Warum die großen Autovermieter kaum Elektroautos im Programm haben

Darum haben die Autovermieter kaum E-Autos im Portfolio

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Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge sind Elektroautos für die großen Autovermieter wie Avis, Europcar, Hertz und Sixt noch kein Thema – die Nachfrage sei zu gering, die Skepsis bei den Kunden in Bezug auf Reichweite und Ladeinfrastruktur dagegen groß. Als einziger der vier genannten Vermieter habe Sixt einige Elektroautos im Angebot und wolle dieses im Jahr 2018 noch ausbauen. Um wie viele Elektroautos es sich konkret handelt wollte das Unternehmen aber nicht preisgeben.

Immerhin habe Hertz mitgeteilt, dass „die Neugierde auf Elektrofahrzeuge“ wachse, doch die Nachfrage sei extrem gering. Das zeige sich auch auf Buchungsportalen wie billiger-mietwagen.de: Von dort verzeichneten 8,75 Millionen Mietwagen-Tagen im Jahr 2017 waren die Kunden an nur 3900 Tagen mit einem Elektro- oder Hybridauto unterwegs – weniger als ein Prozent. Vor allem Urlauber schrecke die geringe Reichweite und die Unklarheit bezüglich der Lademöglichkeiten ab. „Das Letzte, was der Urlauber haben will, ist Stress, weil der Ladeplatz zugeparkt ist und die Anzeige auf ,sieben Prozent’ steht“, zitiert die SZ einen Unternehmenssprecher

Einige Unternehmen haben diese Nische erkannt und sich auf den Verleih von Elektroautos spezialisiert, wie etwa Strominator aus Leipzig, seit 2016 am Start und mittlerweile mit 130 Fahrzeugen an acht Standorten in den größten Städten Deutschlands vertreten, mit Fahrzeugen wie dem Tesla Model S, dem BMW i3 oder der Zoe von Renault. Und bis jetzt sei noch kein Kunde mit leerem Akku liegengeblieben, sagte Firmengründer Stefan Moeller der SZ.

E-Autos passen einfach nicht ins Geschäftsmodell der großen Verleiher“, erklärt Moeller das Gebahren von Sixt und Co. „Die leben davon, dass alle paar Minuten ein Auto über den Tresen geht. Wenn man ein Elektroauto verleiht, braucht man aber Zeit für seine Kunden.“ Wie lange hält der Akku? Wo ist die nächste Ladesäule? Welches Ladekabel passt? Um all das zu erklären, brauche es eine Weile.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – Kaum jemand will E-Autos mieten

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2 Antworten

  1. Hier ist wieder da Henne-Ei Problem
    Ich wollte unbedingt ein Elektrofahrzeug für die USA, aber Vergleichsportale bieten nicht einmal die Möglichkeit danach zu filtern.
    Ich hoffe, dass ich vor Ort wenigstens einen hybrid bekomme.

  2. Das Problem existiert vor allem für die SZ, denn deren Druck ist abhängig von der Automobilindustrie im Ländle und d.h. von den reaktionären Verbrennermanipulatoren: Bosch, Audi, Porsche, Mercedes und der gesamten Zulieferindustrie.

    Und was hat die USA mit dem Artikel zu tun? Machen Sie Ihren Urlaub in Kalifornien. Da ist es wesentlich einfacher.

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