BASF und Nornickel wollen den steigenden Bedarf an Batteriematerialien gemeinsam decken

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Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF und Metallproduzent Nornickel haben sich zusammengetan, um den steigenden Bedarf an Batteriematerialien künftig gemeinsam zu decken. Die erste Produktionsanlage der Unternehmenskooperation entsteht in Finnland. Entschieden hat man sich als ersten Standort für Harjavalta, Finnland. Die Anlage wird in direkter Nachbarschaft zur Raffinerie von Nickel und Kobalt von Norilsk Nickel (Nornickel) gebaut.

BASF investiert im Rahmen eines mehrstufigen Investitionsplans über 400 Millionen Euro. Sie setzt auf einer Produktion von Batteriematerialien in Harjavalta auf, die im Jahr 2018 begann. Der Produktionsstart ist für Ende 2020 geplant und wird die Ausstattung von etwa 300.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr mit Batteriematerialien von BASF ermöglichen. Bereits bei der Produktion setzt die Anlage in Harjavalta auf lokal erzeugte, erneuerbare Energiequellen wie Wasser, Wind und Biomasse.

Gemeinsam haben sich die BASF und Nornickel einen langfristigen, marktbasierten Liefervertrag für die Rohstoffe Nickel und Kobalt aus der Metallraffinerie von Nornickel abgeschlossen. Diese Vereinbarung sorgt für ein zuverlässiges Angebot an lokal geförderten Rohstoffen für die Batterieproduktion in Europa. Mit der neuen Anlage in Finnland unterstützt BASF das Ziel der Europäischen Kommission, eine europäische Wertschöpfungskette für die Batterieproduktion aufzubauen. BASF prüft derzeit zudem weitere Standorte in Europa für den Bau neuer Produktionsanlagen für Batteriematerialien.

„BASF wird mit der Investition in Harjavalta in allen wichtigen Regionen mit einer lokalen Produktion präsent und noch wesentlich näher am Kunden sein. Das wird den schnell wachsenden Markt für Elektrofahrzeuge weiter unterstützen. Die Investition zusammen mit der strategischen Kooperation mit Nornickel wird eine starke Plattform schaffen, die das Engagement der beiden führenden Unternehmen im Bereich der Rohstoffversorgung sowie Batteriematerialienforschung und -herstellung verbindet.“ – Kenneth Lane, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Catalysts

BASF beliefert fast alle Plattformen führender Automobilhersteller (Original Equipment Manufacturers, OEMs) mit Batteriematerialien und erwartet weiteres Wachstum für ihr Geschäft. Im Jahr 2017 erweiterte BASF ihre Produktionskapazität in Asien, verstärkte ihre Präsenz in den USA und kündigte an, ihre Produktionskapazitäten in Europa zu erweitern.

Für die BASF ist die Entwicklung der Automobilindustrie in Richtung E-Mobilität eine Gute. Denn dies bedeutet, dass der Wert der Chemieprodukte im Auto steige und damit auch der potenzielle Umsatz der BASF in den Fahrzeugen. Man werde sich hierbei allerdings nicht nur auf die Batterie konzentrieren, denn beispielsweise auch Lacke, die die Strahlung reflektieren, könnten ein Thema sein.

Quelle: eMobilServer – BASF und Nornickel arbeiten im Bereich Elektroauto-Batterien zusammen

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