Mercedes-Benz investiert rund 500 Millionen in Frankreich: Werk Hambach wird fit für E-Auto-Produktion

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter von Mercedes-Benz Cars, und der französische Präsident Emmanuel Macron trafen sich im Élysée-Palast in Paris anlässlich einer Investition in Höhe von 500 Millionen Euro: Im Werk Hambach in Frankreich wird künftig ein kompaktes Elektrofahrzeug von Mercedes-Benz unter der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ gefertigt.

Das französische Werk Hambach erhält eine wichtige Bedeutung bei der Erweiterung der Kapazitäten für Elektrofahrzeuge in Europa. Mercedes-Benz hat Hambach, Frankreich auserkoren, um ein kompaktes Elektrofahrzeug unter der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ zu fertigen. Vor über 20 Jahren ist mit der Einweihung des smart Werks in Hambach ein beispielhaftes deutsch-französisches Projekt gestartet, nun geht man den nächsten Schritt. Mit diesen Worten gibt Dr. Dieter Zetsche die Richtung des französischen Werks vor, welches mit der Fertigung eines kompakten EQ-Modells die Elektro-Offensive in Europa fortsetzt.

Man möchte sich die langjährige Erfahrung des Standorts Hambach beim Bau von Elektrofahrzeugen zunutze machen und das Werk für die Produktion eines elektrischen Mercedes-Benz fit machen. Eigener Aussage nach werde Daimler rund 500 Millionen Euro in das Projekt investieren. Laut smart Chefin Dr. Annette Winkler zahlt es sich nun für die Mitarbeiter aus, dass sie bereits vor zwei Jahren mit dem ‚Pacte 2020‘ zu einer deutlich verbesserten Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Hambach beigetragen haben. „Pacte 2020“ beinhaltet die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf 39 Stunden und eine Gehaltsanpassung.

Des Weiteren profitiert der smart Standort Hambach davon, dass er über ein langjähriges Kompetenzzentrum zur Produktion von Elektro-Fahrzeugen verfügt. So sind von dort bereits 2007 batterieelektrische betriebene Fahrzeuge auf den Markt gebracht worden. Seit 2012 wird dort der elektrische smart in Serie produziert. Derzeit werden in Hambach unter anderem der smart EQ fortwo coupé und der smart EQ fortwo cabrio – zwei reine E-Autos – gefertigt. Die Marke smart ist im ersten Quartal in Deutschland Marktführer unter den vollelektrischen Fahrzeugen. Das smart Werk in Hambach bezieht schon heute den kompletten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen und ist somit CO2-neutral.

Mit dem Invest in Hambach zeigt Mercedes-Benz auf, dass man es ernst damit meint bis 2022 mehr als zehn Elektro-Pkw auf den Markt bringen: in allen Segmenten von smart bis zum großen SUV. Das Unternehmen geht davon aus, dass in 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Ab 2020 wird die Marke smart in Europa und den USA nur noch Elektrofahrzeuge anbieten.

„Mit der Produktion eines kompakten Elektrofahrzeugs in Hambach schaffen wir weitere Kapazitäten für unsere Elektro-Offensive an sechs Standorten auf drei Kontinenten. Das smart Werk Hambach wird künftig Teil unseres Kompaktwagen-Produktionsverbunds mit dem Lead-Werk Rastatt.“ – Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars Produktion und Supply Chain

Zum Produktionsverbund der neuen Kompaktwagen-Generation gehören das Werk im ungarischen Kecskemét, der chinesische Produktionsstandort BBAC in Peking, das COMPAS-Werk in Aguascalientes (Mexiko) sowie der finnische Fertigungsdienstleister Valmet Automotive. Erste Vorbereitungen für das neue Modell in Hambach starten in Kürze. Erste Investitionen werden zu verschiedenen Teilen in neue Hallen mit hochmoderner Technologie für den Karosseriebau und Oberflächenbehandlung sowie in das Produkt selbst fließen. Des Weiteren wird zudem die Montage erweitert und die Infrastruktur des Standorts angepasst.

„Wir im smart Werk Hambach freuen uns auf die Produktion des ersten Mercedes-Benz Modells. Unsere neue Aufgabe ist ein Beweis für die hervorragende Kompetenz am Standort und die hohe Motivation unserer Mitarbeiter.“ -Serge Siebert, Standortverantwortlicher smart Werk Hambach

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 18.05.2018

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