FAUN: Alternative Antriebskonzepte für eine emissionsfreie Entsorgung

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Copyright Abbildung(en): FAUN

Auch die Entsorgungslogistik ist von aufkommenden Dieselfahrverboten im innerstädtischen Verkehr betroffen. Zwar gibt es derzeit noch entsprechende Ausnahmeregelungen, auf lange Sicht wird sich dies sicherlich aber auch verändern. Deswegen wird nicht nur der Ruf nach emissionsfreien Bussen und Lieferwagen laut, sondern auch nach entsprechenden, emissionsfreien Kommunal-Fahrzeugen der Entsorgungslogistik.

Anlässlich der Nutzfahrzeug IAA 2018 in Hannover präsentiert zwei Fahrgestellhersteller elektrisch betriebene Abfallsammelfahrzeuge mit E-Aufbau von FAUN. Volvo zeigt den FAUN E-ROTOPRESS, der im Mai 2018 Premiere feierte und ab 2019 bei der Stadtreinigung Hamburg in Einsatz gehen wird. Der Automobilhersteller Renault feiert zur IAA mit dem elektrischen FAUN E-VARIOPRESS auf dem neuen Renault D. Wide Z.E. Fahrgestell Premiere.

Beiden Fahrzeugen ist gleich, dass die skalierbare Batteriekapazität genutzt wird, um leise und emissionsfrei zu fahren und den Aufbau und Lifter anzutreiben. Das Müllfahrzeug wird von zwei Elektromotoren mit 370 kW Maximalleistung (260 kW Dauerleistung) und einem Zweiganggetriebe angetrieben. Zur Energiespeicherung werden Lithium-Ionen-Batterien verwendet. FAUN selbst setzt auf Batterien und Wasserstoff als Energieträger der Zukunft.

Bereits im Frühjahr hat der niedersächsische Aufbauhersteller sein selbst entwickeltes Konzept BLUEPOWER vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein Fahrgestell mit elektrischem Fahrantrieb und Batterie als Grundpaket, das als Range Extender mit Wasserstoff-Brennstoffzellen und Wasserstofftanks aufgerüstet werden kann. Je nach Einsatzgebiet reicht die Energie des Grundpaketes für zwei Touren á 10 Tonnen gesammelten Abfall. Die Reichweite kann mit Brennstoffzellen, je nach Einsatzgebiet, auf bis zu 560 km erhöht werden.

Bis 2020 soll die Serienproduktion für die weltweit saubersten Müllfahrzeuge gestartet sein. FAUN geht mit seinem Konzept BLUEPOWER ein weiteres Problem an. So wird bei der Sammlung von Rest- oder Wertstoffen sehr häufig gestoppt. Mit konventionellen Fahrgestellen geht dabei viel Bremsenergie verloren und es entsteht Feinstaub beim Bremsvorgang. Dadurch, dass die Fahrzeuge elektrisch angetrieben und gebremst werden entsteht weniger Feinstaub in der Luft. Auch die Lärmemissionen eines herkömmlichen Müllfahrzeugs gehören damit der Vergangenheit an.

Im Juni hatten Besucher der Messe IFAT in München die Gelegenheit, eine Innovation des Abfall- und Recyclingausrüsters Terberg RosRoca zu begutachten: Das eCollect-Elektro-Müllfahrzeug, das Ende 2019 in Produktion gehen soll. Könnte auch eine Alternative / Ergänzung zum Angebot von FAUN sein.

Alternativ ist auch die Idee des Düsseldorfer Start-Up WMOOVE lobenswert, aus Müll zukünftig Strom u machen. Den eigenen Ansatz für eine intelligente, (teils) autonom betriebene Elektro-Tankstelle hat das Unternehmen auf der WebSummit in Lissabon vergangenes Jahr vorgestellt.

Quelle: FAUN – Pressemitteilung vom 18.09.2018

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