BASF setzt auf Material, das für Batterien von Autos und Elektroautos genutzt werden kann

Strategien rund um das Thema E-Mobilität gewinnen bei der BASF an Bedeutung

Am 4. Mai löste der bisherige Vize Martin Brudermüller seinen Vorgänger Kurt Bock an der Vorstandsspitze der BASF ab. Mit Brudermüller an der Spitze wird sich der Konzern stärker auf Materialien konzentrieren, welche für Batterien von Autos und Elektroautos genutzt werden. Brudermüller setzt diesen „Perspektivenwechsel“ bewusst, um die BASF in Richtung hin zu mehr Neuentwicklungen aufzustellen. Mag durchaus auch mit seinem naturwissenschaftlichen Hintergrund zu begründen sein.

Zitieren kann man Brudermüller mit der Aussage, dass er einen starken Blick auf Technik und auch auf die technologische Wettbewerbsfähigkeit lege, sowie das Thema Innovation. Gerade bei letzterem werde man noch mehr machen, als man es in der Vergangenheit getan hat. Große Hoffnungen setzt Brudermüller hierbei in die Entwicklung von Batterie-Materialien für die Autoindustrie, die mit einem Anteil von über 15 Prozent größter Umsatzbringer ist.

Man gab auch zu verstehen, dass ein Chefwechsel ein guter Zeitpunkt sei, um über Stärken, Schwächen, Marktentwicklungen sowie Wettbewerber und technologische Trends zu reflektieren. Gegen Ende des Jahres könne man dann sehen, wie sich diese einzelnen Punkte entwickeln und wo in der Tat neue Schwerpunkte gesetzt werden. Einen fundamentalen Kurswechsel sieht er allerdings nicht als gegeben. Schließlich habe er die Entwicklung schon in den letzten elf Jahren als Vorstand mitgetragen und zeigte sich mit dieser Entwicklung zufrieden.

Für die BASF ist die Entwicklung der Automobilindustrie in Richtung E-Mobilität eine Gute. Denn dies bedeutet, dass der Wert der Chemieprodukte im Auto steige und damit auch der potenzielle Umsatz der BASF in den Fahrzeugen. Man werde sich hierbei allerdings nicht nur auf die Batterie konzentrieren, denn beispielsweise auch Lacke, die die Strahlung reflektieren, könnten ein Thema sein.

Die aktuelle Prognose der BASF geht davon aus, dass auch noch in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren der Verbrennungsmotor noch dominieren wird. Der Konzern erzielt im Geschäft mit der Autoindustrie rund elf Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Bei einem Gesamtumsatz in 2017 von 64,5 Milliarden Euro.

Quelle: Automobilwoche.de – Neuer BASF-Chef Martin Brudermüller: „Erfolg der E-Mobilität ist zu starkem Teil Chemie-Thema“

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