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ViriCiti und Fraunhofer forschen an Verlängerung der Batterielebensdauer von Elektrobussen und -Lkw

ViriCiti
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Die Batterielebensdauer von Elektrofahrzeugen stellt eine finanzielle Herausforderung für die Elektrifizierung des Transportsektors dar. Je länger die Akkus halten, desto rentabler die Technologie, deren Anschaffungskosten zunächst höher liegen als bei herkömmlichen Diesel-Modellen.

Deshalb haben das Fraunhofer-Institut für Verkehr und Infrastruktur IVI in Dresden, Experte auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Batterien, und der Spezialist für Echtzeitdaten von Elektrofahrzeugen, ViriCiti, eine Zusammenarbeit begonnen. Diese zielt darauf ab, die Batterielebensdauer zu verlängern und somit die Gesamtbetriebskosten von Elektrobussen und -Lkw zu senken.

In den vergangenen Monaten haben die beiden Partner erforscht, wie sich die Batterielebensdauer verlängern lässt, indem bestimmte Aspekte des Betriebs geändert werden. Das Ergebnis ist ein Batterie-Belastungsbericht, der betriebsspezifische Hinweise zur Verlängerung der Batterielebensdauer gibt. Es ist jetzt für die internationalen Kunden von ViriCiti verfügbar.

Warum sind Einblicke in die Batterie so wichtig?

Elektrofahrzeuge sind in der Anschaffung teurer als Dieselfahrzeuge, und ihre Batterien sind der teuerste Teil. Im Betrieb wird dies jedoch dadurch kompensiert, dass elektrische Kilometer viel billiger sind als Dieselkilometer. Durch das Fahren mit mehr elektrischen Kilometern sind die Gesamtkosten für Elektrofahrzeuge letztlich niedriger als für Dieselfahrzeuge. Daher ist es wichtig, dass das Fahrzeug intakt bleibt und die Batterie nicht schon vor Ablauf der versprochenen Lebensdauer ausgetauscht werden muss.

Um eine frühzeitige Verschlechterung zu vermeiden, konzentriert sich der Bericht auf Leistung, Temperatur, Entladetiefe (DOD) und Ladezustand (State of Charge, SOC). Darüber hinaus bietet er eine detaillierte Analyse des Batterieverbrauchs über den untersuchten Zeitraum, welche Faktoren sich negativ auf den Lebenszyklus auswirken und wie Fahrzeugbetreiber ihre Lade- und Betriebsstrategien optimal an die Erfordernisse der Elektromobilität anpassen können.

Mit Sitz in Deutschland ist Fraunhofer Europas größte anwendungsorientierte Forschungsorganisation mit 72 Instituten und Forschungseinheiten. Das Fraunhofer IVI in Dresden konzentriert sich auf den Gesundheitszustand von Li-Ionen-Batterien, vor allem im Bereich der Traktionsbatterien von Elektrofahrzeugen. ViriCiti ist ein IT-Unternehmen, das Betreibern von elektrischen Bussen und Lkw dabei hilft, ihren Betrieb durch Dateneinblicke zu optimieren. Durch die Analyse und Speicherung großer Fahrzeugdaten im Millisekundenbereich liefert ViriCiti Input für detaillierte Batterieauswertungen. Der Firmensitz von ViriCiti befindet sich in Amsterdam und wurde kürzlich um zwei Standorte in den USA erweitert.

Quelle: ViriCiti – Pressemeldung vom 7.05.2018

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