AIWAYS Elektro-SUV U5 zur 14.231 km lange Reise von China zur IAA in Frankfurt gestartet

AIWAYS U5 ist zur Reise von China nach Europa gestartet
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Der Artikel wurde ursprünglich am 11. Juli 2019 veröffentlicht, hat am 18. Juli 2019 aufgrund neuer Informationen ein Update erfahren.

AIWAYS bereitet die Markt-Einführung des eigenen Elektro-SUV U5 in Europa mit der bisher längsten Fahrt eines Elektroauto-Prototypen vor. Meine Fahrt von Paris nach Frankfurt im Hyundai Kona Elektro war schon eine spannende Geschichte. Aber 14.231 km im Rahmen eines kompromisslosen Testprogramms sind da schon eine andere Hausnummer.

Am gestrigen Mittwoch, den 17. Juli 2019, ist AIWAYS zur bisher längsten Zielfahrt eines Elektrofahrzeug-Prototyps aufgebrochen. Die Initiative gehört zu dem umfassenden Test- und Entwicklungsprogramm für das batterieelektrische SUV AIWAYS U5, dem ersten Fahrzeug seiner Art, das von einer chinesischen Marke in Europa auf dem Markt gebracht wird. Mit der Markteinführung des Elektro-SUV ist im Frühjahr 2020 in Europa zu rechnen.

Sportlicher SUV ab 25.000 Euro mit 190 PS und 460 km Reichweite

Der U5 gilt als das erste Serienmodell des Unternehmens und ähnelt stark einem elektrischen SUV-Konzept, das im vergangenen Jahr auf der Pekinger Automobilmesse vorgestellt wurde. Im ersten Jahr will das 2017 in China gegründete Start-up-Unternehmen 150.000 Einheiten des U5, in den folgenden Jahren 300.000 pro Jahr produzieren.

Preislich soll der Aiways U5 Ion für um die 25.000 Euro am Markt angeboten werden. Hierfür bekommt man als Käufer ein Elektro-SUV mit 4,70 Meter Länge, einer Breite von 1,90 Meter sowie einer Höhe von 1,73 Meter. Angetrieben wird das E-SUV über einen 140 kW starken E-Motor an der Vorderachse, der einen Drehmoment von 315 Nm aufbringt. Die rein elektrische Reichweite wird ab 460 Kilometer angegeben.

Das neue Fahrzeug, das auf der innovativen MAS-Plattform (More Adaptable Structure) aus Aluminium-Stahl von AIWAYS basiert, wird die neue Produktoffensive von AIWAYS anführen, mit der ein neues Modell pro Jahr geplant ist – darunter auch eine Reihe von Elektro-SUVs für das Familiensegment.

Von der Provinz Shaanxi in China zur IAA 2019 in Frankfurt, Deutschland

Nach dem Start der 14.231 km langen Reise steht nun fest wohin der Aiways U5 von Xi’an, der Hauptstadt der Provinz Shaanxi in China, fahren wird: Deutschland. Entschieden hat man sich für diesen Startpunkt, da dort die Seidenstraße beginnt: Die Stadt ist ein wichtiges Zentrum für den Handel, kulturellen Austausch und die Kommunikation zwischen China und Europa.

Zwei U5 Prototypen und ein Team an Ingenieuren bereisen zunächst die Wüste Gobi in Nordchina, entlang der Routen, die jahrhundertelang von Händlern auf der Seidenstraße genutzt wurden. Ende Juli ist geplant, dass man in Kasachstan ankommt.

Nächste Zwischenetappe des Konvoi wird schließlich Russland sein. Dort führt die Fahrt durch Moskau und St. Petersburg, bevor es über Finnland nach Europa geht. Die nördlichste Etappe der Fahrt führt die Prototypen über den Bottnischen Meerbusen mit geplanten Stops in Schweden, Norwegen und Dänemark, bevor es dann weiter nach Deutschland geht.

Bevor allerdings die IAA in Frankfurt als Reiseziel aufgesucht wird, werden die Autos auch Amsterdam, Paris und Zürich bereisen. Bevor dann der Endpsurt bevorsteht und der U5 als eines der Elektroautos der IAA 2019 zu begutachten ist.

“Diese beispiellose Fahrt gibt uns die einzigartige Möglichkeit, die Schlüsselaspekte des U5 – von der Charakteristik des Antriebs bis hin zur Langlebigkeit von Komponenten – zu validieren und verfeinern. Die Fahrt über tausende von Kilometern und unter wirklich herausfordernden Bedingungen wird zeigen, wie einfach und leicht das Leben eines BEV-Besitzers sein kann.” – Alexander Klose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für das Auslandsgeschäft bei AIWAYS

Der reine Elektroantrieb „E-Drive” – der kompakteste Elektroantrieb aller emissionsfreien Fahrzeuge – ist einer der Schwerpunkte, mit denen sich die Ingenieure von AIWAYS genauer befassen werden. Die Fahrt wird die Batterie und den Motor unter herausfordernden und sich ändernden Bedingungen testen; und das Entwicklungsteam in Echtzeit den Antrieb und der dazugehörigen Elektro- und Wärmesteuerung überwachen. Mit den während der Fahrt gesammelten Daten werden die Ingenieure den Stromverbrauch unter sich ändernden Bedingungen, die Lade- und Schnellladefähigkeit sowie die Leistung bei niedrigem Ladezustand evaluieren können.

Schon jetzt ist sicher, dass man an die äußersten Grenzen des U5 gehen wird, um sicherzustellen, dass er die Leistung, Zuverlässigkeit und Reichweite liefert, die europäische Verbraucher erwarten. Das technische Team wird bei der Fahrt durch viele Länder mit sehr unterschiedlichen Bedingungen in Bezug auf Temperatur, Straßenverhältnisse und verfügbarer Ladeinfrastruktur auch untersuchen, wie einfach der tägliche Umgang – vor allem das Fahren und Laden – mit dem U5 ist.

Quelle: AIWAYS – Pressemitteilung per Mail

3 Kommentare

  1. 2016 haben 10 Teams aus Spanien, Deutschland, Italien, Oesterreich, den USA, China und der Schweiz die Welt ohne technisches Team die Welt in 80 Tagen umrundet http://www.80edays.com. Es war der Härtetest. Team Schweiz 1 im Tesla Roadster.

    Schön, dass es 3 Jahre später 1 Team zu einer Testfahrt ebenfalls wagt die Wüste Gobi, Kasachstan zu durchqueren.

    Viel Glück
    Markus

  2. Mit Sicherheit eine gute Werbe-Tour. War das Mecedes die mit dem Wasserstoffauto nach Cina gefahren sind? Weiter gebracht hat das die H2-Fahrzeuge aber nicht .

    1. Als ich im Sommer 2016 mit meinem Tesla Roadster von Guangzhou via Xi’An, Langzhou, Urumqi, Almati, Balkash, Astana, Cheliabinsk, Ufa, Moskau, Kiev, Budapest nach Bercelona gefahren bin ( http://www.80edays.com ), gab es noch keine H2 Stationen auf dem Weg. Ohne nachgeforscht zu haben, wurden die H2 Flaschen vermutlich mit einem Benziner transportiert. Aber bitte ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

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