Spielt Tesla mit dem Gedanken ein weiteres GM-Werk aufzukaufen?

Spielt Tesla mit dem Gedanken ein GM Werk zu kaufen
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Erst zu Beginn der Woche haben wir darüber berichtet, dass General Motors im Zuge einer Massenentlassung und mehrerer Werksschließungen auch die Produktion des Range-Extender-Elektroautos Chevy Volt, der es einst als Opel Ampera auch nach Deutschland geschafft hatte, im März 2019 offiziell einstellt.

Die kürzlich angekündigte Transformation bei General Motors, die wie eingangs bereits erwähnt, zur Schließung mehrerer Werke in Nordamerika führen wird, wirft aktuell die Frage auf, ob Tesla die Chance nutzt, ein weiteres, ehemaliges GM-Werk zu erwerben. Denn auch das Fremont-Werk, welches bereits mehr als 10.000 Personen beschäftigt, war vor der Übernahme durch Tesla unter der Führung von General Motors, beziehungsweise  einem Jointventure von General Motors und Toyota namens New United Motor Manufacturing (NUMMI).

Dort wird man mit dem Serienanlauf des Model 3 sowie der fortlaufenden Produktion des Model X und Model S sicherlich an Kapazitätsgrenzen stoßen, vor allem, wenn die neuen Modelle Model Y, der E-LKW Tesla Semi sowie das Tesla Pick-Up als auch der Tesla Roadster Generation II anlaufen werden. Spätestens dann dürfte eine Ausweitung des Produktionsgeländes notwendig werden.

Wahrscheinlich steht auch dem Ausbau der Gigafactory in Nevada nichts im Weg, aber wer weiß, eventuell bietet sich das alte General Motors Werk Detroit-Hamtramck Assembly in Detroit, wo der Chevrolet Volt produziert wurde, als neues Basislager an. Sicherlich eine Frage des Preises und damit Verhandlungssache.

Denn für Michigan wäre es ein Segen, wenn Tesla die Anlauge kauft und einige der ehemaligen GM-Mitarbeiter weiter beschäftigt. Aber lassen wir uns doch einfach Mal überraschen.

Quelle: InsideEVs – Might Tesla Buy Another Shuttered GM Factory?

4 Kommentare

  1. Würde sich auf jeden Fall anbieten und wäre auch eine schöne Ironie, immerhin hat GM jahrelang ja alles Erdenkliche getan, um die Weiterentwicklung des E-Autos zu bremsen (höhö), bzw. Angst vor der eigenen Courage bekommen. Dass die eine Industrie und das Interesse nun langsam anwachsen, während die klassische Entwicklung gerade in eine Krise schlittert, ist zwar sehr unschön für die Betroffenen, die mir wahrlich Leid tun aber aus Fortschrittssicht vermutlich alternativlos.

    Und Tesla sollte von der völligen Computerisierung ihrer Fertigungsprozesse nun fürs erste auch einmal geheilt sein. 🙂

  2. Wenn der Volt in Detroit von TESLA gebaut würde, käme wieder Leben in die vom GM verlotterte Bude. Ein Range extender fehlt z. Zt. noch bei TESLA. Ein Markt gäbe es dafür vor allem in den USA.

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