Litihium-Ionen-Batterien aus Schweden fast 3,5-mal CO2-effizienter als aus China

Copyright Abbildung(en): Node Pole

Der CO2-Fußabdruck bei der Produktion von Batteriezellen spielt durchaus eine Rolle, wenn es darum geht, dass die E-Mobilität weiter Fahrt aufnehmen kann. Es ist bekannt, dass die Produktion einer Batterie gemäß der standardmäßigen globalen Wertschöpfungskette circa 5.000 kg CO2 erzeugt. Die Emissionshöhe ist so hoch, da der Strom für die Produktion zu großen Teilen aus nicht nachhaltigen Energiequellen kommt.

Vergleicht man diese CO2-Emissionen mit dem Austoß eines herkömmliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, liegt dies um die 150 g CO2 pro Kilometer und circa 1.800 kg CO2 pro Jahr. Somit benötigt ein batterieelektrisches Fahrzeug der Mittelklasse circa 2,5 Betriebsjahren bis es CO2-neutral ist- und nicht sobald es das Fließband verlässt.

Eine Vielzahl der von E-Autos benötigten Batterien wird derzeit in den asiatischen Räumen hergestellt. Blickt man auf die Produktion an Standorten wie Schweden, zeigt sich, dass die dortigen Batterien CO2-effizienter hergestellt werden können.

Dies liegt daran, dass Batterien aus schwedischer Produktion, unter der Annahme, dass Separator und Elektrolyt importiert werden, würden größtenteils mit Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser-, Wind- und Solarkraft hergestellt werden. Somit wären diese Batterien bereits nach einer Laufzeit von nur neun Monaten CO2-neutral. Im Vergleich zu den heutzutage verwendeten Batterien wären Batterien aus Schweden somit fast 3,5-mal CO2-effizienter, als ähnliche Batterien aus asiatischer Fertigung.

Dass die Elektrifizierung der Automobilindustrie noch in den Anfängen steht ist unbestreitbar. Blickt man jedoch auf aktuelle Beispiele aus der Mode- oder Lebensmittelindustrie zeigt sich jedoch, dass der Druck auf Unternehmen wächst, für die gesamte Wertschöpfungskette einzustehen, sowohl vonseiten der Politik, als auch der Verbraucher. Somit wird auch zukünftig ein Blick auf die verursachten CO2-Emissionen bei der Fertigung von Batterien unausweichlich sein. Des Weiteren zeigen Entwicklungen wie der Klimawandel und die Erderwärmung, dass dringende Notwendigkeit besteht, neue Wege zur Reduzierung der globalen CO2-Emissionen zu beschreiten. Wer nachhaltig gestalten möchte, muss ganzheitlich denken.

Quelle: Node Pole – Batterieproduktion: Ganzheitliche Betrachtung weist Wege für nachhaltige Produktion

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ich denke, es ist wichtig und richtig, die Umweltbelastungen durch Batterie-Produktion zu sehen und anzugehen. Jeder Schritt zu mehr Transparenz und Effizienz ist ein kleiner Sieg und bedeutet weniger Leid für die Menschen und die Natur besonders am Anfang der Lieferkette. Ein guter Beitrag dazu findet sich zum Beispiel bei Brot für die Welt. Die Autoren haben die Gefahren des Lithium-Abbaus in Lateinamerika untersucht und in einer Studie mit dem Titel „Das weiße Gold“ veröffentlicht. (zu finden bei Brot für die Welt als PDF. Ich finde, je genauer die Öffentlichkeit über die Problematik informiert ist, desto mehr fühlen sich Unternehmen verpflichtet, die Abbau- und Verarbeitungsbedingungen zu verbessern.

Gleichzeitig finde ich es nicht sinnvoll, die Batterie-Herstellung mit dem Benzin-Verbrauch zu vergleichen. Das ist methodisch unsauber. Vergleichen muss man sämtliche Teile eines Autos mit sämtlichen Teilen eines anderen in Bezug auf Gewinnung der Rohstoffe, Verarbeitung, Transport der Teile etc. Ein verkürzter Vergleich ergibt sich vielleicht in Bezug auf Motor und Getriebe von Verbrennern einerseits und Batterie plus Elektromotor bei Stromern andererseits. Aber auch das geht auf beiden Seiten nicht so ohne weiteres pauschal.

Auf einer anderen Ebene wäre dann der Kraftstoff zu vergleichen. Richtig ist, da die Herkunft des Stroms mit zu berücksichtigen. Aber das gleiche gilt auch für die Gewinnung von Rohöl. An vielen Standorten wird dabei das Begleitgas weiterhin abgefackelt, was sehr umweltschädlich ist. Beim Transport mit Tankern und Pipelines gibt es regelmäßig Umweltschäden. Die Herstellung von Diesel und Benzin in modernen Raffinerien ist zwar hoch effizient. Es wird inzwischen so gut wie alles verwendet. Auch die Umwelt- und Sicherheits-Standards sind hoch. Aber hoch ist auch der Energie-Bedarf dieser aufwendige Verfahren. Man rechnet mit etwa 7% des Rohöls als Eigenbedarf der Anlage, bei der im Normalfall auch eine erhebliche Menge CO2 anfällt. Von daher ist es nicht sinnvoll, die Herstellung der Batterie mit dem Verbrauch von Sprit zu vergleichen. Batterie und Elektromotoren gehören verglichen mit Verbrennungsmotoren und Getriebe. Strom samt seiner Herkunft mit Herkunft, Verarbeitung und Verbrauch von Sprit.

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