Jaguar Land Rover: Volle Konzentration auf E-Mobilität und Konnektivität

Jaguar Land Rover

Bereits Ende 2016 hat Jaguar Land Rover (JLR) bestätigt, dass bis 2020 die Hälfte des Produktportfolios als Elektrofahrzeuge oder Plug-In-Hybride erhältlich sein wird. Mitte des Jahres 2018 durften wir dann erfahren, dass JLR seine Investitionen in die E-Mobilität spürbar steigern wird. Um rund ein Viertel wird die ursprüngliche Investitionssumme auf 13,5 Milliarden Pfund (rund 15,3 Milliarden Euro) erhöht. Das Geld soll genutzt werden, um künftig elektrifizierte Versionen für alle seine Modelle entwickeln und anbieten zu können.

Bis 2024 will man seine Modellpalette gar komplett erneuern. So sind einem Bericht von Autocar zufolge vier neue Baureihen geplant. Die Strategie des britischen Automobilherstellers richtet sich hierbei ganz klar auf teil- und vollelektrische Fahrzeuge sowie Digitalisierung und Konnektivität aus.

Eigene Modular Longitudinal Architecture für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybride und E-Fahrzeuge ab 2020

Jaguar Land Rover setzt sich, wie andere Automobiler auch, mit dem Aufbau und der Entwicklung einer hochmodernen Architektur – Aluminium-Plattform für Heck- und Fronttriebler- auf der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybride und rein elektrische Fahrzeuge hoch flexibel gefertigt werden auseinander.

Die ab 2020 eingesetzte, später für den Großteil oder alle Fahrzeuge als Basis vorgesehene Fahrzeugarchitektur MLA (Modular Longitudinal Architecture) soll mehr Flexibilität und weniger Gewicht im Vergleich zu der Technik deutscher Premium-Hersteller ermöglichen.

Jaguar Land Rover: Drei E-Fahrzeuge und drei Plug-In-Hybride in naher Zukunft in Planung

Neben dem Jaguar I-PACE wird JLR auch den Nachfolger des 2016 ausgelaufenen Land Rover Defender elektrifizieren, auch das Luxus-SUV J-Pace sowie ein für dynamisches Fahren ausgelegter vollelektrischer Land Rover sollen in das elektrifizierte Portfolio des britischen Automobilherstellers Einzug halten.

Aber nicht nur vollelektrisch stellt man sich bei JLR auf. Es folgt in absehbarer Zeit eine Plug-in-Hybrid-Ausführung des Range Rover Evoque an, die auf CO2-Emissionen von nur noch 45 g/km kommen soll. Des Weiteren sollen der Range Rover Discovery als auch der Jaguar E-Pace mit einem Plug-In-Hybrid-Antrieb auf die Straße kommen. Nachhaltigkeit spielt auch hierbei eine große Rolle.

Der englische Autotechnik-Entwickler AVID und Jaguar Land Rover arbeiten gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen an der Entwicklung neuer Hybridantriebe. AVID ist spezialisiert auf Komponenten für schwere und leistungsstarke Hybridfahrzeuge, darunter Pumpen, Motoren, Lüfter, Traktionssysteme und Batteriemanagement.

Diesel adé? – Noch nicht ganz…

Man bekennt sich zwar deutlich zu elektrifizierten Antrieben. Dennoch streben die Briten keine totale Abkehr vom Diesel an. Stattdessen konzentriert man sich darauf neue Diesel- und Benzin-Motoren mit Hilfe von Downsizing und elektrischen Turboladern sauberer zu machen.

Im Juni 2017 verkündete JLR, dass man 5.000 neue Jobs schaffen möchte. Eine Neuigkeit, welche gerade zur Zeit des EU-Austritts der Briten sehr positiv aufgenommen wurde. Die 5.000 Jobs sollen vor allem bei Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen unterstützen. Könnten aber sicherlich auch teilweise die Weiterentwicklung von Diesel- und Benzinmotoren vorantreiben.

Was kommt noch – ein Ausblick

Auch im oberen Preissegment von Jaguar scheint die Elektrifizierung Einzug zu halten. So sei eine elektrische Variante des XJ geplant. Ein elektrisches Hypecar scheint auch noch nicht abgeschrieben. Insidern zufolge soll zudem, vorrangig für Käufer in China gedacht, ein elektrifizierter Range Rover auf den Markt kommen. Angepeilt ist das Jahr 2022 als Einführung des E-Range Rover.

Für das gleiche Jahr sei bei Land Rover zudem ein deutlich straßenorientierteres Modell geplant. Der “Road Rover” soll mit vollelektrischem Allradantrieb fahren und den Luxus sowie die Verarbeitungsqualität einer Mercedes S-Klasse bieten. Aber auch hier wurde noch nichts konkreteres bekannt. Da man gerade durch den Brexit die Entwicklung der globalen Wirtschaft und Märkte Anfang des nächsten Jahrzehnts abwarten will.

Geht es nach einem aktuellen Artikel des Manager-Magazins, wird Jaguar Land Rover (JLR) nicht nur sein eigenes Fahrzeugportfolio elektrifizieren, sondern auch in die Endmontage von Batterien für Elektroautos einsteigen und dafür eine Produktion aufbauen. So brauche man zwar keine eigene Zellfabrik, werde aber die Herstellung der Batteriemodulepakete nah an die Fahrzeugmontage bringen.

Digitalisierung und Konnektivität gehen Hand in Hand

Neben der Erweiterung des eigenen Fahrzeug-Portfolios um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, plant Jaguar Land Rover eine neue konzernweite Plattform, welche die Digitalisierung und Konnektivität des Portfolios vorantreiben soll.

Alle kommenden Modelle sollen dazu dauerhaft mit dem Netz verbunden werden und “Over-the-Air”-Aktualisierungen der Software erlauben. Die Wartung und Serviceterminierung sollen künftig in vielen Fällen ebenfalls digital direkt im Auto erfolgen. Kennt man so beispielsweise von Tesla.

Darüber hinaus sind neue Kameras und Sensoren, Head-up-Display-Funktionalität sowie “smarte” Rückspiegel geplant.

Quelle: Ecomento.de – Jaguar Land Rover überarbeitet Modellpalette, E-Mobilität & Konnektivität im Fokus

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