UPS setzt auf neue, hochmoderne Elektrofahrzeuge in London und Paris

Das hochmoderne E-Zustellfahrzeug von UPS und ARRIVAL

Bisher waren nur wenig Details über die hochmodernen Elektrofahrzeuge von UPS bekannt. Vielmehr machte UPS durch die Entwicklung einer verbesserten Ladestruktur für Elektrolieferwagen auf sich aufmerksam. Am gestrigen Mittwoch jedoch gab das Unternehmen bekannt, dass man mit dem britischen Technologieunternehmen ARRIVAL zusammenarbeitet. Gemeinsam möchte man eine hochmoderne Pilotflotte von 35 elektrischen Lieferfahrzeugen entwickeln, die in London und Paris getestet werden soll.

UPS entwickelt eigenes E-Fahrzeug für Zustellung mit ARRIVAL

Diese emissionsfreien, leichten Fahrzeuge haben eine Reichweite von mehr als 240 Kilometern, was deutlich höher ist als andere derzeit im Einsatz befindliche E-Transporter. Die Fahrzeuge werden außerdem mit einem Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) ausgestattet, welches zur Verbesserung der Sicherheit und zur Verringerung der Ermüdung des Fahrers beiträgt. Durch Einsatz dieser Technologie in Verbindung mit einem hochmodernen Fahrzeugdisplay, bekommt der UPS-Fahrer ein intelligentes und vernetztes Fahrzeug geboten.

„UPS is working with ARRIVAL here in the UK because their smart electric vehicles are helping to reduce dependency on fossil fuel. This is a pioneering collaboration that helps UPS develop new ways to reduce our emissions. UPS is marshaling its global scale to encourage innovation within the automotive industry. We are helping to drive demand for these disruptive technologies. The result is a safer and cleaner fleet for the communities in which we deliver.“ – Luke Wake, Director of Automotive Engineering UPS

ARRIVAL ist der erste Nutzfahrzeughersteller in Europa, der speziell angefertigte elektrische Lieferfahrzeuge nach den Spezifikationen von UPS anbietet. Seit 2016 entwickeln UPS und ARRIVAL Prototypen unterschiedlicher Größe, und die ersten Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr auf der Straße eingesetzt werden.

Vonseiten des Unternehmens heißt es, dass man sich über die Zusammenarbeit mit UPS freut. Insbesondere darüber, dass man ein erschwingliches, modulares, vollelektrisches Zustellfahrzeug entwickelt. Dieses gestattet es Zustellungen sauberer und leiser zu gestalten. Des Weiteren wird die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht, da der Fahrer dank einer umlaufenden Frontscheibe ein viel breiteres Sichtfeld besitzt.

E-Mobilität schon lange ein Thema bei UPS

Elektromobilität und Fahrzeuge mit alternativer Technologie sind eine Priorität für UPS. Mit mehr als 9.000 Fahrzeugen weltweit, die mit alternativen Antriebsmethoden betrieben werden, verfügt UPS über eine der größten privaten und vielfältigsten Flotten an alternativen Kraftstoffen und fortschrittlichen Technologien in der gesamten Logistikbranche. Die Kooperation mit ARRIVAL wird dazu beitragen, dass das Unternehmen seine globalen Ziele zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes für die Anlagen und Flotten des Unternehmens erreichen wird.

Im vergangenen Monat gab UPS bereits bekannt, dass es in seinem zentralen Londoner Depot in Camden eine radikal neue Ladetechnologie installiert hat, die die Herausforderung bewältigt, eine ganze Flotte von E-Fahrzeugen gleichzeitig aufzuladen, ohne dass eine teure Aufrüstung des Stromnetzes erforderlich ist. Eine gute Ausgangsbasis für die Flotte eigener Elektroautos.

Im vergangenen Dezember bestellte UPS 125 neue vollelektrische Sattelzugmaschinen, die von Tesla im Jahr 2019 gebaut werden sollen. Darüber hinaus gab UPS im vergangenen September bekannt, dass es der erste kommerzielle Kunde in den USA sein wird, der drei mittelschwere Elektrostapler der Marke Daimler Trucks Fuso, genannt eCanter, einsetzt. Seit 2009 hat UPS über 750 Millionen US-Dollar in Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen und fortschrittlicher Technologie investiert. Und im Jahr 2016, ein ganzes Jahr früher als erwartet, erreichte UPS sein selbst gestecktes Ziel, 1 Milliarde Meilen (1,6 Milliarden Kilometer) mit seiner Flotte von Fahrzeugen mit alternativen Kraftstoffen und moderner Technologie zurückzulegen.

Quelle: UPS – Pressemitteilung vom 09.05.2018

2 Kommentare

  1. Im letzten Absatz des Artikels über UPS-Investitionen seit 2009 (vor 9 Jahren!!! war die Erkenntnis bereits gereift, dass eigene Forschung und Entwicklung notwendig sind!!!) wird wohl auch dem letzten Manager-Magazin-Redakteur vor Augen geführt, warum das Ende der fossilen Verbrenner-Technologien gekommen ist:

    Die größten Kunden weltweit wollen es!!!

    Im gleichen Jahr wurde die Idee „StreetScooter“ geboren und die Entwicklung gestartet. 2011 war Präsentation, 2014 Produktionsstart.

    2011 begann ich meinen Bekanntenkreis vor hohen Investitionen in PKWs mit Verbrenner-Technologie zu warnen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits von Herrn Friedrich veröffentlicht, dass im KBA seit zwei Jahren bekannt ist, dass die Abgaswerte im großen Stil manipuliert werden.

    Heute sitzen viele Unternehmen, die vor der Betriebsübergabe aus Altersgründen stehen auf nicht mehr sanierungsfähigen Immobilien und noch mehr fast wertlosen Fahrzeugbeständen.

    In Automobil-Portalen steht bei gewerbl. Anbietern schon sehr sehr häufig bei 5 Jahre alten Fahrzeugen: „Nur für gewerbliche Käufer oder den Export bestimmt.“

    Bisher wird das noch sehr unzureichend bei den Unternehmenswert-Feststellungen der WP berücksichtigt. Dadurch werden auch häufig viel zu hohe Steuerfestsetzungen erlassen.

    Das Problem: Die neuen Marktanbieter (Tesla, StreetScooter usw.) nehmen keine Altfahrzeuge zurück. Es kommen immer mehr völlig neue Marktakteure und auch etablierte Markenhändler weigern sich 4-5 Jahre alte Verbrenner zurück zu nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.