IG-Metall sieht 70.000 Jobs gefährdet

IG Metall sieht 70.000 Jobs gefährdet durch Umstieg auf E-Mobilität

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 1288802131

Bei der IG Metall scheint man über den Wandel zur E-Mobilität nicht so ganz erfreut zu sein. Vermutet man doch, dass gerade dieser Wandel in den nächsten Jahren fast jeden zehnten Job in der deutschen Autoindustrie gefährdet. Grund hierfür sei die Umstellung auf den technologisch einfacheren Elektroantrieb. Bis 2030 soll der Anteil an E-Autos auf den Straßen auf bis zu 25% steigen, dies bedeute laut dem ersten Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, dass man für rund 70.000 Mitarbeiter neue Tätigkeiten benötige.

Die IG Metall sieht die Automobilkonzerne in der Verantwortung für ihre rund 800.000 Mitarbeiter, von denen wiederum rund 320.000 im Bereich Antriebsstrang arbeiten. Man müsse die Beschäftigten weiterbilden, eine berufliche Neuorientierung unterstützen, als auch Personalentwicklung betreiben – nicht nur für Führungskräfte. Hofmann ist der Überzeugung, dass man die eigene Mannschaft auf die Transformation vorbereiten muss. Doch derzeit sei dies gerade in großen Unternehmen eher ein untergeordnetes Thema. Bei kleineren Unternehmen sei laut IG Metall auch der Staat gefordert, den Prozess zu begleiten.

Des Weiteren ermahnt der IG-Metall-Chef die deutschen Autohersteller, Batteriezellen künftig selbst zu fertigen. „Wenn die deutsche Industrie da den Anschluss verliert, macht sie sich nicht nur abhängig von Konzernen in Korea und China“, sagte Hofmann. „Sie bekommt auch ein Innovationsproblem. Das müssen wir verhindern.“ Vorstellen könne er sich etwa Joint Ventures mit asiatischen Unternehmen.

Quelle: Automobilwoche – Umstieg auf Elektromobilität: IG Metall sieht 70.000 Jobs gefährdet

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „IG Metall sieht 70.000 Jobs gefährdet durch Umstieg auf E-Mobilität“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

die ig Metall sollte sich etwas zurückhalten. und den umstieg auf umweltfreundliche jobs dem markt überlassen. das ist gift für ein land, wenn gewerkschaften versuchen Sicherung der arbeitsplätze am Standort maroder firmen zu forcieren.dies regelt der markt selber. siehe vw Zwickau.

Auch die IG Metall muß sich der Tatsache beugen, dass wir eine Menschheitsaufgabe bewältigen müssen. Der Planet muß für unsere Kinder und Enkel bewohnbar bleiben. Diesem Ziel ist alles unter zu ordnen. Diese Pflicht haben wir gegenüber unseren Nachkommen. Oder wofür haben Sie Kinder in die Welt gesetzt?
Damit sie ordentlich Reichtum scheffeln und dabei den Lebensraum ERDE weiter so zerstören, wie unsere Generation dass besonders ÖKONOMISCH getan hat?

In Deutschland werden kein Massen-Motoren gebaut.
Lediglich ein dreistelliger Bereich von HIGH-END-Motoren für die Reichen werden hier optimiert.
Die Verdummung der Verbände ist eine Frechheit.
Die Massen-Motoren werden in Asien hergestellt und in Osteuropa zusammen gebaut.
Dann werden die ganzen Teile aus Asien und die Antriebstechnik mit Osteuropäischen Zeitarbeitern, die nicht in die Renten- und Krankenkassen einzahlen, in Deutschland zusammen gebaut.
Der Anteil der osteuropäischen Zeitarbeiter ist zwischenzeitlich auf 70% in der Industrie gestiegen.
In Sachsen, Bayern und Baden Würtemberg gibt es sogar eigene Bustransfers, die die weit entfernt wohnenden Menschen an den Grenzen abholen.
Diese Autos dürfen aber nicht „Made in Germany“ genannt werden, da die Produktion zu weniger als 45 % in Deutschland statt gefunden hat.
Wahrscheinlich sterben bei der Produktion mehr Menschen als es uns glaubhaft zu machen versucht wird.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Polestar: „Das 100.000ste Fahrzeug ist ein weiterer Meilenstein für uns“
Faraday Future will FF91 weiterhin auf die Straße bringen. Nur wann?
Stellantis-Europachef: „Elektroautos nicht übertrieben teuer“

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).