AFC Energy: Premiere des Elektroauto-Ladegerät auf Brennstoffzellentechnologie

Brennstoffzellen-Technologie symbolisch dargestellt
shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrationsnummer: 715215052
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Mit CH2ARGE hat das britische Unternehmen AFC Energy das weltweit erste, bekannte Elektrofahrzeug-Ladegerät auf Basis der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie vorgestellt. Mit Vorstellung des Ladegeräts zeigt das Unternehmen das Potenzial auf 100% sauberen Strom für das Aufladen von Elektroautos zu nutzen.

BMW i8 wird als erstes E-Fahrzeug mit Strom aus einer Wasserstoff-Brennstoffzelle geladen

Auf dem Dunsfold Aerodrome, dem Heimatort der BBC Top Gear Teststrecke, fand die Vorführung des CH2ARGE-Gerätes statt. Als erstes elektrifiziertes Fahrzeug wurde ein BMW i8 mit Strom aus einer Wasserstoff-Brennstoffzelle aufgeladen.

Mit dem sogenannten Proof-of-Concept des CH2ARGE-Prototyps in der Hand, bereitet sich das Unternehmen auf die Kommerzialisierung von brennstoffzellenbasierten Ladelösungen vor, um der wachsenden Nachfrage nach umweltfreundlichem Strom im Elektroauto-Markt gerecht zu werden. Mit der Aufladung aus dem CH2ARGE-System von AFC Energy können E-Autos bis zu 100% emissionsfrei geladen werden.

Das CH2ARGE-System von AFC Energy arbeitet daran, eine Lösung für potenzielle zukünftige Herausforderungen im Elektromobilität-Markt zu finden.

“Bis 2030 wird geschätzt, dass es neun Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen Großbritanniens geben könnte, gegenüber heute 90.000. Für diesen Übergang brauchen wir Ladestationen, die landesweit integriert werden, und innovative Lösungen, um die gravierenden Grenzen des zentral erzeugten Stroms zu überwinden.

Durch die Entwicklung und Vorschau der Wirksamkeit unseres CH2ARGE-Systems bei der Anwendung der EV-Ladung hat AFC Energy gezeigt, dass es bereit ist, nicht nur bei der Lösung der Herausforderungen der gestiegenen Stromnachfrage, sondern auch bei der Lösung eines emissionsfreien Ansatzes eine Vorreiterrolle zu übernehmen” – Adam Bond, Chief Executive Officer von AFC Energy

Hinter dem CH2ARGE-System verbirgt sich das von AFC Energy entwickelte Wasserstoff-Brennstoffzellensystem, das mit einem Wechselrichter verbunden ist. Der Wechselrichter überträgt die von der Brennstoffzelle erzeugte Energie auf ein Ladegerät. Welches seinerseits das daran angeschlossene E-Auto mit Energie versorgt.

Skalierbare Lösung für Massenaufladen von E-Autos bereits eingeplant

Die verbaute Brennstoffzelle ist so dimensioniert, dass sie genügend Strom zum gleichzeitigen Laden von mehreren Elektrofahrzeugen bereitstellen kann. Alternativ lässt sich das System skalieren, um entsprechende Lösungen für das Massenaufladen in Supermärkten, Einzelhandelsgeschäften und Sportstadien anzubieten.

Die Wechselrichter werden über das Brennstoffzellensteuerungssystem von AFC Energy gesteuert, das eine sichere und präzise Steuerung der gesamten Anlage gewährleistet. Die Integration in das Steuerungssystem von AFC Energy ermöglicht es, Produktlösungen mit Smart Charging-Funktionalität zu realisieren.

Quelle: AFC Energy – Pressemitteilung vom 18. Januar 2019

4 Kommentare

  1. “100% sauberen Strom ” Wenn der Wasserstoff auch 100% sauber produziert wurde und der Strom durch den teuren Wasserstoff nicht teurer wird, hört es sich nicht schlecht an. Ich fürchte nur, dass weder der Wasserstoff sauber ist, noch der Preis erschwinglich bleibt.

    1. Hierzu haben wir aktuell leider keine näheren Information, wobei es natürlich wünschenswert wäre, wenn es sich mit Preis und Stromherkunft möglichst nah an ihrer Vorstellung verhält!

  2. Könnte mich doch schon wieder kaputt lachen… Lasst doch einfach die Batterie Fahrzeuge weg… Und fahrt gleich mit Wasserstoff… Oder habt ihr geglaubt, dass sich die Leute alle 8 Jahre ein neues Batterie Fahrzeug für 70. 000 Euro kaufen… Weil die Ladezyklen aufgebraucht sind…Man nach 3 Jahren nur noch die Hälfte an Leistung hat… Oder die Leute merken, dass man im Winter nur noch die halbe Reichweite hat…
    Das was die Autoindustrie hier an den Mann oder Frau bringen will… Ist nicht mehr als eine Übergangslösung… Nein danke….

    1. Man(n) kann über Elektromobilität denken was man will, aber es zwingt dich ja niemand zum aktuellen Zeitpunkt darauf um zu steigen. Aber weniger Emotionalität und ein bischen Recherche täten gut
      Beispiel Akku Lebensdauer bzw. Leistungsverlust.
      Es gibt inzwischen genug Erfahrung von Fuhrpark-Betreibern mit Teslas. Die Fahrzeuge der ersten Generationen haben 250000 bis weit über 300000km Strecke hinter sich.
      Offizielle Zahlen sagen eine “Restkapazität” im Schnitt von über 80%.

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