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Innovationszentrums für Elektromobilität: Swiss E-Mobility Hub an der Autobahn A2 in Pratteln BL geplant

Suchender Blick nach dem Swiss E-Mobility Hub
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Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) will 280 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge unmittelbar neben der Autobahn A2 in Pratteln BL erstellen. Dabei sind die Ladestationen als Kernstück eines geplanten Innovationszentrums für Elektromobilität, dem „Swiss E-Mobility Hub“ zu sehen. Von den 280 Ladestationen sollen 60 als Schnellladestationen errichtet werden. Allesamt untergebracht in einem 30 Meter hohen Neubau auf dem Gebiet Salina Raurica, wie das Baselbieter Energieunternehmen EBL mitteilte. Sollte dieses Projekt tatsächlich wie geplant umgesetzt werden, handelt es sich Stand heute um die größte Elektroladestation Europas.

Mit den Bauarbeiten am Innovationszentrums für Elektromobilität, dem Swiss E-Mobility Hub, wird allerdings erst Mitte 2021 begonnen. Die Eröffnung ist zwei Jahre später, also 2023 geplant. Derzeit werden die Investitionskosten gemäss EBL auf 50 bis 70 Millionen Franken geschätzt. Dies entspricht ca. 45 bis 64 Millionen Euro. Vom Standort her hätte man sich wohl keine bessere Lage suchen können. Die nahe gelegene Autobahn werde täglich von über 130.000 Fahrzeugen befahren.

Neben den Ladestationen sollen im Neubau auf neun Geschossen auch Verkaufslokale von Fahrzeugherstellern, ein Atelier für Forschungsprojekte sowie Büroräumlichkeiten entstehen. Die Nutzfläche im Neubau soll rund 23.000 Quadratmeter betragen. Das Projekt wird gemäss Mitteilung wissenschaftlich von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) begleitet. Das für das Projekt notwendige Bauland will die EBL vom Kanton Basel-Landschaft erwerben. Nun gilt es zunächst das Nutzungskonzept in den nächsten Monaten zu konkretisieren.

Hinsichtlich des Energiebedarfs des Swiss E-Mobility Hub geht man von rund 20.000 Megawattstunden pro Jahr aus. Dies entspricht einem Energiebedarf von rund 5.000 Haushalten. Der dafür notwendige Strom soll aus lokalen, erneuerbaren Energiequellen stammen. Angedacht ist gemäss dem Energiekonzept eine Zusammenarbeit auf dem gesamten Areal. Auf dem Dach und an den Fassaden des neuen Gebäudes sollen Photovoltaik-Anlagen entstehen, ebenso auf dem bestehenden Nachbargebäude von Coop. Zur Diskussion steht auch ein Solarfaltdach über den Becken der Kläranlage Pratteln.

Einbezogen werden sollen im Weiteren das Holzheizkraftwerk der EBL in Pratteln und Strom aus dem Rhein-Wasserkraftwerk in Augst. Um Spitzenzeiten zu bewältigen, soll zudem ein grosser Batteriespeicher im Untergeschoss des Gebäudes entstehen. Man darf gespannt sein, ob die Schweizer Nachbarn ihre Pläne für das Innovationszentrums für Elektromobilität in die Tat umsetzen und wir demnächst dort unsere E-Fahrzeuge laden können.

Quelle: Blick.ch – Elektromobilitäts-Zentrum mit 280 Ladesäulen in Pratteln BL geplant

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