Elektrisches Ökosystem von Nissan: alles dreht sich um Strom

Nissan

Nissan elektrifiziert in diesen Tagen Teneriffa: Auf der kanarischen Insel demonstriert der japanische Automobilhersteller sein Konzept eines elektrischen Ökosystems und unterstreicht das Bekenntnis der Marke zur intelligenten Mobilität. Die zentrale Strategie für die Zukunft der Marke soll dabei nicht nur die Art wie Fahrzeuge gefahren und angetrieben werden verändern, sondern auch auch tiefgreifend Einfluss darauf nehmen, wie wir generell leben. Das Ziel ist eine nachhaltigere Zukunft.

Im Mittelpunkt steht der neue Nissan Leaf – die zweite Modellgeneration des meistverkauften Elektroautos der Welt – und der Nissan e-NV200 mit einer auf 40 kWh vergrößerten Batterie. Außerdem enthüllt der japanische Automobilhersteller seine aktualisierten Pläne für Infrastruktur und Energieversorgung.

Auf Teneriffa arbeitet Nissan mit dem Institut für Technologie und erneuerbare Energien (Instituto Tecnológico y de Energías Renovables – ITER) zusammen, das auf seinem Gelände in Granadilla de Abona das elektrische Ökosystem von Nissan beherbergt. Mit seiner 25-jährigen Erfahrung in Technik und Telekommunikation hat das ITER eine bioklimatische Anlage gebaut, die ihre Energie aus erneuerbaren Quellen wie Windparks und Solarpanels bezieht.

Der neue Nissan Leaf

Das Herzstück der „Nissan Electric Ecosystem Experience“ bildet der neue Leaf, der in zweiter Generation die Idee der Nissan Intelligent Mobility perfekt verkörpert. In Europa sind bereits 12.000 Bestellungen eingegangen – ein eindrucksvoller Erfolg. In die Schauräume der deutschen Nissan Partner rollt das Modell im März 2018.

Auch der Elektrotransporter Nissan e-NV200 darf nicht fehlen, der künftig mit einer vergrößerten Batterie unterwegs ist. Der Nissan e-NV200 mit neuer 40-kWh-Batterie wird ab Frühjahr 2018 in Europa ausgeliefert. Als limitierte 2.ZERO Edition ist der Stromer ab sofort als Kastenwagen und als Evalia mit sieben Sitzen in Deutschland bestellbar.

Kontinuierliche Verbesserung der EV-Infrastruktur

Nissan plant, das europäische Schnellladenetz innerhalb der nächsten 18 Monate um weitere 20 Prozent auszubauen. Bereits jetzt zählt der CHAdeMO-Standard mit mehr als 4700 Ladepunkten zur engmaschigsten Infrastruktur auf dem Kontinent. Knapp 1300 neue Ladepunkte sollen bis Ende 2019 hinzukommen, davon etwa 350 in Deutschland.

Nissan arbeitet dafür weiter mit führenden Partnern, Unternehmen und lokalen Behörden in Europa zusammen, um bei künftigen Stationen größtmöglichen Komfort für Elektroauto-Fahrer sicherzustellen. Neue Ladepunkte werden an Autobahnen und in strategisch wichtigen Städten in Europa aufgestellt. Das japanische Unternehmen beteiligt sich an elf europaweiten Projekten, die sich dem Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes in Europa verschrieben haben.

Energiepartnerschaften für „kostenlosen“ Strom

Nissan verfolgt unverändert ein ambitioniertes Ziel: Die Fahrer von Elektroautos sollen in Zukunft kostenlos Strom beziehen. Das Unternehmen hat diese revolutionäre Art des Energiemanagements im vergangenen Jahr in Dänemark getestet und inzwischen auf alle dänischen Flottenkunden ausgeweitet. Mit dem bi-direktionalen Ladesystem von Nissan können die Kunden Energie aus dem Stromnetz ziehen, um ihr Auto zu versorgen, und den Strom dann an das Netz „zurückverkaufen“, damit andere ihn nutzen können. Das bedeutet: Nachdem Unternehmen eine einmalige Gebühr für die Installation eines Vehicle-to-Grid-Ladegeräts (V2G) bezahlt haben, fallen weder Kraftstoff- noch Energiekosten an – Nutzer können einfach kostenlos laden.

Dänemark ist dabei erst der Anfang: In Großbritannien arbeitet Nissan mit OVO Energy zusammen, um Kunden das xStorage Home Energiespeichersystem zu vergünstigten Konditionen anbieten zu können. Es erlaubt, dass Strom zurück ins Energienetz gespeist wird – und schafft Nutzern so einen Nebenverdienst von durchschnittlich 647 Euro pro Jahr.

Nissan untersucht derzeit weitere Expansionsmöglichkeiten des „kostenlosen“ Stroms in Europa – als Meilenstein für die Zukunft von Elektroautos.

Quelle: Nissan – Pressemeldung vom 1.02.2018

2 Kommentare

  1. Ich hätte mir den Leaf als Kombi gewüscht, dann wäre ich wahrscheinlich schon längst umgestiegen. Aber es werden nur die fahrenden Wände (SUV’s) und eben halt Fließheck-Fahrzeuge gebaut. Leute denkt endlich mal Familienfreundlicher!

  2. Denk Dir an den Evalia einfach einen Vorbau und schon ist es ein Kombi. (Wie der Vaneo/Viano von Daimler). Wozu einen Kombi, wenn es das Auto auch mit Platz gibt?

    Elektro-Autos brauchen Bauart bedingt keinen Vorbau. Der Kombi wird Auslauf-Modell.

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