Kann das Innovationszentrum InnoZ gerettet werden?

Kann InnoZ gerettet werden?

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Für Berlin ist das bevorstehende Ende des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel – kurz InnoZ – eine denkbar schlechte Nachricht. Hat doch die Stadt den Anspruch, Deutschlands Hauptstadt für die Elektromobilität zu sein.“ So kommentiert die Berliner Morgenpost das Aus des InnoZ, an dem gut 40 Experten an Zukunftsthemen wie Elektromobilität und alternativen Antrieben, autonomem Fahren und nachhaltigen Verkehrskonzepten arbeiten.

Zum 30. April soll damit Schluss sein, berichtet die Zeitung. Die Einrichtung auf dem Euref-Campus in Schöneberg werde, wie ein Sprecher des Hauptgesellschafters Deutschen Bahn (DB) zitiert wird, „geordnet stillgelegt“, die größtenteils hoch qualifizierten Mitarbeiter müssten sich neue Jobs suchen. Womöglich springt ein Investor ein und übernimmt die DB-Anteile des InnoZ: Der Berliner Zeitung zufolge will der Nürnberger Mobilitätsdienstleister Choice die Einrichtung ganz oder wenigstens in Teilen fortführen. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Jürgen Lobach, wolle dafür so bald wie möglich mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn sprechen.

Eine Fortführung des InnoZ wäre wünschenswert, erarbeitete sich die Einrichtung doch in den zwölf Jahren ihres Bestehens den Ruf als deutschlandweit führendes Zentrum für die Mobilitätskonzepte der Zukunft. Auch Themen wie die Energiewende, die digitale Vernetzung von Verkehrsangeboten und neue Visionen für den Nahverkehr versuchten die beteiligten Verkehrsforscher, Ingenieure, Informatiker, Sozialwissenschaftler, Designer und Geografen nach Vorne zu bringen.

Chioce, seines Zeichens Spezialist für Mobilitätslösungen wie etwa Carsharing, Mobilitäts-Apps und den schlüssellosen Zugang zu Fahrzeugen mit Hilfe des Mobiltelefons mit mehr als 200 Mitarbeitern, möchte sich dieses geballte Wissen zu Nutze machen. „Das InnoZ hat einen hervorragenden Ruf und verfügt über eine hohe Kompetenz in den Zukunftsfeldern der Mobilität“, erklärte Lobach gegenüber der Berliner Zeitung. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn.

Quellen: Berliner Morgenpost – Die Bahn dreht dem InnoZ in Schöneberg den Geldhahn zu // Berliner Morgenpost – Das Aus für das InnoZ ist ein Verlust für Berlin // Berliner Zeitung – Investor will Bahn-Mobilitätszentrum übernehmen

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