Audi e-tron Charging Service: E-Auto ab 7,95 Euro laden – ein Blick auf die Tarife

Der Audi e-tron in Masdar City

Copyright Abbildung(en): Audi AG

UpdateDer Artikel hat am 01. Februar 2019 ein Update erfahren

Noch vor der offiziellen Weltpremiere des Audi e-tron im September, hat das Unternehmen mit den vier Ringen, seinen Audi e-tron Charging Service vorgestellt. Dieser wird Teil eines ganzheitlichen Ladeangebots sein und bietet europaweiten Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur. Die Audi-eigene Ladekarte bündelt mehr als 72.000 Ladepunkte von 220 Anbietern und ermöglicht damit grenzenlose und sorgenfreie Elektromobilität. Nun gibt es erste Informationen zu den Preisen.

Der Audi e-tron Charging Service ist Teil eines ganzheitlichen Ladeangebots und bietet in 16 europäischen Ländern Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur. Im Laufe des Jahres kommen acht weitere Märkte in Osteuropa dazu.

Audi e-tron Charging Service kommt in zwei Tarifen nach Deutschland

Als Nutzer des Audi e-tron Charging Service hat man künftig die Wahl zwischen den Tarifen “City” und “Transit”. Je nach Land erfolgt die Abrechnung entweder pro Minute, pro kWh oder pro Ladevorgang. Die Nutzung ist denkbar einfach: Ob AC-oder DC-Laden, ob 11 oder 150 kW – es genügt eine einzige Karte, die e-tron Charging Service Card, um das Laden zu starten. Viele Säulen lassen sich auch über das Scannen eines QR-Codes per Smartphone freischalten.

Für Deutschland werden die Ladevorgänge pro Ladevorgang abgerechnet. Grundsätzlich muss man als Nutzer des e-tron Charging Service einen monatlichen Grundpreis zahlen. Dieser beträgt 4,95 € im City-Tarif sowie 17,95 Euro im Transit-Tarif, pro Monat. Pro Ladevorgang fallen dann beim AC-Laden 7,95 Euro sowie beim DC-Laden 9,95 Euro an.

Beim Laden an einer Ionity-Station werden 8 Euro (Transit) abgerechnet. Die Ionity-Station-Preise sind aktuell als Einführungspreis zu verstehen. Im City-Tarif wird für IONITY-Stationen kein Tarif angeboten. Im Transit-Tarif gilt zudem der Vorzugspreis von 0,33 € / kWh.

Anders als in Deutschland wird in der Schweiz und Österreich pro Minute beziehungsweise pro kWh abgerechnet. Des Weiteren wird es sowohl in Österreich als auch in der Schweiz eine sogenannte Blockierungsgebühr geben. Diese gilt ab einer Standdauer von 60 Minuten und wird mit 10 Cent beziehungsweise 10 Rappen pro Minute in Rechnung gestellt.

Auch im Ausland ist das Laden mit einem einzigen Vertrag in aktuell 16 europäischen Ländern möglich. Audi-Kunden zahlen stets den landesüblichen Preis, abhängig von der jeweiligen Ladegeschwindigkeit – alles ohne Kostenaufschlag für ein Roaming. So lädt ein ausländischer Kunde auf der Durchreise zu den identischen Konditionen wie ein einheimischer Nutzer des e-tron Charging Service.

City-Tarif / Transit-Tarif: Das stellt sich Audi darunter vor

Um die individuellen Ladebedürfnisse abzudecken, startet der e-tron Charging Service mit zwei unterschiedlichen Tarifen. Der City-Tarif spricht vor allem Stadtpendler an. Für regelmäßige Langstreckenfahrten empfiehlt sich der Transit-Tarif, der monatlich 17,95 Euro kostet – für Besitzer eines neuen Audi e-tron entfällt diese Grundgebühr im ersten Jahr.

Um den e-tron Charging Service zu nutzen, registriert sich der Kunde einmalig im myAudi Portal und schließt einen individuellen Ladevertrag ab. Bei Bedarf unterstützt der Audi-Partner vor Ort bei der Vertragsaktivierung. Die gebündelte Abrechnung aller Ladevorgänge erfolgt automatisch am Monatsende.

Plug & Charge ab 2019 für Audi-Kunden

Für alle Audi e-tron, die ab Mitte 2019 vom Band fahren, wird die Funktion Plug & Charge in Kraft. Damit autorisiert sich der Audi e-tron über modernste kryptographische Verfahren selbst an Ladesäulen und schaltet sie frei – eine Karte wird nicht benötigt. Auch im privaten Umfeld kann der Kunde Plug & Charge zur Freischaltung seines Ladesystems „connect“ nutzen. Die Eingabe einer PIN zum Schutz vor Fremdnutzung entfällt dann.

“Wir freuen uns sehr, dass wir unseren e-tron Kunden einen Premium-Ladedienst mit flächendeckender Netzabdeckung anbieten und gemeinsam mit unseren Partnern das Eco-System der Elektromobilität erweitern.” – Fermin Soneira, Leiter Produktmarketing bei Audi

Weitere Informationen zum Netz und den landespezifischen Marktpreisen gibt es unter www.e-tron.charging-service.audi

Quelle: e-tron.charging-service.audi – Preisliste Deutschland

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7 Antworten

  1. Was der Vorteil des Mitschleppens einer weiteren Karte ist, entzieht sich meinem Verständnis, zumal viele Menschen bereits heute schon z.B. über eine Girokontokarte verfügen, die an sehr vielen Geschäften problemlos funktioniert.Kreditkarten funktionieren auch, sind aber vermutlich mit zu hohen Gebühren belegt.

