H2 in einem Hybrid. Es gibt 1 Entwickler-Team, das angeblich kostengünstig Verbrennungsmotoren auf H2 umrüsten kann. Das wäre 1 schnell verfügbare Übergangs-Technologie, die Verbrenner-Freaks mit Lust auf H2 anspricht.

    H2 ist nicht zwingend teuer. Die Nutzung von überschüssigem Öko-Strom wurde lange vernachlässigt und läuft gerade erst an. Da gibt es durchaus spannende Konzepte.

    1. Einen heutigen Verbrenner umrüsten, um damit Wasserstoff zu verbrennen ist so ziemlich die schlechteste Idee, die man umsetzten könnte.
      Noch schlechter als ein Elektroauto mit Drucktanks und Wasserstoffbrennstoffzelle auszurüsten und von irgendwelchen Reichweiten über 500km zu träumen.
      Wasserstoff in Autos braucht niemand. 800km Reichweite, braucht ebenfalls niemand.

      1. Aber die umweltschädlichen Accus und aufwendig gestellten brauchen wir. Erst über Brennstoffzellen informieren, dann dummes Zeug erzählen.

        1. Da Sie sich auszukennen scheinen:
          Aus welchem Grund sind die Accus eigentlich so umweltschädlich?
          Meinen Sie aufwändig hergestellt? Ist das deutlich komplizierter als die Herstellung von Brennstoffzellen? Werden in Brennstoffzellen nicht trotzdem Zwischenspeicher für die Spitzenlast benötigt?

      2. “800 km Reichweite braucht niemand (pro Tag)” – richtig ! Das zukünftige Verkehrskonzept sollte darauf ausgerichtet werden, dass man solche Langstrecken nur in Ausnahmefällen im individuellen Fahrzeug macht.

    2. Ich finde es gut dass man in Deutschland auf Wasserstoff setzt, während Asien rein auf Elektromobilietät ausgerichtet ist.
      Ein Nichenprodukt ist allemal mehr wert als nur die anderen nachzukupfern. Ich freue mich auf die diese Zeit in der ich kein Ladeanschluss suchen werde um dann auch noch festzustellen dass mein Stecker nicht passt

      1. sie sind schon witzig, haben sie nichts von der Explosion der wasserstofftankstelle in Norwegen gehört?
        es wurden darufhin aus Sicherheitsgründen alle Wasserstofftankstellen geschlossen, Toyota und Hyundai haben die Auslieferung ihrer Wasserstoffautos eingestellt. Seit monaten könne die Autobesitzer keinen Wasserstoff mehr tanken. Das E-Auto können sie jederzeit an der Stinknormalen Haushaltssteckdose bequem über Nacht aufladen und sind dadurch unabhängig von den Tankstellen.

        1. Ihnen ist aber durchaus bewusst,dass es sich hierbei um einen Montagefehler an der Tankanlage gehandelt hat?
          Batteriebetriebene Fahrzeuge selbst,sind bereits zu genüge abgebrannt. Ein Feuer an einem Wasserstofffahrzeug ist ferner einfacher zu löschen als an einem Akkubetriebenen. Erst informieren,dann reden

          1. Montagefehler oder nicht die Abhängikeit von der Tankanlage ist Grund genug sich nicht mehr damit zu befassen und zu ihrer Info diesel und Benziner brennen pro jahr ca. 15000 Fahrzeuge nur allein in deutschland ab wird aber nur noch in den regionalen Zeitungen berichtet
            und außerdem die jetzigen Wasserstoffautos Tyoty Mirai, Hyundai nexos und dieser Mercedes sind Elektrofahrzeuge nur das diese zur Batterie (sie sit etas kleiner beim Mercedes hat sie 13 KwH) noch zusätzlich die hochkomplizierte und wartungsintesive Brennstoffzellentechnik an Bord aber sie können natürlich gerne ein Wasserstoffauto kaufen wenn über mind. 69.000 Euro verfügen. Ich werde garantiert ein E-Auto kaufen sobald mein alter diesel ausgedient hat

  4. Ein reines Brennstoffzellenfahrzeug an sich ist ja eigentlich schon ein Hybrid, denn es beinhaltet alle Komponenten eines BEV inclusive (kleinerer) Lithiumbatterie und hat zusätzlich die Brennstoffzelle sozusagen als Range-Extender. Als wäre das nicht schon komplex genug, will Audi jetzt den Hybrid-Hybrid bauen.
    [ironie]
    Ist ja auch irgendwie logisch bei einem H2-Fahrzeug.
    Tolle Idee, so wird man die Führungsrolle in der E-Mobilität (siehe e-tron) sicher noch weiter ausbauen können. Und natürlich lässt sich dieses raumfordernde Konzept nur mit den allseits beliebten Stadtpanzern realisieren. Vorsprung durch Technik halt.
    [/ironie off]

  5. Ganz ehrlich: bei Audi hat man den Schuss nicht gehört! Was soll so ein Unfug? Die Brennstoffzelle wird kommen, aber doch nicht mit einem Verbrennen! Wir wollen die nicht mehr haben!!!! Wir wollen weg vom Öl und nicht son teuren Mist den keiner braucht

  6. [/ironie-on]
    Ein Beziner zusammen mit einem Diesel, dazu ein Brennstoffzellen Antrieb, bei dem der Wirkungsgrad noch tiefer ist als bei den beiden vorangegangenen, allenfalls noch ein Schnitzelheizungsantrieb, das wäre doch die ideale Kombination, damit das ganze auch Ingenieurmässig hochkomplex wird. Das könnte wirklich die grosse Herausforderung für Audi sein, die auch ziemlich sicher vielleicht in 20-30 Jahren realisiert werden könnte. Ein Zeitraum, der sicherlich gegenüber der Umwelt vertretbar scheint. Am Besten noch ein Gefährt, das einem Hummer ähnlich sieht und auch 4-5 Tonnen auf die Waage bringt, damit auch die Blondine mit Ihrem Pudel Hündchen im Peds Laden einkaufen kann.
    Weiter so Audi und Co.
    Und das Alles nur, damit der Käufer auch weiterhin die 1700km in 9-10 Stunden von Berlin nach Mailand blochen kann, ohne jemals einen Pipi Stop zu machen und auch keine halbwegs gesunde Nahrung zu sich zu nehmen und obendrein in Mailand wie ein gewaschener Pudel ankommt und zum Auto herauskriecht. Aber klar man hat ja in den Ferien einen neuen Rekord aufstellen müssen, der dann einen Eintrag im Rekord Buch sichert.
    Damit man nicht durch das 120km/h Tempolimit in der Schweiz gebremst wird, werden die 200km Umweg über Österreich gerne in Kauf genommen.
    [/ironie-off]

    Worum sollte es uns wirklich gehen, ist eine möglichst Energieeffiziente e-Mobilität für möglichst Alle zu garantieren.
    Brennstoffzelle wird sicherlich eine Rolle spielen, so aber auch Festkörperbatterien für den Nahverkehr und den Fernverkehr bis 1000km. Die Bahn und auch ein umweltfreundlicherer Flugreiseverkehr ergänzen das Ganze.

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