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Elektro-City-Bus „Jest“ von Karsan fährt mit BMW i3 Motoren und Hochvoltbatterien

Karsan Jest Bus - BMW i3
BMW AG
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Der türkische Hersteller hat mit dem „Jest“ einen Elektro-City-Bus für den Personalverkehr geschaffen, der die Nachhaltigkeit im öffentlichen Personennahverkehr weiter ausbauen soll. Hierzu setzt der E-City-Bus unter anderem auf die für den BMW i3 entwickelten Elektromotoren und Hochvoltbatterie. In einer entsprechenden Vereinbarung zwischen der BMW Group und Karsan ist vorgesehen, dass BMW i die Motoren und Energiespeichern für das rein elektrisch angetriebene Modell „Jest electric“ liefern wird, welches im türkischen Bursa für den heimischen sowie für internationale Märkte gefertigt wird.

Aus Sicht von BMW i ein entscheidender Impuls für eine an Nachhaltigkeit orientierte urbane Mobilität. Der öffentliche Nahverkehr ist das jüngste von zahlreichen Aktionsfeldern, auf denen BMW i Technologie für mehr Nachhaltigkeit sorgt. Bereits seit dem vorigen Jahr versorgt BMW i die Streetscooter GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Post, mit Energiespeichertechnik für lokal emissionsfreie Mobilität.

Des Weiteren macht man mit dem Bootsmotorenhersteller Torqeedo gemeinsame Sache und nutzt die im Werk Dingolfing gefertigten Lithium-Ionen-Batterien für die besonders leistungsstarken elektrischen Antriebe der eigenen Modellserie Deep Blue einsetzt. Darüber hinaus werden BMW i Hochvoltbatterien als stationäre Energiespeicher von regenerativ erzeugtem Strom aus Wind- oder Solaranlagen eingesetzt.

„Unsere Industriekunden schätzen die einfach zu handhabende Plug-and-Play-Technik der BMW i Komponenten, deren Robustheit und Zuverlässigkeit, die bereits in weit mehr als 100 000 weltweit verkauften BMW i3 unter Beweis gestellt wurde.“ Uwe Breitweg, Leiter BMW Group Antriebssysteme für Industriekunden

Mit dem Einsatz der E-Motoren und Lithium-Ionen-Akkus außerhalb der eigenen Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybrid-Modelle wird der angepeilte weitsichtige und universelle Charakter der ganzheitlich von Nachhaltigkeit geprägten Ausrichtung von BMW i unterstrichen. Die bei BMW i konzentrierte Entwicklungskompetenz in den Bereichen Elektromotor und Hochvoltspeicher einschließlich Batteriemanagement kann für eine wachsende Anzahl von Produkten und Einsatzfeldern des täglichen Lebens genutzt werden, wie man an den zuvor aufgeführten Beispiel bereits erfahren konnte.

Das Kompetenzzentrum der BMW Group für Elektromobilität hat die Produktionskapazitäten und Fertigungskompetenzen in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich erweitert. Der Elektro-Synchronmotor des BMW i3, der zukünftig auch im Karsan Jest electric eingesetzt wird, erzeugt eine Spitzenleistung von 125 kW/170 PS sowie ein maximales Drehmoment von 250 Nm.

Erste seriennahe Prototypen des Karsan Jest electric erreichen durch die Kombination von zwei Hochvoltspeichern eine Kapazität von 88 Kilowattstunden und damit eine Reichweite von 210 Kilometern. Dies bedeutet, dass der elektrifizierte City-Bus bis zu 18 Stunden lang ohne Zwischenstopp zum Aufladen im Linienbetrieb zum Einsatz kommen kann.

Seitenansicht des Karsan Jest Bus - BMW i3

Es wirkt sich zudem positiv aus, dass E-Motor und Hochvoltbatterie äußerst kompakt daher kommen. Was auch dem Platzangebot im Innenraum zugutekommt. Der rund sechs Meter lange Karsan Jest electric bietet Platz für bis zu 26 Passagiere und damit vier Plätze mehr als die herkömmlich angetriebene Modellvariante. Der City-Bus verfügt über Niederflurtechnik, die den Passagieren auch mit Kinderwagen und Rollstühlen einen komfortablen Zugang gewährleistet.

„Die Zusammenarbeit mit der BMW Group bietet uns die Möglichkeit, die Anforderungen unserer Kunden auch im Segment der Elektrofahrzeuge zu erfüllen und wird uns bei der Transformation zu einem Anbieter nachhaltiger Mobilitätslösungen maßgeblich voranbringen.“ – Okan Baş, Vorstandsvorsitzender der Karsan Automobil Industrie- und Handelsgesellschaft

Quelle: BMW AG – Pressemitteilung vom 08. November 2018

2 Kommentare

  1. Ich werte das als eine sehr positive Neuigkeit, nachdem BMW zuvor durch einige Interviews bzgl. e-Mobiltätszukunft bis 2030 doch in einem eher negativen Licht, weil defensive Haltung, erschien.

  2. Die Haltung des BMW-Managements ist auch ein sozialpolitischer Skandal:

    Die Batterietechnik war schon bei Torqueedo im Einsatz, da gab es nur einen i3 in Planung. BMW ist seit mehr als 5 Jahren in der Lage, Batterien einzubauen, die im Kostenbereich des Sion von Sono Motors liegen. (Also bei ca. 4.000 Euro je Fahrzeug.

    BMW bietet aber konsequent nur E-Autos an, die im Anschaffungspreis mindestens 50 % über dem vergleichbaren Verbrenner liegen, und zwar ebenso konsequent mit dem Argument der teueren Akkus.

    Inzwischen werden i3 in Stückzahlen im sechsstelligen Bereich p.a. hergestellt, was weitere deutliche Stückkosten-Einsparungen bringt. Am Preis ist nichts zu merken.

    Es wäre ein leichtes, auf gleicher Plattform mit gleichen Akkus andere Modelle zu konfigurieren, die vom Preis her auch massentauglich sind. (Unter 20.000 Euro)

    Da hat BMW einen zeitlichen Vorsprung in Deutschland, der zum Nachteil des Konsumenten und der Umwelt nicht genutzt wird.

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