Audi und Umicore entwickeln Kreislauf für Batterie-Recycling

Detailaufnahme des Audi A7 Sportback h-tron quattro
Audi AG

Mitte Oktober haben wir erfahren, dass BMW, Northvolt und Umicore ein Technologiekonsortium zur Weiterentwicklung einer vollständigen, nachhaltigen Wertschöpfungskette für Batteriezellen gründen. Aber auch mit Audi arbeitet Umicore an einem entsprechenden Projekt zum Batterie-Recycling. Vergangene Woche wurde bekannt, dass Phase eins der strategischen Forschungs-Kooperation abgeschlossen wurde.

Ziel der beiden Partner ist es einen geschlossenen Kreislauf für Bestandteile von Hochvoltbatterien zu entwickeln, die dadurch immer wieder von neuem nutzbar sind. Besonders wertvolle Materialien sollen von einer Rohstoffbank abrufbar sein. Umicore geht somit konsequent den eigenen, auserkorenen Weg. Denn bereits im August hat sich gezeigt, dass der Materialtechnologie- und Recyclingkonzern Umicore sich auf steigende Akku-Recycling-Nachfrage vorbereitet.

Als Grundlage der Zusammenarbeit hat Umicore im Juni 2018, noch vor Beginn der eigentlichen Kooperation, das Plug-in-Hybrid-Auto A3 e-tron analysiert und Wege für ein Recycling definiert. Gemeinsam mit den Materialtechnologie-Experten bestimmte der Automobilhersteller anschließend die möglichen Recycling-Quoten für Batteriebestandteile wie Kobalt, Nickel und Kupfer. Das Ergebnis: Mehr als 95 Prozent dieser Elemente lassen sich im Labortest wiedergewinnen und neu einsetzen.

Mit diesen Erfahrungen, als erste Basis, gehen die beiden Partner nun in die Entwicklung konkreter Recycling-Konzepte. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Closed-Loop-Ansatz. In einem solchen geschlossenen Kreislauf fließen wertvolle Elemente aus Batterien am Ende ihres Lebenszyklus in neue Produkte ein und werden somit weiter genutzt. Angewandet wird der Closed-Loop-Ansatz erstmalig auf die Hochvoltbatterien des neuen Elektroautos Audi e-tron.

„Wir wollen Vorreiter sein und Recyclingverfahren vorantreiben. Das ist auch Baustein unseres Programms zur CO2-Reduktion in der Beschaffung.“ – Bernd Martens, Vorstand Beschaffung und IT der AUDI AG

Audi bekennt sich mit dieser Partnerschaft dazu, dass Batterie-Recycling ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Elektromobilität für das Unternehmen ist. Beginnend vom Rohstoffabbau über das CO2-neutrale e-tron-Werk Brüssel bis hin zur Wiederverwertung von Bauteilen. In einem weiteren Schritt sollen nun Erkenntnisse über den Reinheitsgrad der wieder­gewonnenen Stoffe, zur Recycling-Quote und der wirtschaftlichen Machbarkeit von Konzepten wie einer Rohstoffbank gewonnen werden. Versorgungssicherheit und kürzere Wege sind das Ziel.

Quelle: Audi AG – Pressemitteilung vom 26. Oktober 2018

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