Akkuengpass bei Audi? e-tron Produktion nur mit halber Kraft

Audi e-tron Produktion in Brüssel
Audi AG

Der Automobilhersteller Audi soll Schwierigkeiten haben, die Produktion seinen ersten vollelektrischen SUVs e-tron auf die geplante Stückzahl hochzufahren. 20.000 Kunden sollen bereits einen e-tron reserviert haben, heißt es. Doch die werden sich wohl in Geduld üben müssen. Wie der Bayerische Rundfunk aus Zulieferer- und Mitarbeiterkreisen erfahren hat, laufen aktuell nur gut die Hälfte der eigentlich anvisierten 300 Fahrzeuge pro Tag vom Band im Brüsseler Werk.

Demnach ist Audis südkoreanischer Akku-Zulieferer LG-Chem nicht dazu in der Lage, ausreichend Batterien aus seinem Werk in Polen zu liefern. Auf Nachfrage des BR kommentierte Audi den Engpass nicht. Eine Sprecherin sagte allerdings, dass jeder Anlauf eines neuen Modells mit Herausforderungen verbunden sei. Man arbeite eng mit Entwicklungspartnern und Lieferanten zusammen und fahre die Produktion unter hohen Qualitätsstandards Schritt für Schritt hoch.

Indes feiert Audi die erste Abholung eines e-tron aus dem Audi Forum Neckarsulm. Ein seit 18 Jahren treuer Audi-Kunde habe sich den ersten Platz auf der Reservierungsliste noch während des Live-Streams der e-tron Weltpremiere aus San Francisco gesichert.

Das Audi Forum Neckarsulm bietet allen Neuwagenabholern ein vielfältiges Programm. Höhepunkt ist die Präsentation und die anschließende Übergabe des neuen Audi. Kundenberater erklären technische Highlights sowie Funktionen des gewählten Modells. Bei einer Werkbesichtigung und in der Fahrzeugausstellung im Audi Forum erfahren Kunden und Begleitpersonen viel weiteres über die Marke mit den vier Ringen.

Quellen: Bayerischer Rundfunk – Audi hat Produktionsprobleme beim e-tron / Audi – Pressemitteilung vom 25.03.2019

2 Kommentare

  1. Moin,
    ja der Akkuengpass kann ein echtes Nadelöhr werden und alle deutschen Hersteller betreffen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist sogar recht groß! Wer auch bei Akkus dem „Just in Time Prinzip“ folgt, der kann bei totaler Abhängigkeit von einer Hand voll asiatischer Lieferanten schnell sehr große Probleme bekommen! Was bringen volle Auftragsbücher, wenn unsere deutschen OEMs so ein elementares Bauteil wie den Akku eines BEVs nicht geliefert bekommt – nix!
    Daher sollte sich die deutsche Autoindustrie schnell einig werden und ZUSAMMEN dieses Problem angehen. Oder besser gleich größer denken und die Akku-Herstellung zur „Europäische Chef-Sache“ machen. Nur mit schiere Größe können sich in diesem Rohstoffmarkt Positionen gesichert werden.

    Denn, wer die Akkus produzieren KANN, der KANN im Markt auch mitbestimmen Markt!
    Hoffe wir Deutschen werden bei diesem „Spiel“ nicht zu Bittstellern…

  2. das sind sie schon, Bittsteller. nur bei allen waren aus den Niedriglohnländern war dies hier bis jetzt ein gefundenes fressen. das wird sich ändern……die fernöstler drehen jetzt den spiess um. trump hat dies als erster gemerkt. auch Strom , Energie und Batterien muss man selber produzieren, sonst wird man erpressbar.

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