Langsam aber stetiger Wachstum der Elektromobilität – bis 2030 40% Marktanteil erwartet

Langsam aber stetiger Wachstum der E-Mobilität wird erwartet

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 1347444089

2017 hat Deutschland den Absatz von Elektroautos im eigenen Land verdoppelt. Von einem Boom oder Akzeptanz am Massenmarkt zu sprechen ist dann aber doch ein wenig zu viel des Guten. Dies ist dann doch eher bei China der Fall. Insgesamt wurden dort mehr als 777.000 E-Autos abgesetzt; entspricht einem Wachstum von mehr als 53% gegenüber 2016. Anhand dieser Zulassungszahlen sieht man, dass China seine Rolle als globaler Taktgeber der E-Mobilität unbeirrt fortsetzt.

Neben der Luftreinhaltung spielt auch der Wunsch nach größerer Unabhängigkeit von Ölimporten sowie den Ausbau der Elektrokompetenz chinesischer Autobauer eine wichtige Rolle. Betrachtet man das Ganze nicht in absoluten Zahlen, sondern in Prozent am Fahrzeugmarkt, dann zeigt sich, dass China den Marktanteil von 1,8 auf 2,7 Prozent steigern konnte. In Deutschland verdoppelte sich der Marktanteil von 0,8 auf 1,6 Prozent, auch in Frankreich und Großbritannien wurden mehr E-Autos verkauft. In den Niederlande hingegen wurde ein Einbruch von um die 60% im Bereich der Plug-In-Hybride verzeichnet, was damit zusammenhängt, dass Förderungen ausgelaufen sind.

Europäische Ausnahme ist nach wie vor Norwegen. Dort steigt der Marktanteil an den Neuzulassungen von 29,1 auf 39,3 Prozent. Allein 2017 wurden mehr als 62.000 Elektroautos neu zugelassen, was einen Anstieg um 39 Prozent bedeutet. Für Norwegen bedeutet dieser Wachstum allerdings eine Herausforderung. Denn die norwegische Ladeinfrastruktur wächst derzeit nicht so schnell, wie man es sich eigentlich wünscht.

Ab 2020 rechnet das Brancheninstitut CAM in Bergisch Gladbach mit einem starken Anstieg des E-Auto-Absatzes auf den wichtigen Automärkten. Derzeit darf man nicht davon ausgehen, dass die geringen Marktanteile weiter so bleiben werden. Wir befinden uns in einem massiven Umbruch der Antriebstechnologien; die uns in den nächsten 10 bis 15 Jahren bevorsteht. Bis 2020 geht man davon aus, dass der Anteil der E-Autos an den globalen Neuzulassungen von 2,5 bis 6 Prozent steigt. Bis 2025 wird man sich bei 12 bis 25% bewegen; 2030 sogar 25 bis 40 Prozent.

Quelle: Welt.de – E-Autos boomen in China

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

5 Antworten

  1. diese 40 % Marktanteil bis 2030 sin aber sehr hoch ausgefallen…. ueber die hälfte werden hybrid s sein.und Achtung, wer jetzt alles vom diesel Saulus zum ev Paulus umsteigen will……alles eigentlich sehr positiv gegen die Luftverschmutzung. aber firmen seid vorsichtig, passt euch dem markt an. da werden die montagebänder noch des Öfteren stehen bleiben.

  2. 2030: Elektro-Marktanteil der dann zugelassenen Fahrzeuge im Gesamtbestand 35-40% = realistisch
    Für Neuzulassungen wird dann gelten: 70-80 % elektrisch oder Brennstoffzelle (Reichweiten über 1000 km sind Standard und der Verbrauch wird unterhalb von 15 kw/h für 100 km liegen) bei Akku-Gewichten unterhalb der vergleichbaren Verbrenner-Getriebe-Einheiten.

    Alle derzeit verfügbaren Prognosen beruhen auf Marktdaten von 2014-2016 ohne Berücksichtigung der Modelle die 2018 bis 2020 erscheinen und deren Käufer-Akzeptanz-Prognosen.

  3. Hoppla, der Artikel geht von Anteilen der “globalen Neuzulassungen” aus. Da wage ich noch keine Prognose.

    Mein Kommentar bezieht sich auf den deutschen Markt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).