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Bosch-Chef: Mobilität wird sicherer, komfortabler und ressourcenschonender durch autonome Autos

Autonome Autos ohne Fahrer am Steuer - Zukunft? - Symbolbild
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Rolf Bulander, Geschäftsführer des weltweit größten Automobilzulieferers Bosch, sprach in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über autonome Autos und eine mögliche Riesen-Investition in Elektroauto-Akkus. Bulander ist davon überzeugt, dass Autofahren mit der Selbstfahr-Technik „sicherer und komfortabler“ sowie ressourcenschonender wird. Aktuell werden neun von zehn Unfällen durch menschliche Fehler verursacht. Mit Hilfe autonomer Autos könne diese Zahl deutlich verringert werden.

Die Maschine sei „der sicherere Autofahrer“, so Bulander, könne aber natürlich ebenso einen Fehler machen, wie der Mensch. Allerdings sei das heute gesellschaftlich noch nicht akzeptiert. Darüber, „dass ein Computer existenzielle Entscheidungen trifft“, müsse offen diskutiert werden. Und dabei seien „Bürger, Manager, Politiker, Juristen und Philosophen“ gefragt.

„Wer einmal ein Fahrzeug mit Notbremsassistenten gefahren hat, der will das nicht mehr missen. Ich habe das auf unserem Testparcours erlebt: Da lief eine Puppe, also im echten Leben ein Kind, zwischen geparkten Autos auf die Straße hinaus. Ohne Notbremsassistent wäre es wohl zum folgenschweren Unfall gekommen. Das System reagierte jedoch zuverlässig, schneller und mit mehr Druck auf dem Bremspedal als ein Fahrer es hätte können.“ – Rolf Bulander, Geschäftsführer Robert Bosch GmbH

Mit Daimler wolle Bosch „im Jahr 2021 ein automatisiert fahrendes Auto für das urbane Umfeld auf den Markt bringen“, so Bulander. Damit dürfte die für dieses Jahr angekündigte neueste Generation des Stadtflitzers Smart gemeint sein, den der Automobilhersteller auf der IAA 2017 als Konzeptfahrzeug gezeigt hat.

Bulander bestätigte in dem Interview, das Bosch an Folgetechnologien der aktuell gängigen Lithium-Ionen-Akkus forsche, wie etwa die Festkörperzelle. Bosch sehe dafür im Jahr 2030 einen Bedarf von mehr als einer Terawattstunde Kapazität, was in etwa etwa 25 Millionen Akkus eines heutigen Elektroautos entspreche. Dieser Geschäftsbereich biete Chancen, aber auch viele Risiken, vor allem wegen der hohen Investitionssumme von anfänglich etwa 20 Milliarden Euro.

Aufs Auto allein will sich Bosch übrigens nicht beschränken: Bosch sei „mehr als Auto“ und wolle auch „Lösungen für die intelligente Stadt, die Smart City,“ anbieten.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – „Ich nehme auch gern mal die Papierkarte“

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