    Das was bei Tesla schon seit Jahren funktioniert wäre 2019 zwar nicht mehr als innovative und neue Technologie zu bezeichnen, aber sie funktioniert völlig problemlos und das auch ohne jegliche Karte. So sieht eigentlich die Gegenwart heute aus. Kartenzahlungen sind für das Aufladen eines eAutos doch seit ca. 5 Jahren ein Rückschritt, mehr Karten sind nur ein noch größerer Rückschritt und beides ist keinesfalls ein Fortschritt.

    1. Kann man nur zustimmen. Ein RFID-Chip – durchgängig für alle Anbieter am Markt, wäre sicherlich der effizientere Weg. Ein Standard zum Fahrer hin, Abrechnung übernimmt der Dienstleister und kassiert dafür % vom jeweiligen Anbieter.

      1. Jawohl Sebastian! Ein RFID für ALLE Ladesäulen – weltweit! Abrechnung ausschließlich nach Strommenge – allerdings zu einem fairem Preis, von sagen wir mal max. 35 Cent/kWh!
        Bei vielen Ladestromanbietern kann man schon die Eurozeichen in den Augen erkennen.
        Hoffentlich wachen die Regulierungsbehörden endlich auf!

  2. Na, ganz toll! Typisch für die deutsche Autoindustrie. Da schafft man eine Ladestruktur für (womöglich speziell für Audi-Fahrzeuge), die vom Preis her jenseits von gut und böse ist. So wird man kaum jemand hinter dem Ofen vor locken. Und dann noch für Deutschland keine Abrechnung nach geladenen kWh.

  3. Hallo Sebastian!

    Die Jammerei der Ladestromanbieter bezüglich der Amortisation von Ladestationen ist absolut nicht nachvollziehbar!
    AC-Ladeboxen bis 32 A werden beispielsweise von “Ladesystemtechnik” ab 559 Euro angeboten . Sogar einen DC-Lader mit 10kW um 3500 Euro haben sie im Programm.

    Meiner Ansicht nach wird das E-Auto-Laden für die Stromanbieter in einigen Jahren eine Goldgrube und es sollte endlich etwas gegen die aktuellen Abzocker-Methoden unternommen werden.
    Speziell die zeitbasierte Abrechnung an AC-Lader, wo in der Regel nur 1 Phase genutzt werden kann, führt zu horrenden Strompreisen.
    Da überschreiten die Preise pro 100 km gefahrener Strecke vielfach die von Verbrennerfahrzeugen.
    Berücksichtigt man dann auch noch den Energiegehalt von Benzin/Diesel (~10 kWh/Liter) kann das leicht einmal zu einem Wutausbruch führen.
    Warum E-tron-Fahrer für den deutlich höheren Verbrauch gleich viel wie ich mit meinem Ioniq pro Ladung zu zahlen haben entbehrt jeder Logik und untergräbt sämtliche Bemühungen zum Energiesparen und dem Klimaschutz.

    Meine Protestnoten an “Europakonsument”, an das zuständige Ministerium (Österreich) und an die Regulierungsbehörde “E-Control” (Österreich) erklären die “Narrenfreiheit” der Ladestromanbieter, keiner fühlt sich zuständig!

    Meine Forderung, schon häufig gestellt, Abrechnung NUR nach Strommenge zu einem fairen Preis!

    Vielleicht solltest Du über das Forum eine Petition starten.

  4. Ich verstehe nicht, was an diesen Tarifen gut sein soll. Mit einem E-Auto lädt man nicht wie bei einem Verbrenner üblich an der Tankstelle voll, sondern packt das nötigste rein und weiter gehts. Der Rest kommt zu Hause über Nacht und wie beim zukünftigen E-Tron Besitzer sicher vorhanden über die im Eigenheim installierte Solaranlage deutlich kostengünstiger als über die Ladestationen. Bei 7,95€ pro Ladevorgang mss man bei 11 kW/h AC mindestens 2 Stunden stehen bis man günstiger als 33 Cent/kW/h lädt. Wann macht man das? 1x im Jahr oder so. Das würde ich lieber zu Kaufland fahren, wo man am 50KW Lader während des Einkaufens umsonst lädt (woanders bald sicher auch).
    Auf der Autobahn für Langstreckenfahrer mag das noch Sinn machen aber für die Mehrzahl der Ladevorgänge bei denen man in den Supermark oder das Parkhaus fährt und mal eben für ein Stündchen nachlädt zahlt man eher drauf.
    Plug&Charge verschlimmert das nur. Hier muss man bei jedem Kurzladen dem System erstmal sagen dass es halt nicht Plug&Chargen soll, sondern dass man den viel günstigeren kW/h Tarif eines anderen Anbieters nehmen will.
    Also liebe Audi’s, einmal Stecker rein für 7,95€ ist nicht wirklich günstig. Vielleicht macht Ihr einfach sowas wie 2€ pro halbe Stunde, dann hat man was davon. Dann noch schnell 500 Millionen in einen Solar/Windpark investiert und ihr produziert den Strom für eure Kunden einfach selbst.

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