Bulgarischer Supercar-Hersteller plant Elektro-Kleinwagen für die Stadt

Bulgarischer Supercar-Hersteller plant E-Auto für die Stadt

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 285063017

Mein Traum ist es, 30 bis 40 Autos pro Tag herzustellen, was für den Markt, auf den wir uns konzentrieren – die Großstädte Europas – realistisch ist.“ Mit dieser Traumvorstellung geht Rosen Daskalov die Zukunft seines Unternehmens Sin Cars an. Bislang für Supersportwagen bekannt schwenkt Daskalov aber ans andere Ende der Palette, um seinen Traum verwirklichen zu können: „Unser Ziel ist es, ein multifunktionales Kleinstadtauto zu verkaufen, das für Kurierzustellungen, Taxidienste und Transporte verwendet wird“, sagte der Bulgare dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg.

Der Rennwagenhersteller Sin Cars, der unter anderem an der Amateur-Europameisterschaft der GT4 teilnimmt, will zunächst durch einen Börsengang zwölf Millionen Dollar (etwa 10,5 Millionen Euro) für die Produktion von elektrischen Stadtfahrzeugen einsammeln. Die Konkurrenten heißen dann nicht mehr Porsche, Aston Martin oder Maserati sondern eher VW, Smart oder Renault.

„Europäische Städte brauchen diese Art von Transport. In Kürze werden die Innenstädte für Dieselautos geschlossen. China ist weit weg und wir können eine bessere Qualität anbieten.“ – Rosen Daskalov, Gründer und CEO Sin Cars

Daskalov, der auch als Autorennfahrer auf Pisten unterwegs ist, produziert mit Sin Cars momentan jährlich etwa 50 Custom-Rennwagen für Kunden in den USA, Südamerika und Australien und erwirtschaftet damit einen Umsatz von etwa 2,3 Millionen US-Dollar (etwa 2 Millionen Euro).

Mit relativ hohen Qualifikationen und niedrigen Arbeitskosten nach dem Sturz des Kommunismus ist Osteuropa zu einer Heimat für eine Vielzahl von Automobilherstellern, Autozulieferern und Rohstoffunternehmen geworden. In Bulgarien, das 2007 der Europäischen Union beigetreten ist, tragen rund 150 Werke, die Teile für führende globale Automobilhersteller produzieren, 4,5 Prozent zur Wirtschaftsleistung der Schwarzmeer-Nation bei.

In den Städten sieht Daskalov eine Marktlücke für kleine Elektroautos, „wo niedrige Geschwindigkeiten und Reichweiten niedrigere Produktionskosten ermöglichen.“ Im kommenden Jahr soll die neue L-City-Plattform von Daskalov in Genf präsentiert werden. Es soll in mehreren Modifikationen angeboten werden, von kleinen Lieferwagen bis hin zu Personenkraftwagen. Mit einer Reichweite von 150 Kilometern wird es zu einen Basispreis von etwa 10.000 Euro zu haben sein, kündigte Daskalov an.

Quelle: Bloomberg – Bulgarian Supercar Maker Eyes IPO to Expand Into Electric Cars

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Bulgarischer Supercar-Hersteller plant Elektro-Kleinwagen für die Stadt“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Das ist eine Ansage der Rumänen. Die haben den richtigen Fühler zur Energiewende im Sinn. 150 KM reichen für die Stadt und solche Autos ohne Schnick Schnack sind bezahlbar. Autos wie E pace und Byton sowie alle mit autom. Steuerung sind recht für einige Reiche. Die S Klasse von TESLA lasse ich bewusst weg. Schliesslich hat E. Musk den Elektro Trend glücklicherweise vorbildlich ins Rollen gebracht. Diese teuren E- Veikel sind oekologisch OK, aber schaffen den Anstoss allein nicht die Verbrenner aus den Städten zu bekommen wie dies jetzt grossflächig weltweit ins Rollen kommt.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Wuling Nano EV: Mini-Stromer aus China mit 305 km Reichweite
Peugeot: Mehr Reichweite für e-208 und e-2008
Mercedes-Benz preist Elektro-SUV EQB ab 55.300 Euro ein
1
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).