An der Hochschule Aalen forscht man an Materialien für Festkörperbatterien

Hochschule Aalen / Thomas Klink
Hochschule Aalen / Thomas Klink

Batterien gelten derzeit als eines der größten Probleme in Bezug auf die Elektromobilität. Bestimmen diese wie weit ein E-Auto fahren kann, ohne Laden zu müssen. Daher ist es durchaus nachvollziehbar, dass neben den Automobilhersteller auch Forschungseinrichtungen die Erforschung neuartiger Batteriespeicher vorantreiben. Unter anderem auch die Hochschule Aalen, die eine Anlage zur Erforschung neuartiger Batteriespeicher errichtet hat. Mit dieser Anlage möchte man neue Materialsysteme und Produktionstechnologien für Feststoffbatterien entwickeln.

Dies geschieht im Rahmen des Projektes HiBat4.0. Hierbei sollen neue Materialsysteme und Produktionstechnologien für Batterien mit hoher Energiedichte erforscht werden, die den derzeit üblichen Lithium-Ionen-Batterien folgen sollen. Allerdings sollen die neuen Speichersystem nicht nur die Elektromobilität voranbringen, sondern auch die Energieversorgung von Sensoren, Aktoren und Antrieben in Industrie 4.0-Produktionssystemen verbessern.

“Mit der Anlage können wir völlig neue Fragestellungen im Bereich elektrischer Energiespeicher angehen und in die Erforschung der sogenannten Post-Lithium-Ionen-Technologien einsteigen. Ich erwarte mir hier wichtige Erkenntnisse, die für die Umsetzung der Technologie in neue Produkte von großer Bedeutung sind.” – Professor Volker Knoblauch, Projektleiter vom Institut für Materialforschung an der Hochschule Aalen

Die Anlage soll Materialsysteme für Feststoffbatterien bis auf atomare Ebene analysieren können. Diese extrem empfindlichen Stoffe reagieren durch den Kontakt mit Sauerstoff und Feuchtigkeit und verändern sich oder werden inaktiv. Die für die unterschiedlichen Prozessierungs- und Analyseschritte erforderlichen Gerätschaften müssen in der Anlage in miteinander verbundenen Arbeitskammern mit kontrollierter Atmosphäre integriert werden. Unterstützt wird der Aufbau der neuen Anlage vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) mit rund 850.000 Euro.

Quelle: Springer Professional – Hochschule Aalen forscht an Materialien für Festkörperbatterien

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