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Claus Möhlenkamp, CEO Freudenberg Sealing Technologies: Zulieferer müssen auf E-Mobilitätwandel reagieren

Photo by Helena Lopes on Unsplash
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Claus Möhlenkamp, CEO Freudenberg Sealing, gab auf seinem LinkedIn-Profil Einblicke auf seine Teilnahme am Center for Automotive Research Management Briefing Seminars (CAR MBS) in Traverse City, Michigan Anfang August 2018. Im Rahmen der Veranstaltung werden Erkenntnisse über die Trends im Verkehrswesen der Zukunft diskutiert und betrachtet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stand eindeutig der Wandel zur Elektromobilität. Der Wandel vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität ist so tiefgreifend wie der Wandel vom Pferd und Buggy zum Auto vor 100 Jahren, so Möhlenkamp.

In vielen Teilen der Welt – Europa, China – schreitet dieser Wandel mit der gleichen Intensität voran wie die amerikanische Automobilbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Es hat sich auch herauskristallisiert, dass fast drei Viertel der weltweit führenden Automobilhersteller vor einer unvorhersehbaren Zukunft stehen, da ihre Kunden reine Elektrofahrzeuge bevorzugen. Ein großes Risiko, welches die Zulieferer dieser Automobilhersteller ebenfalls eingehen, wenn Sie nicht reagieren.

Für sein eigenes Unternehmen geht Claus Möhlenkamp davon aus, dass Freudenberg Sealing Technologies rund 70 Prozent des derzeitigen Automobilumsatzes einbüßen könnte, wenn man nicht schaltet und eine Strategie umsetzt, die E-Mobilität und Brennstoffzellentechnologie unterstützt. Des Weiteren geht man davon aus, dass die E-Mobilität bis 2025 – gefolgt von der Brennstoffzelle – deutlich an Volumen gewinnen wird. Zeit genug, um einen Transformationssprung in eine ganz andere Automobillandschaft zu machen, so Möhlenkamp weiter.

Was manche Unternehmen als unüberwindbare Gefahr sehen, sieht man bei Freudenberg Sealing Technologies als klare Chance, zur Neuausrichtung, Innovation, Zusammenarbeit und Partnerschaften. Zum Anlass sich neu zu erfinden und das eigene Know-how in neue Märkte und Anwendungen zu transferieren. Die Erfahrung hat Freudenberg Sealing Technologies gelehrt, sich stärker auf langfristiges Wachstum als auf kurzfristige Gewinne zu konzentrieren. Dementsprechend habe man ein Projekt gestartet, um zukünftige Trends bis 2050 abzubilden.

Aus diesem Projekt hat man sieben Schritte abgeleitet, um sich den angestrebten Erfolg im Zeitalter der Elektromobilität zu sichern. Hierzu zählt der klare Fokus auf Produktentwicklungsstrategien, die batteriebetriebene Antriebe und Brennstoffzellen-Innovationen unterstützen, denn sie sind die Zukunft der globalen Automobilindustrie. Des Weiteren müssen die Voraussetzungen für den Übergang geschaffen werden, dies ist nur durch entsprechende Flexibilität möglich.

Bestehendes Know-How soll als Basis für die Zukunft genutzt werden. Freudenberg Sealing Technologies profitiert hierbei von fundiertem Werkstoff- und Komponenten-Know-how, welches in die Entwicklung der nächsten Generation von elektrifizierten Antrieben und auch andere Bereiche wie stationäre Energiesysteme einfließen kann. Auch der Erwerb von neuen Kenntnissen und Fähigkeiten durch Akquisitionen ist ein gangbarer Weg. So hat man bei Freudenberg Anfang 2018 einen bedeutenden Anteil an XALT Energy (Batteriesysteme) erworben und eine Akquisition an Elcore (Brennstoffzellensysteme) abgeschlossen.

Den Wandel der Belegschaft muss ebenso bedacht werden, um den Erfolg zu sichern. Da Freudenberg Sealing Technologies seinen Schwerpunkt vom Maschinenbau auf Elektrotechnik und Elektromobilität verlagert, stellt man mehr Elektrotechniker, Softwareentwickler und andere Talente ein.

Quelle: LinkedIn – Risky Business: 7 Ways We’re Transforming for the E-Mobility Era

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