WMOOVE – Strom aus Abfall für E-Autos

WMOOVE - Strom aus Abfall für E-Autos: Ladestation im Alltag

Bereits im November vergangenen Jahres haben wir das Düsseldorfer Start-Up WMOOVE vorgestellt, welches aus Müll zukünftig Strom machen möchte. Den eigenen Ansatz für eine intelligente, (teils) autonom betriebene Elektro-Tankstelle hat das Unternehmen auf der WebSummit in Lissabon vorgestellt. Nun wurden weitere Informationen bekannt, welche wir gerne mit euch teilen möchten.

Nachhaltige Müllbeseitigung mit Stromgewinnung

Hinter der Technologie von WMOOVE stehen zwei Ideen, die das Unternehmen lösen möchte. Zum einen soll der Strom aus Abfall dazu beitragen, dass E-Autos noch umweltfreundlicher unterwegs sein können. Zum anderen bekämpft man eines der immer größere werdenden Probleme unserer Gesellschaft: stetig wachsende Müllberge. In zwei Schritten soll die Stromerzeugung erfolgen. WMOOVE beginnt zunächst damit den Müll mit Mikrowellen bei Temperaturen um 450 Grad Celsius zwei Stunden lang zu erhitzen. Durch diesen thermischen Prozess wird Energie in Form von Hitze beziehungsweise Damp freigesetzt.

Mit der so erzeugten Energie kann sowohl Wasser erhitzt als auch ein Generator betrieben werden – mit dem man dann sein Haus oder ein Elektrofahrzeug mit Strom versorgen kann. Vergleichbare beziehungsweise ähnliche Technologien kommen derzeit auch in anderen Müllverbrennungsanlagen in Deutschland zum Einsatz. WMOOVE sieht die eigene Technologie daher auch nicht unbedingt nur in Deutschland, sondern vor allem in Ländern, in denen Müll ohne Vorbehandlung einfach in Gruben gelagert oder vergraben wird.

Für den Einsatz der Technologie, um aus Müll Strom für E-Autos zu machen spricht dann wohl eher die Tatsache, dass der Müll dort verarbeitet werden kann wo er steht. Er muss nicht erst von A nach B transportiert werden, um dort weiterverarbeitet zu werden. Allein durch wegfallenden Transport werden Emissionen gesenkt und der Nutzen aus dem gewonnenen Strom E-Autos zu tanken ist ebenfalls vorhanden.

Umweltfreundlichkeit der WMOOVE Kleinstverbrennungsanlagen

Im Raum steht allerdings noch die Diskussion, ob die Kleinstverbrennungsanlagen, wie WMOOV diese plant, tatsächlich umweltfreundlicher als große Verbrennungsanlage sind. Denn im Vergleich zu den Anlagen des Start-Ups werden in Großanlagen die Emissionen wie CO2, Stickoxide oder Dioxine filtriert, für kleine Anlagen ist dies aktuell wirtschaftlich nicht lohnenswert. WMOOVE sieht dies anders und sagt, dass sie durch das Mikrowellen-Verfahren ihre Temperaturen viel niedriger halten und damit die Emissionen besser kontrollieren und vor allem geringer halten können als die industriellen Anlagen.

Den Energiekonzern E.ON konnte das Unternehmen mit der eigenen Idee Strom aus Abfall für E-Autos zu gewinnen zumindest überzeugen. E.On hat in das Start-Up investiert, welches beim Web Summit 2017 in Lissabon zu einem der 33 besten Start-ups in Europa gewählt wurde.

Quelle: mobilitymag.de – Elektroautos mit Müll laden? Ein Düsseldorfer Start-up machts vor!

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