Qing Tao Energy beginnt mit der Fertigung von Feststoff-Batterien

Qing Tao Energy setzt auf Feststoff-Batterie

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Feststoffbatterien gelten als Weiterentwicklung und nächste Stufe von Lithium-Ionen-Akkus und dennoch scheint es so, als ob es noch Hürden gibt, um langfristig in die Produktion der Feststoff-Akkus einzusteigen. Verschiedenen Batteriehersteller wie LG Chem, Samsung SDI und SK Innovation machen sich bereits stark für Batterie-Technologie der Zukunft. Und auch bei VW möchte man mit QuantumScape die Feststoffbatterie-Technologie vorantreiben.

Feststoffbatterien sollen nicht nur eine höhere Energiedichte als heutige Lithium-Akkus mit ihrem flüssigen Innenleben bieten, sondern auch mehr Sicherheit. Selbstentzündungen, wie sie immer wieder bei Smartphones vorkommen, sollen bei Solid-State-Akkus ausgeschlossen sein. Dementsprechend arbeiten eine Reihe von Unternehmen daran, diese Technologie zur Marktreife zu bringen – insbesondere Autohersteller.

Ein Team der Tohoku University und der Tokyo Tech haben in der Fachzeitschrift ACS Applied Materials & Interfaces ihre Ergebnisse zu einer in Japan hergestellten Batterie veröffentlicht. Mit dieser Festkörperbatterie soll es gelungen sein, einen der Hauptnachteile von Festkörperakkus zu lösen. Die Batterien zeigten hervorragende elektrochemische Eigenschaften, die die von herkömmlichen und allgegenwärtigen Lithium-Ionen-Batterien weit übertreffen. Um genau zu sein, wartet der Festkörperakku mit einem geringem Widerstand an der Grenzfläche zwischen Elektrode und Festelektrolyt auf. Dies wirkt sich positiv auf Schnelllade- und -entladevorgänge aus.

Ein chinesisches Start-up soll es nun geschafft haben mit der Produktion von Festkörper-Akkus zu beginnen.  Es handelt sich um das Unternehmen Qing Tao Energy Development. Dieses wurde an der bekannten technischen Universität von Tsinghua gegründet.

Die Produktion wurde in Kunshan, im Osten des Landes, in Betrieb genommen. Gefertigt werden dort Feststoffbatterien mit einer Gesamtkapazität von 100 MWh pro Jahr. Bis 2020 soll das Produktionsvolumen versiebenfacht werden. Man muss jedoch bedenken, dass 100 MWh für gerade einmal 2.000 – 4.000 E-Fahrzeuge reichen. (Update vom 28.11.2018 – Fahrzeuganzahl angepasst)

Qing Tao Energy Development hat in die Entwicklung der Batterien mittlerweile mehr als 140 Millionen Euro gesteckt und soll damit eine Energiedichte von mehr als 400 Wh/kg erreicht haben, Lithium-Ionen-Akkus kommen je nach Zusammensetzung im besten Fall auf rund 200 Wh/kg. Genaueres über die Technologie von Qing Tao Energy ist noch nicht bekannt.

Quelle: Der Standard – Erste Firma hat wohl Massenproduktion von Feststoffakku gestartet

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Zitat: „Man muss jedoch bedenken, dass 100 MWh für gerade einmal 1.500 E-Fahrzeuge reichen.“ ????

Merkwürdige Rechnung: Welches Auto hat 66,6 KW/H verbaut? Und wie wäre die Reichweite dieses Feststoff-Akkus mit wesentlich höherer Energiedichte als ein LiFe-Po4? Bei den Labor-Entwicklungen geht man von der 2-8fachen Reichweite bei gleichem Gewicht/Baukörper-Volumen. Also aus 400 werden dann 800 bis 3.200 km. Wer braucht denn so was?

Es werden wohl eher nur 20-25 kw/h verbaut werden (das reicht für 350-400 km) und die Autos werden in sehr kurzer Zeit wesentlich billiger. Bei Aufladezeiten von 1-3 Minuten braucht man nicht mehr. Und die Chinesen können mit der Akku-Größe 4.000 bis 5.000 Fahrzeuge ausrüsten. Die Produktion soll in drei Jahren auf das 7-fache gesteigert werden.

Das Unternehmen hat im Orignaltext von keiner Konfiguration pro Auto gesprochen!!!

Hier ist die Original-Presse-Veröffentlichung:

http://www.xinhuanet.com/english/2018-11/20/c_137619309.htm

Fast alle deutschen Medien sprechen

spekulativ !!!

von ca. 2000 Auto als Durchschnittswert (Welt, Motor-Sport, Ecomento u.v.m.) und begründen das auch teilweise mit dem Hochfahren der Produktion im ersten Jahr – es hat also nichts mit der kw/h-Kapazität je Auto zu tun!

Warum hat Elektro-Auto-News die ca. 2.000 weiter nach unten korrigiert und daraus 1.500 gemacht???

Deshalb spekuliere ich hier auch Mal:

Real halte ich die Produktionskapazität von 100 MW ausreichend für 2.000 bis 4.000 Autos, denn die Energiedichte (400), die Reichweite und Ladegeschwindigkeit machen 25 bis 50 kw/h völlig ausreichend (Verbrauch max. 12 kw je 100 km) für 200 bis 450 km. (Schnellladezeiten von 1-5 Minuten).

Die 66,6 kWh entsprechen wohl in etwa dem aktuellen Durchschnitt. Die Rechnung macht keinen Sinn . Die Batterien haben eine höhere Energiedichte, das ändert doch aber nichts am Verbrauch der Fahrzeuge, der nach wie vor sagen wir 20-30 kWh auf 100km beträgt.

Gewicht der Feststoff-Akkus und Rekuparations-Verhalten lassen doch deutlich geringere Verbrauchswerte zu und bei Vergleichsfahrzeugen auf dem deutschen Markt (Renault etc.) sind 14 bis 16 kw/h Verbrauch je 100 km heute Normal.

Tesla verbraucht bei höheren Geschwindigkeitsleistungen natürlich um 20 kw/h.

Sorry aber was soll ich den mit diesen Zahlen anfangen? Mir ineresiert eher das was kommt.

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