Zehn neue Hybrid-Gelenkbusse für Kiel

Copyright Abbildung(en): KVG

Die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft mbH hat mit den zehn im Januar 2018 erstmals im Linienverkehr eingesetzten Volvo 7900 HA – Hybrid-Niederflur-Gelenkbussen Euro 6 – einen Schritt in die Elektromobilität unternommen. Mit der dritten Marke im Fuhrpark kann die KVG nun ohne Abgas- und Geräuschemissionen von der Haltestelle abfahren.

Die zehn Hybridbusse verfügen über einen Lithium-Ionen-Eisenphosphat-Akku mit 9 kWh, der aus der Bremsenergie gespeist wird und über den 150 KW Elektromotor das Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 25 Km/h ohne Zuschaltung des Dieselmotors antreiben kann.

Fahrgäste spüren das außen sowie im Bus. Gerade in den Abendstunden, wenn der Verkehr in Kiel etwas nachgelassen hat, trägt das Anfahren ohne Dieselantrieb zu einer Reduktion der Lärmemissionen bei. Als klimafreundlichen Nebeneffekt spart der Hybrid gegenüber einem konventionellem EURO 6 Dieselomnibus bis zu 30 Prozent an Kraftstoff ein. Das sind auf das Jahr knapp 10.000 Liter für einen Gelenkbus im Linienverkehr der KVG. Diese Einsparung führt zur Verringerung des CO2-Ausstoßes um ca. 25 Prozent im Vergleich zu einem modernen Dieselbus mit Euro-6-Standard und zur Verringerung der NOx-Emissionen um ca. 94 Prozent im Vergleich mit den auszumusternden Fahrzeugen nach Euro 3 Standard und trägt somit zur Luftverbesserung in Kiel bei.

Für die Fahrgäste hat sich gegenüber den bereits in 2017 eingesetzten Fahrzeugen mit 4 Türen am Komfort nichts verändert. Die Volvo 7900 HA bieten ebenfalls 4 Türen, haben die bei der KVG obligatorischen zwei Rollstuhlplätze an Tür 2, den dritten Stehperron an Tür 3 für Kinderwagen und Rollatoren und Kneeling, Innenanzeigen, Außenanzeigen, Außenlautsprecher, Holzdekorfußboden, taktile Haltestangen und vieles mehr. Die Fahrzeuge verfügen zudem über 42 Sitzplätze zzgl. der Klappsitze in den Stehbereichen an Tür 2 und 3.

Eingesetzt werden die ersten zehn in weiß lackierten Fahrzeuge hauptsächlich auf der Innenstadtlinie 11. Daher sind diese auch für großes Fahrgastaufkommen „stehplatzoptimiert“. Das Außendesign hat die KVG für alle zehn Fahrzeuge identisch gestaltet und hofft, mit der Gestaltung auch auffällig diesen wichtigen Technologieschritt präsentiert zu haben.

Die KVG will in 2018 weitere 19 Hybridfahrzeuge beschaffen, die EU-weite Ausschreibung ist veröffentlicht. „Für die KVG ist die Hybridtechnik eine Brückentechnologie, auf die wir zunächst setzen“, betont Geschäftsführer Andreas Schulz. Mit den neuen Gelenkbussen wird ein Hybridanteil bei der KVG von 21 Prozent erreicht. In der Folge sollen ab 2019 ausschließlich vollelektrische Busse beschafft werden.

Quelle: KVG – Pressemeldung

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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